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Medizin

26. Oktober 2013 DGHO 2013: Eisenüberladung und Mortalität nach Stammzelltransplantation - Immunrezeptoren beteiligt?

Eisenüberladung vor einer allogenen Stammzelltransplantation, erkennbar an erhöhten Serumferritin-Titern, ist mit höherer Morbidität und Mortalität nach Transplantation assoziiert. Außerdem ist das Risiko für opportunistische Infektionen nach der Transplantation erhöht. Eine vermittelnde Rolle in diesem Geschehen scheinen Toll-like-Rezeptoren auf Immunzellen zu spielen, die bei Patienten mit Eisenüberladung vermehrt exprimiert werden.

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Fachinformation

Eine wichtige Rolle bei Immunantworten spielen Toll-like-Rezeptoren (TLR), die die Reifung dendritischer Zellen und die Ausschüttung von Zytokinen induzieren können. Dr. N.K. Steckel, Essen, stellte bei der Jahrestagung der DGHO in Wien eine Untersuchung zur Expression von TLR in mononukleären Zellen von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) und insbesondere zur Abhängigkeit dieser Expression von einer Eisenüberladung vor.

Die 19 AML-Patienten, die alle erhöhte Serumferritin-Konzentrationen aufwiesen, wurden transplantiert, sieben mit Zellen eines HLA-gematchten Geschwister-Spenders, die übrigen mit Zellen eines gematchten, nicht verwandten Spenders. Die Expression des Toll-like-Rezeptors 9 (TLR9) war bei den Patienten mit Ferritin-Titern unter 2.000 µg/l signifikant geringer als bei denen mit Konzentrationen von über 2.000 µg/l. Auch die Rekonstitution des Immunsystems wurde untersucht: Bei den Patienten mit höheren Ferritin-Titern fanden sich drei Monate nach der Transplantation signifikant höhere Konzentrationen an CD4- und CD8-positiven zytotoxischen T-Lymphozyten.

Steckel und Mitarbeiter haben kürzlich gezeigt, dass eine erhöhte TLR9-Expression mit höherer nicht durch Krankheitsrezidive bedingter Mortalität bei allogen transplantierten Patienten assoziiert ist. Die aktuellen Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass Eisenüberladung an dieser vermehrten Rezeptor-Expression beteiligt ist. Möglicherweise ließe sich durch eine Reduktion der Eisenbelastung diese Wirkung ausschalten und dadurch die Prognose der Patienten verbessern.

jg

Quelle: Novartis


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