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Medizin

28. März 2019 Fortschritte in der Onkologie mit CI-Monotherapien

Auf dem Gebiet der Onkologie ist im Moment eine rasante Entwicklung zu verzeichnen. So haben CI das Behandlungsspektrum bei zahlreichen Krebserkrankungen deutlich erweitert und weitere Immuntherapeutika sind in der Pipeline. Eine Herausforderung für die Zukunft wird die Selektion der am besten geeigneten Patienten für die verschiedenen Therapieformen sein.
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Fachinformation
Überlegenheit der CI-Monotherapie

Prof. Dr. Viktor Grünwald, Hannover zeigte am Beispiel der Checkpoint-Inhibitoren (CIs), wie schnell Innovationen die Therapielandschaft verändern können. Nach ersten Erfolgen beim malignen Melanom wurde bald bei zahlreichen Tumorentitäten die Überlegenheit einer CI-Monotherapie im Vergleich zur bisherigen Standardchemotherapie belegt. Als Beispiele nannte der Onkologe vorbehandelte Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), Nierenzellkarzinom (ccRCC), Kopf-Hals-Tumoren (SCCHN) oder Übergangskarzinom der Blase (TCC), bei denen sich im Vergleich zur Chemotherapie ein deutlicher Überlebensvorteil gezeigt hat. Bei denjenigen Patienten, die gut auf eine CI-Therapie ansprechen, lassen sich zudem langanhaltende Remissionen erzielen, während es nach einer Chemotherapie in der Palliativtherapie oft sehr schnell zu einem Rezidiv kommt, erklärte der Onkologe.

Kombination mit TKI beim Nierenzellkarzinom

In einem nächsten Schritt wurden CI auch in Kombination z.B. mit einer Chemotherapie oder TKI-Therapie untersucht. Auch diese Kombinationen haben sich als wirksam und gut verträglich erwiesen, und können somit das Behandlungsspektrum erweitern. Ein Beispiel ist die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC), bei dem in der Keynote-426-Studie die Kombination von Pembrolizumab (Keytruda®) mit Axitinib einen deutlichen Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Sunitinib-Therapie gezeigt hat (1).

Auch CI sind aber keine „magic bullets“, betonte Grünwald. Jeweils nur ein Teil der Patienten spricht auf die Therapie an und einige Tumorarten sind nicht immunogen und daher für diese Therapie nicht geeignet. Die Auswahl der am besten geeigneten Patienten anhand geeigneter Biomarker wird daher eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sein.


 

Maria Weiß

Quelle: Satellitensymposium „Innovation in der Onkologie – wie erreicht sie den Patienten“, im Rahmen der DGHO Frühjahrstagung, 13.03.2019, Berlin; Veranstalter: MSD

Literatur:

(1) Brian I. Rini et al; N Engl J Med (2019); 380: 1116-1127.


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