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Medizin

21. März 2018 HER2- und triple-negatives Mammakarzinom: Daten zu Eribulin in Kombination mit Checkpoint-Inhibitor

Eribulin ist eine der wenigen Substanzen, die beim fortgeschritten HER2- und/oder triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) das Gesamtüberleben verlängern können. Nun gibt es neue Daten zur Kombinationstherapie mit Pembrolizumab.
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Trotz großer Fortschritte gibt es bei der Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms noch immer Subgruppen, die therapeutisch schwer zugänglich sind. Insbesondere HER2- und triple-negativer Brustkrebs sind weiterhin eine Herausforderung für Onkologen. Etwa 73% der Brustkrebspatientinnen haben HER2-negative Tumoren und 12-13% triple-negative (1). Derzeit gibt es kaum geeignete Therapiestrategien für Patientinnen mit diesen Expressionsmustern, besonders wenn Anthrazyklin- und Taxan-haltige Regime bereits versagt haben.

Eribulin (Halaven®) ist eine zytostatische Substanz, die bei HER2-Brustkrebs oder TNBC erfolgreich eingesetzt wird. Der Wirkstoff hemmt das Wachstum von Mikrotubuli, jedoch auf andere Weise wie Vincristin und Taxane: Es bindet am Plus-Ende der Tubuli, also ohne deren Verkürzungsphase zu behindern, und zerstört dadurch effektiv die mitotischen Spindeln während der Zellteilung. Eribulin ist derzeit als Monotherapie ab der zweiten Therapielinie des lokal fortgeschrittenen und/oder metastasierten Mammakarzinoms zugelassen.

Derzeit wird die Wirksamkeit der Kombination von Eribulin und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (Keytruda®) bei metastasiertem TNBC in einer  einarmigen Phase-Ib/II-Kombinationsstudie ab der ersten Therapielinie des metastasierten TNBC geprüft (2). Von den 28 Patienten sprachen 26,4% (95%-KI: 18,3-35,9) auf die Therapie mit Eribulin plus Pembrolizumab an, 3 zeigten eine komplette und 25 eine partielle Remission. Für diese Patientenpopulation ist das ein sehr gutes Ergebnis.

Patientinnen mit Metastasen ohne Vortherapie profitierten stärker von der Kombinationstherapie (ORR: 29,2% (95%-KI: 18,6-41,8)) als vorbehandelte (22,0% (95%-KI: 10,6-37,6)).
 
Das gute Therapieansprechen korrelierte mit sehr guten Überlebensdaten und einer handhabbaren Toxizität. Die mediane progressionsfreie Überlebenszeit lag bei 4,2 Monaten (95%-KI: 4,1-5,6), die mediane Gesamtüberlebenszeit bei 17,7 Monaten (95%-KI: 13,7-nicht erreicht). Patienten, die auf die Therapie ansprachen, taten dies recht lange: Die mediane Dauer betrug 8,3 (6,5-12,9) Monate.

Dr. rer. nat. Maren Mundt

Quelle: Pressekonferenz „HALAVEN® (Eribulin) als intelligente Therapieoption beim fortgeschrittenen und/oder metastasierten Mammakarzinom“, DKK, 22.03.2018, Berlin; Veranstalter: Eisai

Literatur:

(1) Howlader N et al. J Natl Cancer Inst 2014;106 pii: dju055.
(2) Tolaney SM et al. SABCS 2017; Abstract PD6-13.


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