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Medizin

23. Mai 2019 European Liquid Biopsy Society: Europaweites Netzwerk zu Forschung und Anwendung der Flüssigbiopsie

Anfang Mai wurde im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die European Liquid Biopsy Society (ELBS) gegründet. Über 40 europäische Partner aus Forschung, Klinik und Wirtschaft wollen gemeinsam die Forschung rund um die Flüssigbiopsie sowie deren Einsatz in der Praxis vorantreiben. Prof. Dr. Klaus Pantel vom Institut für Tumorbiologie des UKE hat die Leitung des Konsortiums übernommen. Damit wird das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) zum zentralen europäischen Knotenpunkt der Krebsforschung in diesem Bereich.
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Identifikation von CTC

Schon eine einfache Blutentnahme könnte Aufschluss geben, wie eine Krebstherapie anschlägt oder wann die Behandlung besser umgestellt werden sollte. Mit der Liquid Biopsy entwickeln die Forscher des UKE ein vielversprechendes Diagnose- und Therapieverfahren, indem sie im Blut treibende Tumorzellen (CTC) und Erbgut-Fragmente (ctDNA) identifizieren und diese auf bestimmte Biomarker untersuchen. Ziel der Forschung ist es, zukünftig anhand solcher Marker vorhersagen zu können, wie gut eine Therapie anschlägt, ob ein Rezidiv droht oder ob überhaupt eine Ersterkrankung vorliegt.

Ziel: Nutzen für klinische Praxis

„Wir haben heute eine Vielzahl an wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema, aber die Übertragung des Verfahrens in die klinische Versorgung ist noch stark ausbaufähig“, sagt Prof. Pantel, der mit seinen europäischen Kollegen seit Jahrzehnten an diesem Thema arbeitet. Die neugegründete European Liquid Biopsy Society (ELBS), die das bisherige EU-Projekt CANCER-ID Konsortium ablöst, arbeitet mit Hochdruck daran, das Verfahren der Flüssigbiopsie in die klinische Praxis bringen. „Um das zu erreichen, bringen wir in der ELBS Menschen und Institutionen aus ganz Europa zusammen, die daran arbeiten möchten, die vielversprechenden Forschungsergebnisse in die Klinik zu bringen, sodass in Zukunft die Krebspatienten auch wirklich davon profitieren können“, so Prof. Pantel.

Netzwerk

Die über 40 internationalen Partner der ELBS werden sich künftig noch enger über aktuelle Forschungsprojekte und klinische Studien austauschen und gegenseitig unterstützen, etwa bei der Kommunikation mit Regulierungsbehörden. Zudem wollen sie gemeinsam an der Entwicklung von Standards für die medizinische Praxis arbeiten. „Eine so umfangreiche Koordination und Zusammenarbeit rund um die Liquid Biopsy ist weltweit einzigartig, sodass wir sehr stolz darauf sind, hier eine Führungsrolle einzunehmen“, so Pantel, der die Arbeit der Gesellschaft von Hamburg aus im Rahmen des UCCH Netzwerkes koordinieren wird.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


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