Sonntag, 25. Oktober 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Venclyxto
 

Medizin

31. Januar 2019 EAC und AEG: Adjuvante Therapie mit Durvalumab machbar und sicher

Ca. 30% der Patienten mit lokal fortgeschrittenem Adenokarzinom des Ösophagus (LA-EAC) erreichen mit simultaner Radiochemotherapie (RCT) gefolgt von Ösophagektomie eine komplette pathologische Remission (pCR). 70% jedoch haben ein hohes Rezidivrisiko mit einer 1-Jahres-rezidivfreien Überlebensrate (RFS) von 50%. Bisher konnte noch keine adjuvante Therapie das Überleben verbessern. Eine nun auf dem ASCO-GI präsentierte Phase-II-Studie (NCT02639065) untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit von Durvalumab bei jenen Patienten mit LA-EAC und Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs (AEG), die keine pCR nach neoadjuvanter RCT und R0-Resektion erreicht hatten.
Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 
24 Patienten (medianes Alter: 60 Jahre, Range: 43-74) wurden in die Studie eingeschlossen, 14 mit AEG und 10 mit distalem EAC. Nach einem medianen Follow-up von 11,7 Monaten (1,7-23,9 Monate) hatten 7 Patienten (29%) ein Rezidiv, wovon 5 noch am Leben und 2 verstorben waren. 17 Patienten (67%) waren krankheitsfrei (unter Behandlung: 6; Behandlung abgeschlossen: 7; abgebrochene Behandlung: 3).

Das 1-Jahres-RFS betrug 78,6%, das prognostizierte 26-Monats-RFS 62,9%. 5 Patienten (20,8%) entwickelten Grad-3-Nebenwirkungen (AEs): Diarrhoe (n=1), Hepatitis (n=1), Enzephalopathie (n=1), Hyperglykämie (n=1), Hypoklykämie (n=1). Die häufigsten Grad 1 und 2 AEs waren Fatigue (33,3%), Nausea (25,0%) und Pertussis (20,8%).

Eine adjuvante Therapie mit Durvalumab bei EAC- und AEG-Patienten mit Resterkrankung nach trimodaler Therapie ist sicher und führte zu einer höheren 1-Jahres-RFS-Rate im Vergleich zur historischen Rate (78,6% vs. 50%).

(übers. v. UM)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Mamdani H et al. J Clin Oncol 2019;37(suppl 4; abstr 5).


Anzeige:
Pegfilgrastim

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"EAC und AEG: Adjuvante Therapie mit Durvalumab machbar und sicher"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab