Dienstag, 17. September 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

11. Februar 2016 ITP: Zulassungserweiterung und -empfehlung für Eltrombopag

Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt die Zulassung von Eltrombopag (Revolade®) zur Behandlung von Patienten ab einem Jahr mit therapie-refraktärer chronischer Immunthrombozytopenie (cITP) (1). Zudem erhält Eltrombopag die Zulassungserweiterung zur Behandlung erwachsener therapierefraktärer cITP-Patienten ohne vorangegangene Splenektomie (2). Immunthrombozytopenie ist eine Autoimmunerkrankung, die für die Betroffenen ein erhöhtes Blutungsrisiko bedeutet (3).

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Zulassung von Eltrombopag bei therapierefraktären Patienten ab einem Jahr mit chronischer Immunthrombozytopenie (cITP) (1). Damit könnte der Thrombopoetin-Agonist bald auch zur Behandlung von Kindern zur Verfügung stehen. In den USA ist Eltrombopag bereits seit August 2015 in dieser Indikation bei Kindern ab einem Jahr zugelassen, die auf eine vorangegangene Therapie nicht ausreichend angesprochen hatten (3).

Zusätzlich zu dieser Empfehlung hat die EU-Kommission eine Zulassungserweiterung von Eltrombopag bei erwachsenen therapierefraktären cITP-Patienten beschlossen (2). Die Voraussetzung einer Splenektomie ist damit für eine Behandlung mit dem Thrombopoetin-Agonisten nicht mehr erforderlich. Aufgrund der Empfehlung der EMA und der Zulassungserweiterung durch die EU-Kommission könnten in Zukunft mehr ITP-Patienten von einer Therapie mit Eltrombopag profitieren.

Die chronische Immunthrombozytopenie (Morbus Werlhof) ist eine Autoimmunerkrankung. Im Mittelpunkt stehen Autoantikörper gegen Thrombozyten, die dadurch verstärkt abgebaut werden; zudem kann eine Störung der Thrombozytopoese vorliegen (4). Das klinische Bild ist durch eine verstärkte Blutungsneigung charakterisiert (4). Man unterscheidet die primäre cITP, bei der keine auslösenden Faktoren erkennbar sind, von sekundären Formen, die durch Arzneimittel oder andere Erkrankungen ausgelöst werden (4).

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) EMA Summary of Opinion: Revolade®. Online verfügbar unter http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Summary_of_opinion/human/001110/WC500200372.pdf. Letzter Zugriff am 9. Februar 2016.
(2) Community Register of Medicinal Products for Human Use. Product Information Revolade®. Online verfügbar unter http://ec.europa.eu/health/documents/community-register/html/h612.htm.
Letzter Zugriff am 9. Februar 2016.
(3) Matzdorff A, Eberl W, Giagounidis A et al. DGHO-Leitlinie Immunthrombozytopenie (ITP); Stand: November 2013. Online verfügbar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/immunthrombozytopenie-itp/@@view/html/index.html#ID0E2H
Letzter Zugriff am 9. Februar 2016.
(4) Promacta® Prescribing Information, Stand: August 2015.


Das könnte Sie auch interessieren

Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: „Aktiv gegen Krebs“

Das Vermitteln von Wissen zum Thema Krebs versteht die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. (SKG) als ihre vordringlichste Aufgabe. Das betrifft das Wissen der Betroffenen, also der an Krebs erkrankten Menschen, die sich in allen
Fragen rund um ihre Erkrankung an die SKG wenden können, wie auch das Wissen der Bevölkerung. "Wir wollen vermitteln, dass man mit Krebs leben kann", erklärt Professor Dr. Ursula Froster, Vorstandsvorsitzende der SKG.

Bewegung hilft bei der Krebstherapie

Bewegung hilft bei der Krebstherapie
© Witthaya / Fotolia.com

Dass Sport und eine Krebserkrankung sich nicht gegenseitig ausschließen, ist inzwischen bekannt. Erwiesenermaßen beugt Sport nicht nur vor, sondern hat auch therapeutische Wirkungen und verbessert die Lebensqualität. Doch wie sieht dies in der Praxis aus und welcher Sport empfiehlt sich in welchem Ausmaß bei welcher Therapie? Aktuell werden immer mehr Studien zu diesem Thema durchgeführt. Das Wohlbefinden des Patienten während und nach der Therapie steht...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ITP: Zulassungserweiterung und -empfehlung für Eltrombopag"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.