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Medizin

04. Juni 2018 GIST: Immunologisches Profil ähnelt dem des malignen Melanoms

Mit "whole transcriptome sequencing" wurde in dieser Studie die Genexpressionssignatur, das Vorhandensein von Immun-Infiltraten und somit das immunologische Profil als Basis für einen Therapieansatz mit Immuntherapie bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) analysiert. Dafür wurden 18 GIST-Proben (14 primär, 4 Metastasen) untersucht.
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Fachinformation
In allen Proben ließ sich ein signifikantes Vorhandensein von immun-infiltrierenden Zellen, vor allem Makrophagen (M1, M2) und CD3+ T-Zellen sopwie CD4+ und CD8+ T-Zellen. Im Vergleich zu anderen soliden Tumoren erscheint das immunologische Profil von GIST ähnlich wie das des malignen Melanoms.

Relevantestes Ergebnis war die immunhistochemisch bestätigte hohe Anzahl an CD8+ T-Zellen, was suggeriert, dass die adaptive Immunantwort ein immuntherapeutisches Target sein könnte. Die IHC zeigte auch zytolytische Marker (TIA1) und eine Korrelation zwischen CD8+ T-Zellen und Expression von IFN-Gamma-Signaturgenen. Interessanterweise korrelierte die Überzahl der Makrophagen negativ mit der Anwesenheit von CD4+ und CD8+ T-Zellen, was für ein dynamisches Gleichgewicht von immunsuppressiven und aktiven Komponenten der Immun-Infiltrate spricht. Die Ergebnisse zeigen eine Rationale, neben Tyrosinkinase-Inhibitoren auch Immuntherapie bei GIST als Therapieansatz ins Auge zu fassen.

übers. v. ab

 

Quelle: ASCO 2018, Pantaleo MA et al. Abstract 11534


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