Dienstag, 22. Oktober 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

17. März 2014 Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Folsäure-Substitution

Die Supplementierung mit Folsäure erhöht nicht - wie in früheren Studien befürchtet - das Krebsrisiko. Dies ist das Ergebnis einer Meta-Analyse randomisierter placebokontrollierter Interventionsstudien von Wissenschaftlern der Universitäten Bergen und Oxford.

Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Folsäureanreicherung von Grundnahrungsmitteln in Nordamerika, Kanada und anderen Ländern wurde der Effekt von Folsäure auf die Inzidenz der häufigsten Tumorarten untersucht. Die innerhalb der Studien verabreichten Vitamindosierungen (im Mittel 2,0 mg) waren deutlich höher als die Dosierungen, die zur Folsäureanreicherung von Lebensmitteln (0,1 bis 0,4 mg pro Tag) oder in Nahrungsergänzungsmitteln (0,1 bis 0,8 mg pro Tag) verwendet werden.

Rund 50.000 Personen nahmen an den Studien teil, das mittlere Eintrittsalter der zu 2/3 männlichen Probanden lag bei 64 Jahren. Ein Alter, in dem ein erhöhtes Krebsrisiko durch Folsäure als Wachstumsfaktor sich schnell teilender Zellen biologisch plausibel wäre.

Das Ergebnis der Untersuchung ist positiv zu bewerten: Die Autoren hielten fest, dass die durchschnittlich fünfjährige Behandlung mit Folsäure das Risiko für Krebserkrankungen weder signifikant erhöht noch verringert. Auch die Dauer der Vitaminbehandlung wirkte sich statistisch nicht auf die Krebsinzidenzen aus.

Literaturhinweis:
Stein Emil Vollset, Robert Clarke et al.: Effects of folic acid supplementation on overall and site specific cancer incidence during the randomised trials: meta-analyses of data on 50 000 individuals; Lancet 2013; 381: 1029-36. DOI: 10.1016/S0140-6736(12)62001-7

Quelle: Steripharm


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs
© DKMS gemeinnützige GmbH

Die DKMS ist zum vierten Mal mit einer Registrierungsaktion Teil des Wacken Open Air Festivals (W:O:A). Vom 3. bis zum 5. August 2017 können sich Besucher nicht nur über die lebensrettende Arbeit der internationalen gemeinnützigen Organisation informieren sondern sich auch als potenzielle Spender aufnehmen lassen. Parallel sind die Unterstützerinnen der Initiative „Wacken hilft“ mit viel Herzblut im Einsatz und verkaufen im Ort selbst gebackenen Kuchen zugunsten der DKMS...

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum


Etwa zwei Drittel aller Berufstätigen, die an Krebs erkrankt sind, kehren zurück in das Arbeitsleben. Für viele ist die Motivation hoch, denn wer arbeitet, erobert sich ein Stück Normalität zurück. Doch der Wiedereinstieg sollte behutsam erfolgen und an die individuelle Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten angepasst werden. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit bieten die Leistungen der beruflichen Rehabilitation ein breites Spektrum, um die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Folsäure-Substitution"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO 2019
  • PD-L1-positives NSCLC: Pembrolizumab-Monotherapie bei Patienten mit und ohne Hirnmetastasen vergleichbar wirksam
  • Tumormutationslast etabliert sich als prädiktiver Marker für das Ansprechen auf Pembrolizumab bei soliden Tumoren
  • Hohes und langanhaltendes Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei unterschiedlichen MSI-H-Tumoren
  • Checkpoint-Inhibition in der adjuvanten und metastasierten Situation hat für Patienten mit Melanom das Überleben neu definiert
  • Magenkarzinom/Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs: Patienten mit MSI-high-Tumoren profitieren besonders von Checkpoint-Inhibition
  • Pembrolizumab + Chemotherapie beim Plattenepithelkarzinom-NSCLC: Überlegenes OS, PFS, ORR und PFS2 gegenüber alleiniger Chemotherapie
  • Frühes TNBC: signifikant verbesserte pCR-Rate durch neoadjuvante Therapie mit Pembrolizumab + Chemotherapie
  • HNSCC: Pembrolizumab-Monotherapie und kombiniert mit Platin-basierter Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • PD-L1-positives Magenkarzinom und AEG: Vergleichbare Lebensqualität unter Pembrolizumab-Monotherapie und Chemotherapie
  • Pembrolizumab-Monotherapie beim vorbehandelten mTNBC: Klarer Trend zu verbessertem Überleben mit zunehmender PD-L1-Expression