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Medizin

29. Mai 2018
Seite 1/2
Erkenntnisse zur Krebsimmuntherapie und Personalisierten Medizin

Ende dieser Woche startet die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO). Rund 35.000 Teilnehmer werden vom 1. bis 5. Juni 2018 nach Chicago, Illinois/USA, kommen, um sich auf dem weltweit größten Krebskongress über aktuelle Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten auszutauschen. Als führendes Unternehmen in der Onkologie trägt Roche erneut entscheidend zu diesem Fortschritt bei: Im Rahmen des ASCO veröffentlicht Roche über 180 Abstracts zu rund 20 Substanzen gegen 13 Krebsarten. Im Fokus stehen neue Erkenntnisse aus dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Krebsimmuntherapie. Darüber hinaus präsentiert Roche unter anderem neue Daten zur personalisierten Behandlung von Patienten mit ALK-positivem Lungenkrebs.
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Innerhalb der Forschung und Entwicklung von Roche nimmt die Krebsimmuntherapie eine herausragende Stellung ein. In diesem Bereich erforscht Roche aktuell rund 20 Substanzen – mehr als die Hälfte davon bereits im Rahmen klinischer Studien. Ein besonderer Schwerpunkt: Kombinationstherapien. Denn die Kombination unterschiedlicher Wirkprinzipien kann dazu beitragen, dass künftig mehr Patienten genau die Krebsimmuntherapie erhalten, die auf die individuellen Eigenschaften des jeweiligen Tumors abgestimmt ist. So wird allein der PD-L1-Antikörper Atezolizumab (Tecentriq®▼), der als Monotherapie in der EU seit 2017 beim Urothel- und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im jeweils fortgeschrittenem Stadium zugelassen ist (1), aktuell in mehr als 50 Studien in Kombinationen mit Chemotherapien, zielgerichteten Substanzen und anderen Krebsimmuntherapien untersucht.

Tecentriq plus Avastin verlängert Überleben bei Lungenkrebs

Zentrale Ergebnisse zu Kombinationsstrategien mit Tecentriq präsentiert Roche im Rahmen des diesjährigen ASCO: So werden erste Resultate der Phase-III-Studie IMpower131 zeigen, dass NSCLC-Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom signifikant länger progressionsfrei bleiben, wenn sie Tecentriq zusätzlich zu einer Chemotherapie erhalten. Die entsprechenden Daten werden erstmals als Late Breaking Abstract (LBA9000) am 4. Juni veröffentlicht.

Weiterhin belegen Ergebnisse der Phase-III-Studie IMpower150 (Abstract 9002), dass die zusätzliche Behandlung mit Tecentriq das Überleben von zuvor unbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-plattenepithelialem NSCLC gegenüber der alleinigen Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Chemotherapie signifikant im Median um 4,5 Monate verlängert (19,2 vs. 14,7 Monate; HR: 0,78; p = 0,016). Weitere Belege für die Rationale einer Kombination des PD-L1-Antikörpers Tecentriq mit dem VEGF-Antikörper Avastin liefern zudem Resultate der Phase-III-Studie IMmotion151 beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (Abstract 4511) sowie erste Ergebnisse aus einer Phase-Ib-Studie beim fortgeschrittenen Leberzellkarzinom (Abstract 4074).

Wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zu einer personalisierten Krebsimmuntherapie liefern zwei Arbeiten, in denen die Mutationslast („Tumor mutational burden“; TMB) als möglicher Prädiktor für das Ansprechen auf Tecentriq untersucht wurde. Sowohl die Resultate einer Blut-basierten Analyse beim NSCLC (Abstract 12001) als auch jene einer Gewebe-basierten Analyse mittels FoundationOne® bei verschiedenen soliden Tumoren (Abstract 12000) weisen darauf hin, dass eine hohe Mutationslast mit einem besonders guten Ansprechen auf den PD-L1-Inhibitor einhergeht.

Personalisierte Medizin: Neue Daten zu Alecensa in der First-Line beim ALK+ NSCLC

Im Bereich der Personalisierten Medizin präsentiert Roche unter anderem neue Resultate zu unserem ALK-Inhibitor Alecensa®▼(Alectinib), der seit dem vergangenen Jahr zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC zugelassen ist (2). Eine aktuelle Auswertung der Phase-III-Zulassungsstudie ALEX (Abstract 9043), die nun auf dem ASCO vorgestellt wird, zeigt: Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die Alecensa als First-Line-Therapie erhalten, bleiben im Median fast 3 Jahre progressionsfrei – und damit mehr als dreimal länger als im Vergleichsarm mit Crizotinib (34,8 vs. 10,9 Monate). Das entspricht einer Reduktion des Progressionsrisikos um 57%.
 
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