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20. November 2018

Forschungspreis „NSCLC 2018" für Arbeiten zum ALK+ NSCLC verliehen

Weltweit sind 80%-85% aller Lungentumoren nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC), welche zu den häufigsten Krebstodesursachen mit hoher Mortalität zählen (1,2). Der Forschungsbedarf im seltenen, anaplastische Lymphomkinase-positiven (ALK+) NSCLC, welches 2007 erstmalig beschrieben wurde, ist besonders hoch, denn die Erkrankung ist nach wie vor nicht heilbar (3). Gemäß dem eigenen Antrieb „Innovationen fördern“ hat Takeda Oncology herausragende Arbeiten aus der präklinischen und klinischen Forschung mit Schwerpunkt ALK+ NSCLC mit einem Forschungspreis gewürdigt. Dieser wurde im Rahmen eines Takeda-Symposiums bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Wien verliehen.
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Beim NSCLC können verschiedene onkogene Treibermutationen auftreten, die u.a. zu einem Überleben der Tumorzelle, vermehrter Proliferation und Inhibierung der Apoptose führen können (4). Ein Beispiel ist die Translokation im ALK-Gen, welche die Bildung von ALK-Fusionsonkogenen (meist ALK-EML4) zur Folge hat. Derartige Translokationen weisen nur ein vergleichsweise geringer Prozentsatz der NSCLC-Patienten auf (5). Jährlich erkranken ca. 40.000 Patienten weltweit an ALK+ NSCLC (6). Oft sind Nichtraucher oder Raucher mit geringer Zigarettenexposition von der schwerwiegenden Erkrankung betroffen (7). Trotz der Innovationen der vergangenen Jahre gilt das ALK+ NSCLC nach wie vor als unheilbare Krankheit.
 
Umso wichtiger: zielgerichtete Therapiestrategien

Die Therapie des NSCLC hängt individuell vom Tumorstadium, der Subgruppe und dem Therapieziel (kurativ, palliativ) ab. Der ALK-Translokationsstatus spielt für die Patienten eine außerordentlich bedeutende Rolle, denn zielgerichtete Therapien verringern das Progressionsrisiko der Erkrankung im Vergleich zur Standardbehandlung deutlich (8-9). „Das ALK+ NSCLC ist eine lebensbedrohliche Erkrankung und Patienten benötigen – trotz der Innovationen der vergangenen Jahre – dringend neue Therapieoptionen. Die zielgerichtete Behandlung bietet den Patienten die Chance auf ein längeres Leben. Deshalb fördern wir nicht zuletzt durch unseren Forschungspreis relevante Innovationen in diesem Bereich“, so Dr. Julian Kretz, Medical Advisor Oncology bei Takeda, im Rahmen der Preisverleihung beim DGHO in Wien.
 
Forschungspreis NSCLC 2018 fördert Innovationen

Der mit insgesamt 70.000 € dotierte Forschungspreis NSCLC 2018 entspricht dem Antrieb von Takeda Oncology, Innovationen zu fördern. Hierzu wurde ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium, bestehend aus Dr. Amanda Tufman, LMU Klinikum der Universität München, Prof. Dr. Martin Reck, LungenClinic Grosshansdorf, und Prof. Dr. Christian Witt, Charité Berlin, berufen, wegweisende Projekte zu prämieren. In diesem Jahr wurden aufgrund der starken Innovationskraft der eingereichten Arbeiten sogar 2 erste Plätze mit jeweils 30.000 € ausgelobt:
  • Dr. Petros Christopoulus, Thoraxklinik an der Universität Heidelberg, für seine Arbeit „Defining and monitoring molecular risk in ALK+ NSCLC
  • Prof. Dr. Rocio Sotillo, DKFZ Heidelberg, für seine Arbeit „Understanding the biological properties, tumorigenic potential and resistance mechanisms of EML4-ALK variants“.
Darüber hinaus erzielten Dr. rer. nat. Christina Alidousty, Institut für Pathologie, und Anna Kron, Netzwerk Genomische Medizin, beide am Universitätsklinikum Köln, mit „TP53 mutations define a subgroup of ALK-rearranged Non-Small-Cell Lung Cancer with genetic instability and unfavorable treatment outcome“ den mit 10.000 € dotierten dritten Platz. „Wir freuen uns sehr, mit dem erstmalig in der Indikation ausgelobten Forschungspreis die prämierten, wegweisenden Arbeiten unterstützen zu können und werden das wertvolle Programm auch in den kommenden Jahren fortschreiben“, kommentierte PD Dr. Hartwig Büttner, Head of Medical Affairs Oncology, abschließend die Entscheidung des Gremiums.
Quelle: Takeda
Literatur:
(1) American Cancer Society. Online unter: https://www.cancer.org/cancer/non-small-cell-lung-cancer/about/what-is-non-small-cell-lung-cancer.html. Letzter Zugriff: 12.11.2018.
(2) Onkopedia Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)“. Stand November 2018. Online unter:  https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@view/html/index.html; Letzter Zugriff: 12.11.2018.
(3) Gerber DE et al. Cancer Cell 2010;18(6):548-551.
(4) Boolell V et al. Cancers 2015;7(3):1815-1846.
(5) Nix NM et al. J Adv Pract Oncol 2015;6(2):156-160.
(6) Chia PL et al. Clin Epidemiol 2014;6:423-432.
(7) Shaw AT et al. Clin Cancer Res 2011;17(8):2081-2086.
(8) Shaw AT et al. N Engl J Med 2013;368(25):2385-2394.
(9) Zhang L et al. Oncotarget 2016;7(46):75145-75154.
 
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