Freitag, 28. Februar 2020
Navigation öffnen

Medizin

21. Januar 2020 Johann-Georg-Zimmermann-Preis 2019/2020: Verleihung an Leukämieforscher

Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann von der Universitätsmedizin Halle (Saale) erhält den Johann-Georg-Zimmermann-Preis 2019/2020 der Förderstiftung der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 27. Januar 2020 in Hannover verliehen. Der Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis ist an junge Nachwuchsforscher für ihre aktuelle wissenschaftliche Arbeit gerichtet.
Anzeige:
Prof. Klusmann, der seit 1. Januar 2018 Professor für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I der Universitätsmedizin Halle (Saale) ist, war von der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Preis vorgeschlagen worden. Aufgefordert waren die Medizinischen Fakultäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Vorschläge für herausragende Wissenschaftler in der Krebsforschung einzureichen, aus denen ein wissenschaftliches Kuratorium den Preisträger ermittelte.

Leukämien bei Kindern mit Down Syndrom

Klusmann habe das Kuratorium mit seinem herausragenden wissenschaftlichen Werdegang und seinen exzellenten Forschungsergebnissen im Bereich der molekularen Mechanismen der Entstehung Leukämien überzeugt. Insbesondere seine Forschungsleistungen zur Entschlüsselung der schrittweisen Entwicklung von Leukämien bei Kindern mit Down Syndrom (Trisomie 21), zur Funktion der nicht kodierenden RNAs in der normalen und der malignen Blutbildung sowie zu entwicklungsspezifischen Aspekten bei der Pathogenese von Neugeborenen-Leukämien haben das Kuratorium beeindruckt, heißt es in der Begründung.

Herausragende Forschungs- und Publikationsleistung

„Es ist eine tolle Anerkennung meiner wissenschaftlichen Arbeit zum Verständnis und letztlich zur Bekämpfung von Leukämien bei Kindern, die ich seit einigen Jahren zusammen mit meiner Forschungsgruppe verfolge. Ich freue mich daher einerseits sehr darüber, dass die Medizinische Fakultät der Universität Halle mich für den Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis vorgeschlagen hat, und andererseits darüber, dass das Kuratorium diesem Vorschlag gefolgt ist. Mein Dank gilt natürlich meiner Forschungsgruppe und allen Forschenden, mit denen ich in den letzten Jahren zusammengearbeitet habe und die mich unterstützt haben“, sagt Klusmann.
„Wir haben vor 2 Jahren mit Jan-Henning Klusmann einen hervorragenden Wissenschaftler für die Universitätsmedizin Halle gewinnen können. Seine Forschungs- und Publikationsleistung sowie seine ärztliche Tätigkeit sind herausragend und waren für uns Anlass, ihn für den Preis vorzuschlagen. Es freut uns außerordentlich, dass auch das Kuratorium diese Leistung würdigt und Herrn Klusmann den Preis zuerkannt hat“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Johann-Georg-Zimmermann-Preis

Seit mehr als 40 Jahren fördert die Deutsche Hypothekenbank AG mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Preis herausragende wissenschaftliche Arbeiten und Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung. In Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover wurde seither eine Vielzahl deutscher und internationaler Forschender für besondere Verdienste in der Krebsbekämpfung geehrt. Der Preis zählt zu den höchsten Auszeichnungen Deutschlands im Bereich der Krebsforschung.

Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


Das könnte Sie auch interessieren

Mehrheit der Deutschen erwartet bei Krebstherapien Fortschritte

Mehrheit der Deutschen erwartet bei Krebstherapien Fortschritte
© Gorodenkoff - stock.adobe.com

Bei der Behandlung von Krebs erwarten die Deutschen in den kommenden Jahrzehnten die größten medizinischen Fortschritte. 6 von 10 Bundesbürgern rechnen mit neuen Erkenntnissen und Therapien in diesem Bereich. 38 % der Deutschen verbinden große Hoffnungen mit der Stammzellenforschung, 35 % erwarten Fortschritte bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Deutschen zum...

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“
© Heidi Mehl / Fotolia.com

Nach Schätzungen beruhen etwa 70 Prozent aller behandelten Erkrankungen in den Industrienationen auf Lebensstilfaktoren, wie Übergewicht, das aufgrund von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung entstanden ist. Ein gesunder Lebensstil sei ein wesentlicher Präventionsfaktor und müsse dringend gesundheitspolitisch verankert werden, fordert ein Experte im Vorfeld der MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016. Es gelte nicht nur medizinische, sondern auch gravierende soziale...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Johann-Georg-Zimmermann-Preis 2019/2020: Verleihung an Leukämieforscher"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität