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Medizin

07. November 2016 Wirkansatz Hedgehog-Signalweg-Inhibition beim Basalzellkarzinom

Die in den USA erscheinende Wissenschaftszeitschrift "Cell" (Impact Factor 32,242 (1)) stellt in ihrer Serie "Leading Edge – Bench to Bedside" besonders interessante Wirkansätze vor, die es vom Labor bis zum Patienten geschafft haben. Ein Beitrag widmete sich der Hedgehog-Signalweg-Inhibition, die beim fortgeschrittenen Basalzellkarzinom (BCC) eine wesentliche Rolle spielt (2). Etwa 90% aller BCC weisen eine abnorme Aktivierung des Hedgehog-Signalwegs auf, so dass für den therapeutischen Ansatz der Hedgehog-Inhibition kein Biomarker notwendig ist.
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Von der ersten Beschreibung des Signalwegs 1980 (mit dem Medizin-Nobelpreis 1995 als erfreulicher Zwischenstation (3)) hat es über 30 Jahre gedauert, bis 2012 Vismodegib (Erivedge®)▼ auf dem US-amerikanischen Markt zugelassen wurde. Die europäische Zulassung erfolgte im Juli 2013; in Deutschland ist Vismodegib bis heute der einzige verfügbare Hedgehog-Inhibitor für das fortgeschrittene BCC (4).

Auch auf die Wirksamkeit von Vismodegib geht der Artikel ein: Eine Grafik verdeutlicht anschaulich, dass beim lokal fortgeschrittenen BCC der primäre Endpunkt der Zulassungsstudie ERIVANCE mit einem Gesamtansprechen von 43% erreicht wurde. Publikationen zur Zulassungsstudie kommunizieren darüber hinaus, dass 90% der Patienten mit lokal fortgeschrittenem BCC eine Größenreduktion der Läsionen aufwiesen (5). Mit einem medianen Therapieansprechen von 26,2 Monaten profitierten die Patienten auch langfristig von der Behandlung (6). Zudem zeigten 34% der Patienten ein komplettes Ansprechen (7).

Somit stellt Vismodegib heute in der Praxis eine wirksame Ergänzung des bisherigen chirurgischen Goldstandards dar. Die zielgerichtete systemische Therapie mit dem einzig verfügbaren Hedgehog-Signalweg-Inhibitor ist immer in Betracht zu ziehen, wenn eine Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet ist (4). Weltweit haben bereits über 13.000 Patienten aus mehr als 70 Ländern davon profitiert (8).

▼Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an grenzach.drug_safety@roche.com oder Tel. +49 7624 14 2869 oder Fax +49 7624 14 3183.

Quelle: Roche

Literatur:

(1) http://www.cell.com/impact, zuletzt abgerufen am 13.05.2016
(2) Sekulic A et al., Cell 164, February 25, 2016; p. 831
(3) http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/, zuletzt abgerufen am 13.05.2016
(4) Fachinformation Erivedge®, Stand Juni 2016
(5) Sekulic A et al., N Engl J Med 2012; 366 (23): 2171-2179
(6) Sekulic A et al., J Clin Oncol 2014; 32 (Suppl 5): Abstract 9013
(7) Basset-Seguin N et al., Lancet Oncol 2015; 16: 729-736
(8) PSUR (PBRER) vismodegib – end of reporting interval 29th January 2016


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