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Medizin

12. September 2018 Live in Dresden und online: Talkrunde zu Hoden- und Prostatakrebs und Blut im Urin

Wenn Deutschlands Urologen ihren Jahreskongress durchführen, der drittgrößte der Welt, ist es gute Tradition, an einem Abend die interessierte Öffentlichkeit zu einem Patientenforum zu bitten. Hier informieren Experten laienverständlich über ausgewählte Themen des Fachgebietes und stehen für Fragen zur Verfügung. So auch beim 70. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), der vom 26. bis 29. September 2018 in Dresden stattfindet.
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Fachinformation
„Angesichts der sehr guten Resonanz auf unser jüngstes Format zur medizinischen Aufklärung der Bevölkerung, die Urologischen Themenwochen, wollen wir deren bisherige Fragestellungen in diesem Patientenforum noch einmal bündeln“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Nach der Maxime „Keine Scheu vorm Urologen!“ wird es am 26. September 2018 beim Patientenforum in der Aula des Forschungszentrums für regenerative Therapien Dresden (CRTD) von 17:30 bis 19 Uhr um die Eigenuntersuchung auf Hodenkrebs, um Prostatakrebs und Früherkennung sowie um Blut im Urin gehen.

Auf dem Forum steht eine doppelte Premiere an: Erstmals werden alle Experten in einer interaktiven Talkrunde zusammensitzen, und die Veranstaltung wird live auf www.urologenportal.de im Internet zu verfolgen sein. Organisiert wird der Experten-Talk von der PatientenAkademie der Deutschen Urologen; die Moderation obliegt Prof. Dr. Wülfing.

Besonders Jungen ab der Pubertät und junge Männer sind die Zielgruppe, wenn es um Risikofaktoren für Hodenkrebs und die Früherkennung durch regelmäßige Selbstuntersuchung geht. Mit rund 4.000 Neuerkrankungen pro Jahr sind Hodentumoren die häufigste Krebserkrankung junger Männer - in rund 95% aller Fälle aber heilbar, ohne dass Sexualität oder Lustempfinden durch die Therapie beeinträchtigt werden. Auch und vor allem die Fruchtbarkeit kann bei der Behandlung durch den Urologen mit dem entsprechenden Nebenwirkungsmanagement durch Einfrieren von Spermien vor der Krebsbehandlung erhalten bleiben. Je früher der Hodenkrebs erkannt wird, desto sicherer die Heilung. Daher sind regelmäßige eigene Tastuntersuchungen wichtig. Zur Frage „Selber tasten, aber wie?“ wird Prof. Dr. Sabine Kliesch aus Münster keine Antwort schuldig bleiben.

Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache unter Männern in Deutschland. Auch für dieses Karzinom gilt: Je früher erkannt, umso größer die Heilungsaussichten. Zum Thema „Prostatakrebs und Früherkennung: Was ist für mich wichtig?“ wird PD Dr. Dr. Johannes Huber aus Dresden der Experte in der Talkrunde sein. „Die Entscheidung für oder gegen Früherkennungsuntersuchungen auf Prostatakrebs liegt bei jedem Mann selbst. Um dabei die individuell richtige Entscheidung treffen zu können, sollte man sich aus verlässlichen Quellen informieren und fundiert beraten lassen. Dafür wollen wir Männer ab 40 sensibilisieren“, sagt der Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie des Dresdner Universitätsklinikums Carl Gustav Carus.

„Blut im Urin: Wie reagiere ich richtig?“, lautet eine weitere Kernfrage des Patientenforums, für die der Urologe Dr. Thomas Quack aus Plön in der Expertenrunde sitzt. Blut im Urin sollte immer ärztlich abgeklärt werden, denn es könnte Symptom einer schweren Erkrankung wie z.B. Harnblasenkrebs sein. Häufig stecken aber auch weniger gravierende Ursachen wie eine Blasenentzündung dahinter.

Wer sich zu den Themen des Patientenforums vorab informieren möchte, findet im Internet unter www.hodencheck.de, www.entscheidungshilfe-prostatakrebs.info sowie im Patientenbereich des Urologenportals auf www.urologenportal.de zahlreiche Informationen. Der Veranstaltungsort, die Aula des Forschungszentrums für regenerative Therapien Dresden (CRTD) an der Fetscherstraße 105 in 01307 Dresden, ist per Bus-Linie 62 (Haltestelle Neubertstraße) oder mit der Tram-Linie 6 (Haltestelle Blasewitzer/Fetscherstraße) gut zu erreichen. Eine Anmeldung für die kostenfreie Teilnahme am Patientenforum ist nicht erforderlich. Allen Interessierten, die nicht aus der Nähe von Dresden kommen, steht der Live-Stream auf www.urologenportal.de zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.


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