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Medizin

18. Juli 2012 Deutsche Krebshilfe fördert Studie zur Therapie beim Blasenkrebs mit 860.000 Euro

Mit 860.000 Euro fördert die Deutsche Krebshilfe eine Studie zur Therapie des oberflächlichen Harnblasenkrebs. Auf deutscher Seite wird diese Studie durch die Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Jena geleitet. Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm, Direktor der Klinik für Urologie am UKJ: „Das oberflächliche Harnblasenkarzinom liegt auf Rang fünf der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Jährlich erkranken in Deutschland rund 16.000 Personen daran.“

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Fachinformation

Die Studie soll die Immuntherapie mit dem Therapeutikum BCG („Bacillus-Calmette-Guèrin“) optimieren. Ein Ziel dieser Therapieform ist es zu verhindern, dass der Tumor nach der operativen Entfernung erneut auftritt und von den oberflächlichen Schichten der Blase in die Blasenwand vordringt. Denn in diesem Stadium ist eine Therapie deutlich schwerer. Prof. Grimm: „Die Betroffenen verlieren dann ihre Blase. Daher setzt die Therapie direkt dann an, wenn das Karzinom noch auf die Oberfläche begrenzt ist. Bleibt das Karzinom an der Oberfläche, kann die Blase erhalten werden.“ Die Studie ist auf über fünf Jahre angelegt, europaweit sollen 1.000 Patienten daran teilnehmen, alleine in Deutschland 400. Die Klinik für Urologie in Jena ist das deutsche Studienzentrum, in dem die Ergebnisse aus über 30 teilnehmenden Kliniken im gesamten Bundesgebiet zusammenlaufen werden. BCG wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und ursprünglich als Schutz gegen die Tuberkulose eingesetzt.

Bei der BCG-Therapie erfolgt der Zugang über einen Katheter in die Blase. Dort löst der Stoff eine lokale Immunreaktion aus, die den Übergang des Tumors verhindern soll. Grimm: „Grob vereinfacht kann man sagen, dass abgeschwächte Bakterien das Krebswachstum verhindern sollen. Dabei kann es allerdings zu Symptomen einer Blasenentzündung kommen, zum Beispiel häufigem Harndrang oder schmerzhafter Blasenentleerung. Daher steht nun die Frage im Vordergrund, wie diese Therapie optimiert und mögliche Nebenwirkungen vermindert werden können, etwa in dem man die Häufigkeit der Anwendungen reduziert.“

Quelle: Universitätsklinikum Jena


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