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Medizin

20. Juli 2016 Inzidenz des metastasierten Prostatakarzinoms innerhalb von 10 Jahren um 72% gestiegen

Die Anzahl der neuen Fälle eines metastasierten Prostatakarzinoms ist zwischen 2004 und 2013 um 72% gestiegen. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der National Cancer Data Base mit 767.550 nachverfolgten Männern.
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In der Altersgruppe zwischen 55 und 69 Jahren hat sich die Inzidenz in dieser Zeit verdoppelt – also die Population, die eigentlich vom Prostatakrebsscreening und frühem Therapiebeginn profitieren sollte. Individuelle Risikofaktoren und Genetik müssten die Basis für verfeinerte Screening-Guidelines und Behandlung werden, um den wachsenden Anstieg der metastasierten Erkrankung mit dem damit verbundenen Mortalitätsrisiko zu stoppen. Gleichzeitig müssten aber auch Überdiagnose und Überbehandlung bei Low-Risk-Prostatakarzinomen verhindert werden, sagte Adam Weiner, Northwestern University.

Unklar bleibt, ob der dramatische Anstieg durch den reduzierten Einsatz der PSA-Testung erklärt werden kann, oder ob sich die Tumorbiologie verändert hat. Edward M. Schaeffer, Northwestern University , sagte: "Es gibt beide Hypothesen, einmal, dass die Krankheit aggressiver geworden ist, einmal, dass vernachlässigte Screening-Aktivitäten eben mehr metastasierte Stadien hervorbringen. Auffällig war, dass die PSA-Werte der Männer mit metastasierter Erkrankung im Jahre 2013 wesentlich höher lagen als 2004 (medianer PSA-Wert 2004: 25, 2013: 49). Dies gibt Hinweise darauf, dass aggressive Krankheitsvarianten ansteigen. Die Inzidenz von Low-Risk Prostatakrebs ging demgegenüber zwischen 2004 und 2013 pro Jahr um 9,3% zurück.
(übers. AB)
 

Literatur:

AB Weiner, RS Matulewicz, SE Eggener und EM Schaeffer.
Increasing incidence of metastatic prostate cancer in the United States (2004-2013)
Prostate Cancer and Prostatic Diseases advance online publication 19 July 2016; doi: 10.1038/pcan.2016.30
http://www.nature.com/pcan/journal/vaop/ncurrent/full/pcan201630a.html


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