Dienstag, 26. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

29. Mai 2018
Seite 1/2
Erkenntnisse zur Krebsimmuntherapie und Personalisierten Medizin

Ende dieser Woche startet die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO). Rund 35.000 Teilnehmer werden vom 1. bis 5. Juni 2018 nach Chicago, Illinois/USA, kommen, um sich auf dem weltweit größten Krebskongress über aktuelle Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten auszutauschen. Als führendes Unternehmen in der Onkologie trägt Roche erneut entscheidend zu diesem Fortschritt bei: Im Rahmen des ASCO veröffentlicht Roche über 180 Abstracts zu rund 20 Substanzen gegen 13 Krebsarten. Im Fokus stehen neue Erkenntnisse aus dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Krebsimmuntherapie. Darüber hinaus präsentiert Roche unter anderem neue Daten zur personalisierten Behandlung von Patienten mit ALK-positivem Lungenkrebs.
Anzeige:
Innerhalb der Forschung und Entwicklung von Roche nimmt die Krebsimmuntherapie eine herausragende Stellung ein. In diesem Bereich erforscht Roche aktuell rund 20 Substanzen – mehr als die Hälfte davon bereits im Rahmen klinischer Studien. Ein besonderer Schwerpunkt: Kombinationstherapien. Denn die Kombination unterschiedlicher Wirkprinzipien kann dazu beitragen, dass künftig mehr Patienten genau die Krebsimmuntherapie erhalten, die auf die individuellen Eigenschaften des jeweiligen Tumors abgestimmt ist. So wird allein der PD-L1-Antikörper Atezolizumab (Tecentriq®▼), der als Monotherapie in der EU seit 2017 beim Urothel- und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im jeweils fortgeschrittenem Stadium zugelassen ist (1), aktuell in mehr als 50 Studien in Kombinationen mit Chemotherapien, zielgerichteten Substanzen und anderen Krebsimmuntherapien untersucht.

Tecentriq plus Avastin verlängert Überleben bei Lungenkrebs

Zentrale Ergebnisse zu Kombinationsstrategien mit Tecentriq präsentiert Roche im Rahmen des diesjährigen ASCO: So werden erste Resultate der Phase-III-Studie IMpower131 zeigen, dass NSCLC-Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom signifikant länger progressionsfrei bleiben, wenn sie Tecentriq zusätzlich zu einer Chemotherapie erhalten. Die entsprechenden Daten werden erstmals als Late Breaking Abstract (LBA9000) am 4. Juni veröffentlicht.

Weiterhin belegen Ergebnisse der Phase-III-Studie IMpower150 (Abstract 9002), dass die zusätzliche Behandlung mit Tecentriq das Überleben von zuvor unbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-plattenepithelialem NSCLC gegenüber der alleinigen Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Chemotherapie signifikant im Median um 4,5 Monate verlängert (19,2 vs. 14,7 Monate; HR: 0,78; p = 0,016). Weitere Belege für die Rationale einer Kombination des PD-L1-Antikörpers Tecentriq mit dem VEGF-Antikörper Avastin liefern zudem Resultate der Phase-III-Studie IMmotion151 beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (Abstract 4511) sowie erste Ergebnisse aus einer Phase-Ib-Studie beim fortgeschrittenen Leberzellkarzinom (Abstract 4074).

Wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zu einer personalisierten Krebsimmuntherapie liefern zwei Arbeiten, in denen die Mutationslast („Tumor mutational burden“; TMB) als möglicher Prädiktor für das Ansprechen auf Tecentriq untersucht wurde. Sowohl die Resultate einer Blut-basierten Analyse beim NSCLC (Abstract 12001) als auch jene einer Gewebe-basierten Analyse mittels FoundationOne® bei verschiedenen soliden Tumoren (Abstract 12000) weisen darauf hin, dass eine hohe Mutationslast mit einem besonders guten Ansprechen auf den PD-L1-Inhibitor einhergeht.

Personalisierte Medizin: Neue Daten zu Alecensa in der First-Line beim ALK+ NSCLC

Im Bereich der Personalisierten Medizin präsentiert Roche unter anderem neue Resultate zu unserem ALK-Inhibitor Alecensa®▼(Alectinib), der seit dem vergangenen Jahr zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC zugelassen ist (2). Eine aktuelle Auswertung der Phase-III-Zulassungsstudie ALEX (Abstract 9043), die nun auf dem ASCO vorgestellt wird, zeigt: Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die Alecensa als First-Line-Therapie erhalten, bleiben im Median fast 3 Jahre progressionsfrei – und damit mehr als dreimal länger als im Vergleichsarm mit Crizotinib (34,8 vs. 10,9 Monate). Das entspricht einer Reduktion des Progressionsrisikos um 57%.
 
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

Krebsgesellschaften: Unterstützer der Patienten

Krebs zählt zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Tag für Tag sterben etwa 20.000 Menschen an einer Krebserkrankung. Allein 2012 gab es laut Schätzungen der WHO etwa 8,2 Millionen krebsbedingte Todesfälle.* Dieser Herausforderung zu begegnen, war schon immer das Bestreben von klinischen und niedergelassenen Ärzten, universitären Wissenschaftlern und der forschenden Pharmaindustrie. Wichtiges Bindeglied untereinander, aber auch zum Patienten, sind die...

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden
© kras99 / fotolia.com

Die Entwicklung von Systemen mit Künstlicher Intelligenz geht rasend schnell voran – auch in der Medizin. 2017 hat in China mit dem kleinen Roboter-Arzt „Xiaoyi“ erstmals ein System mit Künstlicher Intelligenz das ärztliche Examen bestand. Auch die Früherkennung von Darmkrebs könnte in Zukunft durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbessert werden. In aktuellen Untersuchungen konnten die lernfähigen Systeme mit hoher Genauigkeit...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen verantwortlich. Ein Hamburger Forscherteam macht sich nun...

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer...

Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: „Aktiv gegen Krebs“

Das Vermitteln von Wissen zum Thema Krebs versteht die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. (SKG) als ihre vordringlichste Aufgabe. Das betrifft das Wissen der Betroffenen, also der an Krebs erkrankten Menschen, die sich in allen
Fragen rund um ihre Erkrankung an die SKG wenden können, wie auch das Wissen der Bevölkerung. "Wir wollen vermitteln, dass man mit Krebs leben kann", erklärt Professor Dr. Ursula Froster, Vorstandsvorsitzende der SKG.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erkenntnisse zur Krebsimmuntherapie und Personalisierten Medizin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.