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Medizin

28. Februar 2018 HSCT-Patienten vor CMV schützen: Letermovir in Deutschland auf dem Markt

Kürzlich wurde von MSD das Medikament Letermovir PREVYMIS(R)) in den deutschen Markt eingeführt. PREVYMIS(R), das von AiCuris erfolgreich bis zur klinischen Phase 2b entwickelt und im Jahr 2012 an MSD auslizenziert wurde, ist gerade von den regulatorischen Behörden in den USA und Europa zur Prophylaxe (Prävention) von Cytomegalovirus-(CMV)-Reaktivierungen und -Erkrankungen bei erwachsenen CMV-seropositiven (R+) Empfängern allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantationen ("Allogeneic Hematopoietic Stem Cell Transplants", HSCT) zugelassen worden.
Aus Anlass der Markteinführung veranstalteten AiCuris und MSD eine Diskussionsrunde mit dem Titel "Biotech and Pharma - gemeinsam zum Erfolg. AiCuris und MSD zeigen, wie es geht!" Die Veranstaltung fand in Wuppertal am Hauptsitz der AiCuris statt. Am Fallbeispiel PREVYMIS(R) diskutierten Dr. Holger Zimmermann, CEO der AiCuris Anti-infective Cures GmbH, Prof. Helga Rübsamen-Schaeff, Gründungsgeschäftsführerin und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats von AiCuris, Dr. Dr. Kristian Löbner, Medizinischer Direktor und Mitglied der Geschäftsführung von MSD Deutschland, sowie Dr. Thomas Strüngmann, Hauptinvestor von AiCuris, mit Vertretern der deutschen Medienlandschaft, wie wichtig eine gute Partnerschaft für den Erfolg eines Projektes sein kann.

Fallbeispiel Letermovir

"Zu Beginn unseres Projektes analysierten wir, welche Medikamente es für die Patienten bereits gab. Es standen aber nur Wirkstoffe mit knochenmarkstoxischen oder anderen Nebenwirkungen zur Verfügung, die den prophylaktischen Einsatz bei Patienten mit einer Knochenmarkstransplantation zum Schutz vor der CMV-Infektion unmöglich machten. Darüber hinaus saß die Überzeugung, dass es für knochenmarktransplantierte Patienten keine Prophylaxe, sondern nur eine Behandlung nach Auftreten der Infektion gibt, bei den Medizinern sehr tief," sagte Prof. Helga Rübsamen-Schaeff, Gründungsgeschäftsführerin und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats von AiCuris. "Insofern war die Vermeidung von CMV-Infektionen bei Transplantationspatienten durch ein prophylaktisch wirkendes Medikament ganz klar ein Ansatz, der es uns erlauben würde, etwas wirklich Neues und Besseres zu entwickeln, einen Game-Changer, der HSCT-Patienten vor CMV schützen und ihre Überlebenschancen signifikant erhöhen würde. Um dies zu erreichen, suchten wir nach Medikamenten mit einem völlig neuen Wirkmechanismus, die virale Zielstrukturen angreifen sollten, von denen der Mensch kein analoges Gen besitzt. Damit würden die toxischen Nebenwirkungen der im Markt befindlichen Substanzen durch unerwünschte Wechselwirkungen mit menschlichen Zellen vermieden. Auch suchten wir nach neuen chemischen Klassen solcher Hemmstoffe mit einer höheren Effektivität gegen CMV. Heute, 14 Jahre später, sind wir begeistert, dass mit der Zulassung und Markteinführung von PREVYMIS(R) unsere Vision Wirklichkeit geworden ist."

"Wir sind davon überzeugt, dass viele Pharmakonzerne vor einem guten Jahrzehnt einen gravierenden Fehler machten, als sie aus der Anti-Infektiva-Forschung ausstiegen. Die aktuelle Entwicklung - sei es bei Antibiotikaresistenzen oder neuen Seuchen – gibt uns recht", erklärte Dr. Thomas Strüngmann, zusammen mit seinem Bruder Andreas Hauptinvestor von AiCuris. "Als ich das AiCuris Team zum ersten Mal traf, war ich sehr beeindruckt von ihrem Enthusiasmus und ihrem Unternehmergeist, ein Medikament zu entwickeln, das die Behandlung von Infektionskrankheiten grundlegend verändern könnte. Das ist es, was wir als Investoren suchen – Pioniere, die bereit sind, auf ihrem Gebiet neue Wege zu gehen. Ich bin stolz, ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein und ich möchte mich an dieser Stelle bei dem gesamten AiCuris-Team bedanken."

Quelle: AiCuris und MSD


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