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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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31. Januar 2018

Multiples Myelom: Carfilzomib reduzierte in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason Sterberisiko

Das Journal of Clinical Oncology hat die positiven Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) der finalen Auswertung der Phase-III-Studie ASPIRE veröffentlicht. Die Analyse zeigte, dass die zusätzliche Gabe von Carfilzomib zu Lenalidomid und Dexamethason (KRd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom das Sterberisiko gegenüber Lenalidomid und Dexamethason alleine (Rd) um 21% senkte und das OS um 7,9 Monate verlängerte (medianes OS 48,3 Monate für KRd versus 40,4 Monate für Rd, HR=0,79, 95% KI: 0,67–0,95; 1-seitiger p-Wert = 0,0045). Hervorzuheben ist, dass bei Patienten im ersten Rezidiv eine OS-Verbesserung von 11,4 Monaten beobachtet wurde (47,3 gegenüber 35,9 Monate (HR=0,81, 95%-KI: 0,62-1,06)), was den frühen Einsatz von KRd unterstützt.
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„Wie in 2 unterschiedlichen Phase-III-Studien gezeigt wurde, sind Carfilzomib-basierte Regime die ersten und derzeit einzigen Therapiekombinationen, die zu einem signifikanten Überlebensvorteil für Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom gegenüber bisherigen Behandlungsstandards führen”, so Dr. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland. „Der frühe Einsatz von Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason insbesondere beim ersten Rezidiv bringt den Patienten fast ein zusätzliches Jahr an Lebenszeit. Das ist ein großer Fortschritt.”
 
Die Verträglichkeitsdaten von ASPIRE stimmten mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Carfilzomib überein. Die am häufigsten vorkommenden unerwünschten Ereignisse (≥20%) im Carfilzomib-Arm waren Diarrhoe, Anämie, Neutropenie, Fatigue, Infektionen der oberen Atemwege, Pyrexie, Husten, Hypokaliämie, Thrombozytopenie, Muskelspasmus, Pneumonie, Nasopharyngitis, Übelkeit, Verstopfung, Insomnie und Bronchitis. Die finale Auswertung der ASPIRE-Studie beinhaltete Subgruppenanalysen nach vorangegangenen Therapielinien, vorheriger Bortezomib-Therapie im ersten Rezidiv und einer vorangegangenen Transplantation im ersten Rezidiv.

In diesen drei Gruppen zeigte sich eine 18 bis 29%ige Reduktion des Sterberisikos für KRd versus Rd, in Übereinstimmung zu den Ergebnissen aus der Gesamtpopulation. Das mediane OS war bei Patienten, die nur eine Vortherapie erhalten hatten, 11,4 Monate länger bei KRd versus Rd und 6,5 Monate länger bei Patienten mit zwei oder mehr vorherigen Therapielinien (48,8 versus 42,3 Monate (HR=0,79, 95%-KI: 0,62-0,99)). Unter den Patienten, die eine vorherige Therapielinie erhalten hatten, wurde das mediane OS um 12 Monate mit KRd versus Rd bei einer vorangegangenen Bortezomib-Behandlung (45,9 versus 33,9 Monate (HR=0,82; 95%-KI: 0,56-1,19)) und um 7,9 Monate bei denen ohne vorherige Bortezomib-Therapie (48,3 versus 40,4 Monate (HR=0,80, 95%-KI: 0,55-1,17)) verbessert. Das mediane OS verlängerte sich außerdem um 18,6 Monate unter KRd versus Rd bei Patienten mit vorangegangener Transplantation im ersten Rezidiv (57,2 versus 38,6 Monate (HR=0,71, 95%-KI: 0,48-1,05)). Das in der Studie verwendete KRd-Regime ist aktuell in den USA, der Europäischen Union und anderen Ländern auf der Basis von Primäranalysen des progressionsfreien Überlebens (PFS) in der ASPIRE-Studie zugelassen.
 
Quelle: Amgen
 
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