Montag, 22. Juli 2019
Navigation öffnen

Medizin

02. Dezember 2018 DLBCL: CART-T-Zell-Therapie auch bei Hochrisiko-Patienten wirksam

Die CAR-T-Zell-Therapie Axicabtagen Ciloleucel ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem/refraktärem diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) bzw. mediastinalen B-Zell-Lymphom (PMBCL) mit ≥ 2 systemischen Vorbehandlungen zugelassen. Die objektive Ansprechrate (ORR) in der Studie ZUMA-1 lag insgesamt bei 82%, eine komplette Remission (CR) wiesen 58% auf. Bei Patienten, die auf ≥ 2 aufeinanderfolgende vorherige Therapielinien nicht angesprochen hatten, betrug die CR-Rate 53%, bei Patienten, die innerhalb von 12 Monaten nach autoSCT refraktär wurden, 72%.
Anzeige:
Bei Patienten mit hochgradigem B-Zell-Lymphom (HGBCL) und mit B-Zell-Lymphomen mit einer MYC- und BCL2-Proteinexpression ≥ 40% bzw. ≥ 50% (Doppelexprimierer) betrug die ORR 89%, die CR-Rate lag bei 68%. Bei insgesamt 42% hielt das Ansprechen bei einem medianen Follow-up von 15,4 Monaten noch an, in der Hochrisiko-Population bei 49%. Die Wirksamkeit erwies sich somit in der Hochrisiko-Population als vergleichbar zur Gesamtpopulation.
 
Um den Zusammenhang zwischen einer B-Zell-Erholung und einem anhaltenden Ansprechen zu untersuchen, wurden B-Zelllevel über die Zeit analysiert. Bei 47% des Gesamtkollektivs konnten zu Beginn keine B-Zellen detektiert werden. Bei 54% der Patienten mit anhaltender Remission 12 Monate nach der Axicabtagen-Ciloleucel-Infusion waren B-Zellen detektierbar.

Etwa ein Drittel aller Patienten hatte ein Zytokinfreisetzungssyndrom/neurologische Nebenwirkungen (CRS/NE) vom Grad 0-1. Hochgradige CRS/NE wurden größtenteils mit Tocilizumab und Steroiden behandelt, intensive oder invasive Interventionen waren selten nötig.
 

Quelle: ASH 2018, #2967

Literatur:

https://ash.confex.com/ash/2018/webprogram/Paper111368.html


Das könnte Sie auch interessieren

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“
© Heidi Mehl / Fotolia.com

Nach Schätzungen beruhen etwa 70 Prozent aller behandelten Erkrankungen in den Industrienationen auf Lebensstilfaktoren, wie Übergewicht, das aufgrund von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung entstanden ist. Ein gesunder Lebensstil sei ein wesentlicher Präventionsfaktor und müsse dringend gesundheitspolitisch verankert werden, fordert ein Experte im Vorfeld der MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016. Es gelte nicht nur medizinische, sondern auch gravierende soziale...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DLBCL: CART-T-Zell-Therapie auch bei Hochrisiko-Patienten wirksam"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren