Mittwoch, 24. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

28. März 2019 Metastasiertes kolorektales Karzinom: Standards und Perspektiven in der Therapie

Die Zweitlinientherapie mit Aflibercept beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) hat in klinischen Studien und unter Praxisbedingungen ihre Wirksamkeit bewiesen, und zwar unabhängig vom RAS- und BRAF-Status.
Anzeige:
„State of the Art“ der palliativen Systemtherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) ist die Bestimmung des Mutationsstatus von KRAS und NRAS sowie der Marker BRAF und Mikrosatelliteninstabilität (MSI) noch vor der Einleitung der zielgerichteten Therapie. In Abhängigkeit von der Lokalisation des Tumors – linkes oder rechtes Hemikolon – erfolgt die Auswahl der  Therapielinien, erklärte Professor Ralf Hofheinz, Mannheim, auf einer Presseveranstaltung. Dabei ist es wichtig, die gesamte Therapiesequenz im Auge zu behalten.

Angiogeneseinhibitor in der Zweitlinienbehandlung

Die Lokalisation des Primärtumors sowie RAS- und BRAF-Status bestimmen zwar die Erstlinientherapie, spielen aber keine Rolle bei der Entscheidung über den Einsatz des löslichen Fusionsproteins Aflibercept (Zaltrap®) im Rahmen der Zweitlinientherapie. Der Angiogeneseinhibitor besitzt auf Grund seiner Bindungskapazitäten an Wachstumsfaktoren einen breiten Wirkansatz für die Zweitlinienbehandlung des metastasierten CRC bei mit Oxaliplatin vorbehandelten Patienten. In der VELOUR-Studie hatte die zusätzliche Gabe von Aflibercept zu FOLFIRI bei fast 20% der mit Oxaliplatin vorbehandelten Patienten eine objektive Ansprechrate (19,8% vs. 11,1%; p=0,0001) erreicht, was sich in einer signifikant verlängerten progressionsfreien Überlebens- und Gesamtüberlebenszeit niederschlug. Der Überlebensvorteil bestätigte sich dabei in allen Altersgruppen.

In der nicht-interventionellen Studie QoLiTrap zur Erfassung der Lebensqualität bei mCRC-Patienten unter Aflibercept zeigte sich, dass die Kombination mit FOLFIRI auch unter den Bedingungen des klinischen Alltags effektiv ist, mit einer Tumorkontrollrate von 74,7%.

Biomarker beeinflussen Therapieentscheidung

Zunehmend beeinflussen Biomarker die Therapieentscheidung, wie zum Beispiel der RAS- oder BRAF-Status des Tumors. So wachsen BRAF-mutierte mCRC rasch, was einen zeitnahen Therapiestart erforderlich macht. Tritt eine BRAF-Mutation zusammen mit einer Mikrosatellitenstabilität (MSS) auf, ist die Prognose schlecht, während eine BRAF-Mutation mit Mikrosatelliteninstabilität (MSI) eine bessere Prognose aufweist, erklärte Prof. Nils Homann, Wolfsburg. Die retrospektive Biomarker-Analyse aus der VELOUR-Studie zeigte, dass Aflibercept eine konsistente Wirksamkeit in allen Patientensubgruppen und allen klinischen Endpunkten, unabhängig vom Mutationsstatus oder der Tumorlokalisation, aufwies.

Richard Kessing

Quelle: Pressekonferenz: „Expertise mCRC – Erfahrung trifft Zukunft“, 21.03.2019, Frankfurt; Veranstalter: Sanofi Genzyme


Das könnte Sie auch interessieren

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs
© Merck Serono

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs beteiligt. Diese wird zum vierten Mal von der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft (engl.: European Head and Neck Society, EHNS) initiiert und findet vom 19. bis 23. September 2016 statt. Im Rahmen der europaweiten Aktivitäten veranstalten mehrere deutsche Kliniken und Kopf-Hals-Zentren Patiententage und bieten...

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Studien belegen: Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs profitieren von  guter Gesundheitsinformation und Aufklärung. Ängste und Sorgen nehmen ab, die Lebensqualität steigt. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige seit 30 Jahren rund um das Thema Krebs. Bei 50 Prozent aller Anfragen zu Tumorlokalisationen steht das Thema Brustkrebs im Vordergrund.

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Am 16. November 2017 findet zum vierten Mal der Welt-Pankreaskrebstag statt. An diesem Tag erstrahlen weltweit zahlreiche Sehenswürdig-keiten in Lila, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages – von der Semperoper in Dresden bis zum Rickmer Rickmers Museumsschiff im Hamburger Hafen. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und den Patienten und deren Angehörigen Mut zu machen. In...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Metastasiertes kolorektales Karzinom: Standards und Perspektiven in der Therapie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.