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18. Dezember 2018

ITP: Real-world-Daten belegen weniger Blutungsereignisse unter Eltrombopag-Therapie

Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine seltene Blutkrankheit, bei der infolge niedriger Thrombozytenzahlen eine verstärkte Blutungsneigung besteht. Eine retrospektive Analyse elektronischer Gesundheitsdaten aus den USA belegt für die Eltrombopag (Revolade®)-Therapie weniger Blutungsepisoden und vergleichbare Werte für thrombotische Ereignisse gegenüber anderen Zweitlinientherapien (1). Splenektomie-Patienten wiesen in der Zweitlinientherapie gegenüber Patienten unter anderen Zweitlinientherapien die höchsten Thrombozytenwerte sowie die häufigsten thrombotischen Ereignisse auf.
Im Rahmen der ASH-Jahrestagung in San Diego wurden die Ergebnisse einer retrospektiven, praxisnahen Evidenzstudie vorgestellt. Es konnte gezeigt werden, dass ITP-Patienten unter Eltrombopag-Therapie im Vergleich zu anderen Zweitlinientherapien weniger Blutungsereignisse aufwiesen (1).

Um die Wirkung von Zweitlinientherapien in der Behandlung einer ITP einzuschätzen, wurden Daten elektronischer Gesundheitsdaten vom 1. Januar 2009 bis 30. September 2016 aus der Optum® EHR-Datenbank verwendet. Die Einschlusskriterien umfassten dabei folgende Merkmale: 18 Jahre und älter, eine nachgewiesene frühere Behandlung mit Steroiden oder Immunglobulin-Präparaten sowie eine in der Datenbank erfasste Krankheitsaktivität für mind. 6 Monate vor und 12 Monate nach Einführung einer Zweitlinientherapie (1). Die Auswertung der Behandlungsergebnisse schloss Thrombozytenzahlen, Blutungsepisoden (bleeding related episodes, BREs) sowie thrombotische Ereignisse (TEs) über den Zeitraum von 12 Monaten nach Beginn einer Zweitlinientherapie mit ein (1).

Von den 2.526 Erwachsenen, die diese Einschlusskriterien erfüllten, erhielten 110 (4,4%) Eltrombopag, 189 (7,5%) Romiplostim, 1.488 (58,9%) Rituximab und 260 (10,3%) unterzogen sich einer Splenektomie. Die verbleibenden 479 Patienten (18,9%) wurden mit Kombinationen aus anderen Zweitlinientherapeutika behandelt. Die Thrombozytenzahlen stiegen im Vergleich zur Baseline in allen Behandlungsgruppen an. Der Anteil der Patienten, die Blutungsereignisse erlitten, lag zwischen 25,5% (Eltrombopag) und 36,5% (Romiplostim). Thrombotische Ereignisse traten in allen Behandlungskohorten in einem Bereich von 11,6% (Eltrombopag) bis 15,7% (Splenektomie) auf (1). Eine zusätzliche Untersuchung ergab, dass ITP-Patienten mit einer Splenektomie als Zweitlinienbehandlung in den ersten 12 Monaten nach Beginn der Behandlung die höchsten Medianwerte für Thrombozytenzahlen aufwiesen. Bei 15,7% dieser Patienten bestand zudem das größte Risiko für thrombotische Ereignisse (z.B. Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt, tiefe Venenthrombose und Lungenembolie), im Vergleich zu 11,6% (Eltrombopag), 12,7% (Romiplostim) und 13,9% (Rituximab) (15,7%) (1).
Quelle: Novartis
Literatur:
(1) Said Q et al.
Bleeding related episodes, thrombotic events and platelet counts among immune thrombocytopenia patients receiving second line therapy.
ASH Annual Meeting 2018, Abstract 2436.
 
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