Montag, 17. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

15. Januar 2019 Fortgeschrittenes RCC: EU-Zulassung für Nivolumab + Ipilimumab als Erstlinientherapie bei intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil

Die Europäische Kommission hat der Kombination von Nivolumab (Opdivo®) und Ipilimumab (Yervoy®) als Erstlinientherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil die Zulassung erteilt. Damit wurde erstmals eine immunonkologische Kombinationstherapie für Patienten mit dieser Art der Tumorerkrankung in der Europäischen Union zugelassen.
Anzeige:
Fachinformation
„Derzeit überleben weniger als 50% der Patienten mit metastasiertem RCC länger als 2 Jahre und es werden nahezu keine Komplettremissionen beobachtet, was deutlich macht, wie dringend neue Behandlungen für diese Erkrankung benötigt werden“, so Bernard Escudier, MD, ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für urogenitale Onkologie am französischen Krebsforschungsinstitut Gustave Roussy. „Die am 11.01.2019 erteilte Zulassung bietet Patienten in der EU eine Möglichkeit zu einer Erstlinientherapie, bei der eine Komplettremissionsrate von fast 10% sowie eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei weniger Nebenwirkungen der Schweregrade 3 und 4 im Vergleich zu Sunitinib nachgewiesen wurde.“

Die Zulassung beruht auf Ergebnissen der klinischen Phase-III-Studie CheckMate-214, die nach einer geplanten Zwischenauswertung vorzeitig gestoppt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kombination von Nivolumab + Ipilimumab zu einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) mit einem um 37% verringerten Sterberisiko bei Patienten mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil führte, verglichen mit dem derzeitigen Therapiestandard Sunitinib (HR=0,63; 99,8%-KI: 0,44-0,89; p<0,0001). Der OS-Vorteil zeigte sich unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression. Das mediane OS wurde bei Patienten, die mit Nivolumab + Ipilimumab behandelt wurden, noch nicht erreicht (95%-KI: 28,2 bis nicht abschätzbar) – unter Sunitinib betrug es 25,9 Monate.

Nivolumab + Ipilimumab führte zudem zu einem langanhaltenden Ansprechen bei einer höheren objektiven Ansprechrate (ORR) von 41,6% (95%-KI: 36,9-46,5; p<0,0001; n=177/425) verglichen mit 26,5% unter Sunitinib (95%-KI: 22,4-31,0; n=112/422) sowie zu einer Komplettremissionsrate von 9,4% im Vergleich zu 1,2% in der Sunitinib-Gruppe. Die mediane Ansprechdauer war bei den Patienten, die auf die Behandlung mit Nivolumab + Ipilimumab ansprachen, noch nicht erreicht (95%-KI: 21,8 bis nicht abschätzbar), verglichen mit 18,2 Monaten unter Sunitinib (95%-KI: 14,8 bis nicht abschätzbar). Die Kombination von Nivolumab + Ipilimumab war gegenüber Sunitinib auch mit insgesamt weniger Nebenwirkungen vom Schweregrad 3 oder 4 assoziiert (65% vs. 76%).

Quelle: Bristol-Myers Squibb


Das könnte Sie auch interessieren

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf
© littlebelli / Fotolia.com

Die Akute Myeloische Leukämie (AML) ist eine sehr komplexe und aggressive Erkrankung, häufig mit einer ungünstigen Prognose. Oft bleiben nach dem ersten Schock für die Patienten viele Fragen im Arzt-Patientengespräch ungestellt oder die Betroffenen können nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Auf der Patientenwebsite www.krebsratgeber.de von Janssen können Betroffene gezielt Antworten rund um das Thema AML in expertengeprüften...

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden
© kras99 / fotolia.com

Die Entwicklung von Systemen mit Künstlicher Intelligenz geht rasend schnell voran – auch in der Medizin. 2017 hat in China mit dem kleinen Roboter-Arzt „Xiaoyi“ erstmals ein System mit Künstlicher Intelligenz das ärztliche Examen bestand. Auch die Früherkennung von Darmkrebs könnte in Zukunft durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbessert werden. In aktuellen Untersuchungen konnten die lernfähigen Systeme mit hoher Genauigkeit...

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?
© Darren Baker / Fotolia.com

Eine seltene Krebsart bringt nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte an ihre Grenzen. Dabei sind seltene Krebsarten gar nicht so selten wie die Bezeichnung vermuten lässt. Rund 100.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer solchen Krebserkrankung. Im aktuellen Monatsthema stellt das ONKO-Internetportal die wichtigsten seltenen Krebsarten, die damit verbundenen Herausforderungen bei der Therapie sowie Initiativen für betroffene Patienten vor.

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel verpflichtet, sondern möchte durch Initiativen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Fortgeschrittenes RCC: EU-Zulassung für Nivolumab + Ipilimumab als Erstlinientherapie bei intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren