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Medizin

18. April 2019 Fertilitätserhaltende Maßnahmen nach keimzellschädigender Therapie wird Kassenleistung

Am 1. Mai 2019 tritt das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Kraft. Mit dem Gesetz wurde u.a. eine wichtige Änderung im Sozialgesetzbuch V beschlossen. Danach übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für fertilitätserhaltende Maßnahmen wie Kryokonservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen bei Patientinnen und Patienten, die sich einer keimzellschädigenden Therapie unterziehen müssen. Die neue Regelung betrifft jährlich ca. 10.500 Mädchen und Frauen mit Krebsdiagnose bis zum vollendeten 40. Lebensjahr und 20.400 krebserkrankte Jungen und Männer bis zum 50. Lebensjahr.
Rund 80% der in den ersten 4 Lebensjahrzehnten an Krebs erkrankten Kinder und jungen Erwachsenen können heute geheilt werden. Damit rücken mögliche Langzeitfolgen der Krebserkrankung und ihrer Behandlung in den Fokus, darunter das Risiko der Unfruchtbarkeit. Bisher mussten an Krebs erkrankte junge Frauen und Männer und die Eltern erkrankter Kinder für die Finanzierung fruchtbarkeitserhaltender Maßnahmen selbst aufkommen. Viele der Betroffenen waren nicht in der Lage, die notwendigen Mittel von bis zu 4.300 Euro aufzubringen. Die gesetzliche Regelung macht es nun möglich, dass alle jungen Patientinnen und Patienten die Chance auf eigene Kinder erhalten.

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. und die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs (DSfjEmK) haben sich jahrelang für die Kostenübernahme fruchtbarkeitserhaltender Maßnahmen durch die Krankenkassen eingesetzt und die Initiative für die jetzt in Kraft tretende Gesetzesänderung betrieben.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie / Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs


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