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Medizin

18. Dezember 2017
Seite 1/2
Erste S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Lymphödems

Erstmals ist nach den Regularien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine S2k-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie des Lymphödems entwickelt worden (AWMF Reg.-Nr. 058-001). An der neuen Leitlinie waren die Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL) und die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL) federführend beteiligt. Insgesamt haben 32 wissenschaftliche Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Leitlinie mitgewirkt. Auch Patientenselbsthilfegruppen wurden einbezogen.
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Die S2k-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie des Lymphödems bildet mit Diagnostik, konservativer Therapie, chirurgischer Therapie und Primärprävention den aktuellen Stand der Behandlung von Lymphödemen ab. „Wir erhoffen uns von der Umsetzung der Leitlinie in der Praxis, dass Lymphödeme seltener auftreten und nach der Behandlung idealerweise ein ödemfreier Zustand erreicht wird. Für unsere Patienten bedeutet dies mehr Lebensqualität sowie eine gesteigerte Teilhabe am sozialen Leben“, ordnet Prof. Dr. Michael Koller, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der GDL sowie Leiter des Zentrums für Klinische Studien am Universitätsklinikum Regensburg, die Bedeutung der Leitlinie für die Lymphologie ein. Die Empfehlungen der Leitlinie beruhen auf wissenschaftlichen Grundlagen. Die bisherige S1-Leitlinie zum Lymphödem (AWMF Reg.-Nr. 058-001) bedurfte einer Verlängerung. Im Zuge dessen hat sich die Leitliniengruppe für eine Aufwertung Richtung S2k entschieden. Die konsensbasierten S2k-Leitlinien bieten Medizinern einen Handlungs- und Entscheidungskorridor, von dem in begründeten Ausnahmen aber auch abgewichen werden kann. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer S1-Leitlinie lediglich um eine Empfehlung einer repräsentativ zusammengesetzten Expertengruppe.
 
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