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Medizin

30. November 2017 Günter Landbeck Excellence Award für Klinische Arbeiten zur Blutgerinnung

Prof. Dr. Harald Schulze vom Uniklinikum Würzburg erhielt den diesjährigen Günter Landbeck Excellence Award in der Kategorie „Klinische Arbeiten“. Der Preis zeichnet herausragende Studien zur Blutgerinnung aus.
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Beim 48. Hämophilie Symposion in Hamburg wurde am 10. November 2017 der diesjährige Günter Landbeck Excellence Award (GLEA) verliehen. Mit der Auszeichnung sollen vielversprechende Forschungsansätze und neue Perspektiven in der Behandlung von Gerinnungsstörungen – insbesondere bei Hämophilie-Patienten – gefördert werden. Preisträger in der Kategorie „Klinische Arbeiten“ ist Prof. Dr. Harald Schulze. Seine Arbeitsgruppe „Experimentelle Hämostaseologie“ ist am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin angesiedelt, der Teil des Uniklinikums Würzburg und des Würzburger Rudolf-Virchow-Zentrums ist.

Test für verschiedene Formen der Storage Pool Disorder entwickelt

Der Preis würdigt die Entwicklung eines Tests zur Unterscheidung verschiedener Gerinnungsstörungen. Im Fokus standen dabei angeborene und erworbene Blutungsstörungen von Kindern. Im Detail ging es um die Erforschung von 2 Formen von Granula (körnchenförmige Einlagerungen) im Inneren von Thrombozyten, von denen bislang nicht bekannt ist, wie sie zur Blutungsstillung beitragen. Prof. Schulze und sein Team untersuchten dazu das Blut von Kindern, die von der Storage Pool Disorder (SPD) betroffen sind. Dies ist ein Sammelbegriff für verschiedene Gerinnungsstörungen, die durch einen Mangel an thrombozytären Granula gekennzeichnet sind. „Um eine gezieltere Diagnostik zu ermöglichen, entwickelten wir ein Testverfahren, das hilft, verschiedene Formen der SPD zu unterscheiden – und das einfach, schnell und kostengünstig. Für unseren Test werden nur minimale Blutmengen benötigt, was besonders bei Kinder mit Blutungsneigung relevant ist“, erklärt der Preisträger.

Der jährliche Günter Landbeck Excellence Award wird außer in der Kategorie „Klinische Arbeiten“ auch für „Experimentelle Arbeiten“ vergeben. Dieser Part ging in 2017 an die Mikrobiologin Dr. Simone Bergmann von der TU Braunschweig. Sie und Prof. Schulze erhielten jeweils ein Preisgeld von 25.000 Euro.

Quelle: Universitätsklinikum Würzburg


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