Montag, 17. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

07. März 2018 Eine "große Koalition" zur Bekämpfung von seltenen Tumorentitäten

Die Firmen Merck und Pfizer haben 2014 eine strategische Allianz zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Avelumab geschlossen. Seit September ist der PD-L1-Inhibitor Avelumab als Bavencio® in Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit metastasiertem Merkelzellkarzinom (mMCC) zugelassen. Während des DKK diskutierten Experten über diese seltene, schwer zu diagnostizierende Erkrankung und erste Erfahrungen mit der Avelumab-Therapie in der Praxis.
Beim Merkelzellkarzinom (MCC) handelt es sich um eine seltene und besonders aggressive Form des Hautkrebses, die vorrangig auf dauerhaft sonnengeschädigter Haut entsteht. Eine Infektion mit dem Merkelzell-Polyomavirus liegt bei 80% aller MCC-Patienten vor. Häufig kommt es zu Metastasen, die bei einem Drittel der Betroffenen schon bei der Erstdiagnose festgestellt werden. Die Prognose des metastasierten MCC (mMCC) ist schlecht, weniger als die Hälfte der Patienten mit mMCC überlebt länger als ein Jahr.

Wirksame Behandlung mit Avelumab

Avelumab stellt die erste in Europa speziell für das mMCC zugelassene medikamentöse Therapie dar. Seine Zulassung basiert auf der offenen, multizentrischen, einarmigen Phase-II-Studie JAVELIN Merkel 200. In dieser Studie wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Avelumab in 2 Kohorten, nämlich Patienten, die zuvor noch keine systemische Therapie bekommen hatten und solchen, die schon nach einer Chemotherapie progredient geworden waren, getestet. ,  Die Ansprechrate der Patienten der ersten Kohorte, die länger als 6 Wochen Avelumab erhalten hatten, betrug 62,1%. Bei denen mit Chemotherapie vorbehandelten Patienten sprachen insgesamt 33,0% auf Avelumab an. 93% der Patienten sprachen mind. 6 Monate und 71% mind. 12 Monate lang an. Avelumab erwies sich als eine verträgliche Therapie, die ambulant durchführbar ist und deren häufigste Nebenwirkungen therapeutisch handhabbar sind

Dr. Annette Junker

Quelle: Satellitensymposium, DKK, 23.02. 2018, Berlin; Veranstalter: Merck-Pfizer


Das könnte Sie auch interessieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Eine "große Koalition" zur Bekämpfung von seltenen Tumorentitäten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren