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Medizin

17. März 2014 Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Folsäure-Substitution

Die Supplementierung mit Folsäure erhöht nicht - wie in früheren Studien befürchtet - das Krebsrisiko. Dies ist das Ergebnis einer Meta-Analyse randomisierter placebokontrollierter Interventionsstudien von Wissenschaftlern der Universitäten Bergen und Oxford.

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Fachinformation

Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Folsäureanreicherung von Grundnahrungsmitteln in Nordamerika, Kanada und anderen Ländern wurde der Effekt von Folsäure auf die Inzidenz der häufigsten Tumorarten untersucht. Die innerhalb der Studien verabreichten Vitamindosierungen (im Mittel 2,0 mg) waren deutlich höher als die Dosierungen, die zur Folsäureanreicherung von Lebensmitteln (0,1 bis 0,4 mg pro Tag) oder in Nahrungsergänzungsmitteln (0,1 bis 0,8 mg pro Tag) verwendet werden.

Rund 50.000 Personen nahmen an den Studien teil, das mittlere Eintrittsalter der zu 2/3 männlichen Probanden lag bei 64 Jahren. Ein Alter, in dem ein erhöhtes Krebsrisiko durch Folsäure als Wachstumsfaktor sich schnell teilender Zellen biologisch plausibel wäre.

Das Ergebnis der Untersuchung ist positiv zu bewerten: Die Autoren hielten fest, dass die durchschnittlich fünfjährige Behandlung mit Folsäure das Risiko für Krebserkrankungen weder signifikant erhöht noch verringert. Auch die Dauer der Vitaminbehandlung wirkte sich statistisch nicht auf die Krebsinzidenzen aus.

Literaturhinweis:
Stein Emil Vollset, Robert Clarke et al.: Effects of folic acid supplementation on overall and site specific cancer incidence during the randomised trials: meta-analyses of data on 50 000 individuals; Lancet 2013; 381: 1029-36. DOI: 10.1016/S0140-6736(12)62001-7

Quelle: Steripharm


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