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Medizin

10. Oktober 2018 FoundationOne Liquid jetzt in Deutschland verfügbar: Molekulargenetische Charakterisierung von Tumoren mittels einfacher Blutprobe

Umfassende Tumorprofile ohne Biopsat aus einer einzigen Blutprobe – mit FoundationOne® Liquid bietet Roche diesen Service ab sofort in Deutschland an (1). 70 krebsrelevante Gene solider Tumorerkrankungen können mittels Liquid Biopsy so auf alle therapierelevanten genetischen Alterationen hin untersucht werden (2). Auch die Mikrosatelliteninstabilität (MSI-High), die beispielsweise bei der Entscheidung für eine Krebsimmuntherapie bedeutend sein kann, wird ermittelt (3). Die Ergebnisse werden neutral interpretiert und in einem übersichtlichen Bericht zu- sammengefasst.
FoundationOne® Liquid adressiert ein gravierendes Problem: Gerade bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, die von einer eingehenden, molekulargenetischen Analyse besonders profitieren könnten, steht oftmals kein Biopsat zur Verfügung. So ist zum Beispiel bei rund 15% der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom eine Biopsie nicht möglich, bei 10% kann nicht ausreichend Gewebe zur Analyse gewonnen werden. FoundationOne® Liquid bietet Ärzten und Patienten die Möglichkeit, binnen 14 Tagen, auch ohne Gewebebiopsie, ein umfassendes, molekulargenetisches Tumorprofil zu erstellen, das richtungsweisend für die weitere Therapie sein kann.

„Krebs geht häufig mit einer Veränderung der Gene einher. Molekulargenetische Tumorprofile eröff- nen deshalb die Chance zu einer präzisierten und damit wirkungsvolleren und sicheren Therapie“, sagt Dr. Claudia Ivascu, Roche Pharma AG. „FoundationOne® Liquid schließt hier eine Lücke und erweitert entscheidend die molekulardiagnostischen Möglichkeiten, die bei der Therapieauswahl zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

Die Flüssigbiospie mit FoundationOne® Liquid zeichnet sich durch eine hohe Sensitivität sowie einen hohen positiven Vorhersagewert von 98,5% aus (1). Neben Basensubstitutionen, Insertionen und Deletionen können durch die Hybrid-Capture Next-Generation-Sequencing-Methode mit gleicher Genauigkeit auch typische Gen-Umlagerungen etwa von EGFR, ALK, ROS u. a. ermittelt werden. Auch Gen-Amplifikationen können mit hohem positive-predicitve-value (PPV) und hoher Sensitivität nachgewiesen werden.

Der bestehende Service zur Analyse von Gewebebiopsien, FoundationOne®, wurde zudem ausgebaut und um die mit zugelassenen Therapien assoziierten Gene in fünf Indikationen erweitert. Diese fünf Indikationen umfassen das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, kolorektales Karzinom, Melanom, Mammakarzinom sowie Ovarialkarzinom. FoundationOne® CDx analysiert mehr als 300 krebsrelevante Gene solider Tumoren auf Mutationen und erfasst zudem die Tumormutationslast und Mikrosatelliteninstabilität. Darauf basierende, mögliche Behandlungsoptionen werden in einem neutral interpretierten Report zusammengefasst und können als Entscheidungshilfe bei der Therapieauswahl dienen.

† Sensitivität und positiver Vorhersagewert (PPV) von ≥ 98,5%, da die Sensitivität bei Indels und einer MAF von ≥ 0,5% ≥ 98,5% beträgt für Substitutionen, Insertionen/Deletionen und Umlagerungen mit einer Allelfrequenz (AF) von >0,5%. Für weitere Informationen s. technische Spezifikationen FoundationOne® Liquid.

‡ Sensitivität und PPV bei Gen-Amplifikationen von 95,3% und 97,6 % bei einer tumor fraction von ≥ 20%. Für weitere Informationen s. technische Spezifikationen FoundationOne® Liquid.
 

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Clark TA, et al. Analytical Validation of a Hybrid Capture-Based Next-Generation Sequencing Clinical Assay for Genomic Profiling of Cell-Free Circulating Tumor DNA. J Mol Diagn. 2018; S1525-1578(17)30527-5 [Epub ahead of print].
(2) Foundation Medicine. FoundationOne Liquid Technical Specifications [Internet: abgerufen September 2018]. Verfügbar unter: https://www.foundationmedicine.com/genomic-testing/foundation-one-liquid.
(3) Dudley JC, et al. Microsatellite Instability as a Biomarker for PD-1 Blockade. Clin Cancer Res. 2016; 22:813-20.


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