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Medizin

20. Oktober 2018 Fortgeschrittener HR+/HER2- Brustkrebs: Erste Phase-III-Studie zeigt PFS-Vorteil für HDAC-Inhibitor + Exemestan

Der epigenetische Therapieansatz mit HDAC-Inhibitoren ist es wert, weiter verfolgt zu werden. Diese Einschätzung legen die ersten Ergebnisse einer heute auf dem ESMO präsentierten randomisierten Phase-III-Studie (1) mit dem in China entwickelten oralen Subtyp-selektiven HDAC-Inhibitor Chidamide nahe.
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Epigenetische Therapie vielversprechend bei HR-positivem Mammakarzinom

HDAC-Inhibitoren haben in der Vergangenheit bereits zeigen können, dass sie eine Resistenz gegenüber einer Hormontherapie aufheben können (2), welche die Therapie der Wahl bei Patienten mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs darstellt. Bisher konnte jedoch keine randomisierte Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit einem HDAC-Inhibitor eine Überlegenheit gegenüber herkömmlichen Therapien zeigen.

In die Studie wurden 356 Patientinnen (HR+, HER2-negativ) nach Progress unter endokriner Therapie eingeschlossen. 2:1 randomisiert bekamen sie entweder Chidamide + Exemestan oder Placebo + Exemestan. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug in der Verum-Gruppe 7,4 Monate vs. 3,8 Monate (HR=0,755; p=0,0336).

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (AEs) in der Chidamide-Gruppe vom Grad 3/4 waren Neutropenie (50,8% vs. 2,5%) und Thrombozytopenie (27,5% vs. 2,5%).

Jetzt werden Studien in westlichen Patientenpopulationen notwendig, die einen HDAC-Inhibitor mit dem bisherigen Standard (endokrine Therapie + Everolimus bzw. endokrine Therapie + CDK4/6-Inhibitor) vergleichen.

(übers. v. ab)

Quelle: ESMO 2018

Literatur:

1. Zefei Jiang, presented at ESMO (Presidential Symposium 1) Abstract 283O_PR (Phase III trial of chidamide, a subtype selective histone deacetylase(HDAC) inhibitor, in combination with exemestane in patients with hormone receptor-positive advanced breast cancer,Annals of Oncology, Volume 29 Supplement 8 October 2018)


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