Montag, 17. Juni 2019
Navigation öffnen

Medizin

15. Mai 2018 Multiples Myelom: Positive Empfehlung für Änderung der Fachinformation Carfilzomib

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für eine Änderung der Fachinformation Carfilzomib  (Kyprolis®) ausgesprochen, um die finalen Daten zum Gesamtüberleben (OS) aus der Phase-III-Studie ASPIRE aufzunehmen. Die ASPIRE-Studie hat gezeigt, dass die zusätzliche Gabe von Carfilzomib zu Lenalidomid und Dexamethason (KRd) gegenüber Lenalidomid und Dexamethason allein (Rd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom das Sterberisiko um 21% senkte und das Gesamtüberleben um 7,9 Monate verlängerte (medianes OS 48,3 Monate unter KRd versus 40,4 Monate unter Rd, HR = 0,79; 95% KI:0,67-0,95; 1-seitiger p-Wert = 0,0045).
Anzeige:
„Bereits zum zweiten Mal erhält Amgen eine positive CHMP-Empfehlung, um Daten zum Gesamtüberleben aus einer Phase-3-Studie bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom in die Fachinformation von Kyprolis® aufzunehmen. Dies untermauert den großen Stellenwert dieser Substanz“, betonte Dr. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland.
 
Carfilzomib ist in der Europäischen Union in Kombination mit entweder Lenalidomid und Dexamethason (KRd) oder Dexamethason allein (Kd) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom indiziert, die mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben. Das Kd-Regime mit zweimal wöchentlicher Gabe von 56 mg/m2 und das KRd-Regime mit zweimal wöchentlicher Gabe von 27 mg/m2 Carfilzomib sind die ersten und einzigen therapeutischen Kombinationen, die ein konsistent verbessertes OS gegenüber derzeitigen Standardtherapien in 2 Phase-III-Studien bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (Kd versus Bortezomib und Dexamethason (Vd) und KRd versus Rd) zeigen konnten.
 
Seit der Zulassung in den USA im Jahr 2012 wurden schätzungsweise 80.000 Patienten weltweit mit Carfilzomib behandelt. Das klinische Carfilzomib-Programm fokussiert sich weiterhin darauf, Ärzten und Patienten Behandlungsoptionen für diese häufig rezidivierende und schwer zu behandelnde Krebserkrankung zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Amgen


Das könnte Sie auch interessieren

Krebsgesellschaften: Unterstützer der Patienten

Krebs zählt zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Tag für Tag sterben etwa 20.000 Menschen an einer Krebserkrankung. Allein 2012 gab es laut Schätzungen der WHO etwa 8,2 Millionen krebsbedingte Todesfälle.* Dieser Herausforderung zu begegnen, war schon immer das Bestreben von klinischen und niedergelassenen Ärzten, universitären Wissenschaftlern und der forschenden Pharmaindustrie. Wichtiges Bindeglied untereinander, aber auch zum Patienten, sind die...

Brustkrebs: Wissen schafft Mut

Brustkrebs: Wissen schafft Mut
© drubig-photo / Fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: „Aktiv gegen Krebs“

Das Vermitteln von Wissen zum Thema Krebs versteht die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. (SKG) als ihre vordringlichste Aufgabe. Das betrifft das Wissen der Betroffenen, also der an Krebs erkrankten Menschen, die sich in allen
Fragen rund um ihre Erkrankung an die SKG wenden können, wie auch das Wissen der Bevölkerung. "Wir wollen vermitteln, dass man mit Krebs leben kann", erklärt Professor Dr. Ursula Froster, Vorstandsvorsitzende der SKG.

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom: Positive Empfehlung für Änderung der Fachinformation Carfilzomib"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischer Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich
  • FLT3-mutierte AML: Bei FLT3-TKD-Mutationen haben gleichzeitig auftretende NMP1-Mutationen einen hohen prognostischen Wert
  • Ruxolitinib bei Patienten mit Myelofibrose: Real-world-Daten bestätigen Sicherheit in der Langzeittherapie
  • DLBCL und B-Zell-ALL: Die Therapie mit CAR-T-Zellen etabliert sich und findet Eingang in weitere B-Zell-Malignome
  • Immunthrombozytopenie: Behandlungsfreie Remission wird ein neues Behandlungsziel