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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Mai 2018 Seite 1/2

Multiples Myelom: Real-World-Daten unterstützen Einsatz einer Triplett-Therapie mit Ixazomib

Unter einer vollständig oralen Proteasom-Inhibitor-haltigen Triplett-Therapie, wie unter dem Proteasom-Inhibitor Ixazomib (Ninlaro®) plus Lenalidomid und Dexamethason (Rd), scheint es anders als unter den injizierbaren oder infundierbaren Triplett-Therapien mit Carfilzomib bzw. Bortezomib keine potentiell beachtliche Lücke beim progressionsfreien Überleben zwischen randomisierten kontrollierten Studien und Real-World-Analysen zu geben. Dies lässt eine erste Analyse vermuten, die Ergebnisse aus klinischen Studien mit Daten aus dem Praxisalltag verglich (1). Grund hierfür könnte ein geringeres Risiko für einen Therapieabbruch im Behandlungsalltag unter Ixazomib + Rd sein (2). Ixazomib ist in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason zur Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten zugelassen, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben (3).
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„Beim Fortschreiten eines Multiplen Myeloms wurden früher die Abstände zwischen den einzelnen Rezidiven immer kürzer. Heute stehen in höheren Therapielinien jedoch zunehmend effektive Optionen zur Verfügung, mit denen die Zeit bis zum nächsten Rückfall immer länger werden kann (2,4). Man kann die Behandlung eines Multiplen Myeloms daher immer mehr mit einem Marathon statt einem Sprint vergleichen,“ erklärte Prof. Dr. Igor Blau, Charité Berlin.
 
Als wichtige Therapieziele in der Rezidivsituation nannte Dr. Ivana von Metzler, Klinikum der J.-W.-Goethe-Universität, Frankfurt, insbesondere das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie die Lebensqualität der Patienten. „Bei der Entscheidungsfindung für die Auswahl eines bestimmten Therapieregimes kommt es auf die Qualität und Dauer des Ansprechens auf die Vortherapie an, aber auch der Patientenwunsch hinsichtlich Therapiezielen und Applikationsform oder das zytogenetische Risiko des Patienten kann eine wesentliche Rolle spielen,“ so von Metzler.Für Patienten mit einer zytogenetischen Hochrisikokonstellation empfiehlt die International Myeloma Working Group (IMWG) den Einsatz einer Triplett-Therapie mit einem Proteasom-Inhibitor zusätzlich zu Lenalidomid oder Pomalidomid und Dexamethason (5).
 
Ixazomib: Positiver Einfluss auf die Prognose von Patienten mit Hochrisikozytogenetik

Verschiedene Metaanalysen haben gezeigt, dass i.d.R. Triplett-Therapien hinsichtlich Wirksamkeit zur Behandlung des RRMM einer Duplett-Therapie überlegen sind (6,7). Subgruppenanalysen aus klinischen Studien mit verschiedenen Tripletts zeigten außerdem ein verbessertes medianes PFS gegenüber Dubletts bei Patienten mit zytogenetischem Hochrisikoprofil (8-10).  Dr. von Metzler schlussfolgerte: „Auch bei Patienten mit hohem zytogenetischen Risiko scheinen Triplett-Regime vielversprechender als Dublett-Regime zu sein, und neue Tripletts zeigten insgesamt eine Verbesserung des PFS. Darüber hinaus scheint Ixazomib die schlechte Prognose von Patienten mit einer Hochrisiko-Zytogenetik nivellieren zu können.“ So betrug in der TOURMALINE-MM1-Studie das progressionsfreie Überleben unter Ixazomib + Rd 21,4 Monate bei Patienten mit hohem zytogenetischen Risiko vs. 20,6 bei Patienten mit Standardrisiko (unter Placebo + Rd 9,7 vs. 15,6 Monate) (9). Ein Ausgleich des zytogenetischen Risikos in vergleichbarem Ausmaß kann für andere Triplett-Therapien aus den bisher verfügbaren Studien nicht abgeleitet werden (8,10).
 
Komorbiditäten und vorangegangene therapieassoziierte Toxizitäten berücksichtigen

Weitere Faktoren der Entscheidungsfindung in der Praxis können von Metzler zufolge das Patientenalter, die Komorbiditäten des Patienten sowie vorausgegangene Toxizitäten sein. Ein in diesem Kontext vorgestellter systematischer Literaturreview mit Metaanalyse zu klinischen Phase-III-Studien von Waxman et al. zeigte, dass das relative Risiko zur Entwicklung einer Kardiotoxizität mit Carfilzomib-basierten Therapien gegenüber den Vergleichstherapien um das 2,2-fache erhöht ist (11). „Viele Patienten mit einem Multiplen Myelom sind älter und einige weisen kardiovaskuläre Komorbiditäten auf. Dies kann die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer medikamenteninduzierten Kardiotoxizität erhöhen,“ (12,13) unterstrich von Metzler die Relevanz dieses Aspektes.
 
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