Mittwoch, 26. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

09. November 2018 ESMO: Neue Studiendaten bestätigen Stellenwert von Alectinib als Firstline-Therapeutikum

Alectinib (Alecensa® ▼) hat sich seit der Firstline-Zulassung (1) schnell als Mittel der Wahl zur Behandlung von Therapie-naiven Patienten mit ALK*-positivem NSCLC etabliert. Die für die Zulassung entscheidenden Daten der ALEX-Studie (2) haben nicht nur die klinische Praxis beeinflusst, sondern wurden bereits in verschiedenen Leitlinien berücksichtigt. So wird in der jüngst akutalisierten Leitlinie der DGHO die Firstline-Therapie mit Alectinib bei ALK-positivem NSCLC ausdrücklich empfohlen (3). In der seit Oktober 2018 gültigen ESMO-Leitlinie erhielt Alectinib den Empfehlungsgrad 1,A für die Firstline-Behandlung (4). Zudem wurde auf dem diesjährigen ESMO-Kongress die dritte Phase-III-Studie zu Alectinib vorgestellt:
ALESIA unterstreicht die Evidenz von Alecensa® in der Firstline-Therapie und bestätigt die Daten der vorangegangenen Studien ALEX und J-ALEX. ALESIA belegt die signifikante Überlegenheit von Alectinib gegenüber Crizotinib hinsichtlich der systemischen und ZNS-Wirksamkeit: Der primäre Endpunkt, das von den Prüfärzten bewertete PFS, wurde erreicht: Das mediane PFS der mit Crizotinib behandelten Patienten lag bei 11,1 Monaten, während in der Alectinib-Gruppe noch kein medianes PFS erreicht wurde (HR=0,22; 95%-KI: 0,13-0,38; p<0,0001). Damit reduziert eine Therapie mit Alectinib das Risiko, dass die Erkrankung fortschreitet oder zum Tod führt, um 78%. Auch das durch ein unabhängiges Komitee bewertete mediane PFS lag unter Crizotinib signifikant unter dem der Alectinib-Gruppe (10,7 Monate vs. n.e.; HR=0,37; 95%-KI: 0,22-0,61; p<0,0001) (5). Zudem reduziert Alecensa das Risiko einer Krankheitsprogression im ZNS um 86% (HR=0,14; 95%-KI: 0,06-0,30; p<0,0001) (5). Das Sicherheits- und Nebenwirkungsprofil von Alecensa war in der ALESIA-Studie konsistent zu dem bisherigen (1, 5).

ALESIA-Studie

ALESIA ist eine Phase-IIIb/IV-Studie, bei der im Head-to-Head-Vergleich die Wirksamkeit von Alecensa und Crizotinib untersucht wurde. In die Studie wurden 187 Therapie-naive, asiatische Patienten eingeschlossen; 125 Patienten erhielten zweimal täglich 600 mg Alectinib, 62 Patienten zweimal täglich 250 mg Crizotinib (5).

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkennt-nisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax oder an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de oder Fax: +49 (0)228 / 207-5207)).

  *Anaplastische Lymphomkinase
 

Quelle: ESMO 2018

Literatur:

(1) Aktuelle Fachinformation Alecensa®
(2) Peters S et al. N Engl J Med 2017; 377:829-838
(3) Griesinger F et al. Onkopedia-Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)“, Stand: November 2018
(4) Planchard D et al. Annals of Oncology (2018) 29 (suppl_4): iv192–iv237
(5) Zhou C et al. Abstract #LBA10; ESMO 2018, 19.-25.09.2018, München (Deutschland)
 


Das könnte Sie auch interessieren

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

Brustkrebs: Wissen schafft Mut

Brustkrebs: Wissen schafft Mut
© drubig-photo / Fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs
© DKMS gemeinnützige GmbH

Die DKMS ist zum vierten Mal mit einer Registrierungsaktion Teil des Wacken Open Air Festivals (W:O:A). Vom 3. bis zum 5. August 2017 können sich Besucher nicht nur über die lebensrettende Arbeit der internationalen gemeinnützigen Organisation informieren sondern sich auch als potenzielle Spender aufnehmen lassen. Parallel sind die Unterstützerinnen der Initiative „Wacken hilft“ mit viel Herzblut im Einsatz und verkaufen im Ort selbst gebackenen Kuchen zugunsten der DKMS...

Neue Website für Patienten: Schöne Momente trotz Krebs

Neue Website für Patienten: Schöne Momente trotz Krebs
© Die-Schönen-Momente.de

Accuray Inc. präsentiert Die-Schoenen-Momente.de, eine neue Patientenwebsite zum Thema Krebs. Die-Schoenen-Momente.de ist eine umfassende Online-Anlaufstelle zu zahlreichen Themen, die Patienten und ihren Angehörigen wichtig sind: von den unterschiedlichen Krebstherapien über die richtige Ernährung bis hin zu Tipps für die Pflege persönlicher Beziehungen. So unterstützt die Website Patienten dabei, trotz Krebserkrankung eine hohe Lebensqualität zu...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ESMO: Neue Studiendaten bestätigen Stellenwert von Alectinib als Firstline-Therapeutikum"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren