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Medizin

07. September 2015 Mammographie-Screening: Brustkrebsentdeckungsrate steigt mit zunehmendem Alter

Mit dem Alter steigt das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass im Screening ein Mammakarzinom entdeckt wird. Das belegt der aktuelle Evaluationsbericht der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, der Daten der Screening-Teilnehmerinnen in 5-Jahres-Altersguppen auswertet. Die Brustkrebsentdeckungsrate bei den 65- bis 69-jährigen Frauen ist doppelt so hoch wie bei den 50- bis 54-Jährigen.

Erstuntersuchungen primär in der jüngsten Altersgruppe

Im Berichtsjahr 2012 wurden rund 2,8 Millionen Frauen untersucht, davon waren 700.000 Erstuntersuchungen. Der größte Anteil an Erstuntersuchungen entfiel mit 69% auf die Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren. Innerhalb der 2,1 Millionen Folgeuntersuchungen waren die Altersgruppen erwartungsgemäß gleichmäßiger verteilt mit dem geringsten Anteil von 20% in der jüngsten Altersgruppe und dem höchsten Anteil von 30% bei den 55- 59-jährigen Frauen. Die durchschnittliche Teilnahmerate im Mammographie-Screening betrug 56%.

Brustkrebsentdeckungsrate steigt mit zunehmendem Alter

Bei den Ersteilnehmerinnen fand das Screening in der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren bei 6 von 1.000 untersuchten Frauen Karzinome. Bei den 65- bis 69-Jährigen erhielten 15 von 1.000 Frauen eine Brustkrebsdiagnose. Bei Frauen, die wiederholt am Screening teilnahmen, wurde im Vergleich seltener Brustkrebs diagnostiziert. In der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren betraf das rund 4 von 1.000 untersuchten Frauen. Waren die Frauen zwischen 65 und 69 Jahre alt, spürte die Mammographie bei 8 von 1.000 Frauen bösartige Tumore auf.

Je älter eine Frau bei Erstuntersuchung, desto fortgeschrittener ist ein entdecktes Karzinom

„Unsere Auswertungen zeigen, dass das Risiko für einen prognostisch ungünstigen Brustkrebs erhöht ist, wenn eine Frau erstmals in einem höheren Alter am Screening teilnimmt“, sagt Vanessa Kääb-Sanyal, kommissarische Geschäftsstellenleiterin der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Rund 33% der bei den 65- bis 69-jährigen Erstteilnehmerinnen entdeckten Karzinome sind größer als 20 Millimeter oder haben bereits in die Lymphknoten gestreut. In der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren ist der Anteil mit 25% geringer.

Seit Einführung des Screenings verbessert sich die Stadienverteilung

Seit Einführung des Mammographie-Screenings werden anteilig mehr kleine Tumore ohne Lymphknotenbefall gefunden. Durchschnittlich 19% der in 2012 entdeckten Karzinome waren nicht invasiv. Vor dem Screening waren es 7%.

Bei den Folgeuntersuchungen hatten 37% der invasiven Karzinome eine Größe von 10 Millimetern oder weniger, vor dem Screening war der Anteil mit nur 14% deutlich geringer. Der Anteil der invasiven Karzinome mit maximal 20 Millimeter Durchmesser lag 2012 im Screening bei 82%, vor Screening bei 49%. Ohne Lymphknotenbefall waren rund 80% der invasiven Karzinome. Vor dem Screening waren es nur 57%.

Möglichst geringe Belastung für Screening-Teilnehmerinnen

Von den Screening-Teilnehmerinnen im Jahr 2012 wurden rund 131.000 (4,6%) zur Abklärung einer Auffälligkeit wiedereinbestellt. Bei rund 35.000 Frauen (1,2%) wurde eine Gewebeentnahme erforderlich. Bei jeder zweiten dieser Frauen bestätigte sich der Brustkrebsverdacht (17.300 Brustkrebsdiagnosen). Das entspricht durchschnittlich 6 Brustkrebsdiagnosen auf 1.000 untersuchte Frauen.

Quelle: Kooperationsgemeinschaft Mammographie


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