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Medizin

17. Mai 2018 Start für DFG-Forschergruppe zur Erforschung des Bauchspeicheldrüsentumors

Zur Erforschung des Pankreaskarzinoms hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im vergangenen Jahr deutschlandweit 4 neue Forschergruppen eingerichtet. Das hochkarätige Forschungsprojekt startete im März 2018, es wird in der ersten Förderperiode (3 Jahre) mit knapp 4 Millionen Euro durch die DFG gefördert. Das Ziel ist, längerfristig neue Behandlungsmethoden für den Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln. „Zunächst müssen wir den Bauchspeicheldrüsentumor und vor allem auch sein umgebendes Gewebe, die Mikroumgebung, in Funktionsweise und Aufbau besser kennen lernen“, so umreißt Prof. Dr. Thomas Gress, Sprecher der Klinischen Forschergruppe, die Aufgabe.
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Ein wichtiges Merkmal von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die Bildung eines Mantels aus Bindegewebe um den Tumor. Dieser Mantel trägt zur Aggressivität des Tumors bei, der überdies meist schon früh metastasiert und gegenüber Chemotherapie überwiegend resistent ist. Bisher lag der Fokus in der Erforschung des Bauchspeicheldrüsenkrebses auf den Tumorzellen selbst. Die Marburger Klinische Forschergruppe mit dem Titel „Klinische Relevanz von Tumor-Mikroumgebung Interaktionen beim Pankreaskarzinom” nimmt nun vor allem das tumorumgebende Gewebe mit in den Blick.

„Unsere Forschergruppe ist der einzige Verbund in Deutschland, der sich mit dieser speziellen Fragestellung beim Pankreaskarzinom beschäftigt“, sagt Gress. „Unser Ziel ist ein besseres Verständnis der Erkrankung und der komplexen Zell-Zell-Interaktionen.“ Aus den Ergebnissen der Forschungsarbeit aus dieser Studie sollen längerfristig neue Behandlungsansätze entwickelt werden.

„Die Förderung der DFG ist eine Auszeichnung für unseren Standort, der sich seit Jahren mit der Interaktion von Tumorzellen und ihrer Mikroumgebung auseinandersetzt.“ Die Klinische Forschergruppe „Klinische Relevanz von Tumor-Mikroumgebung Interaktionen beim Pankreaskarzinom” erhält rund 1,3 Millionen Euro pro Jahr in der ersten von zwei dreijährigen Förderphasen. „Diese Förderung ist substantiell. Wir werden dadurch in die Lage versetzt, signifikante Fortschritte auf dem Gebiet zu erzielen“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Gress.

Mit Forschergruppen und Klinischen Forschergruppen unterstützt die DFG Arbeitsbündnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich gemeinsam einer Forschungsaufgabe widmen. Auf diese Weise sollen Ergebnisse ermöglicht werden, die sich im Rahmen einer Einzelförderung in der Regel nicht realisieren lassen. Klinische Forschergruppen sind dabei auf die krankheits- oder patientenorientierte klinische Forschung ausgerichtet. Durch die enge Zusammenarbeit von Grundlagenforscherinnen und -forschern sowie Ärztinnen und Ärzten sollen hier wissenschaftliche Arbeitsgruppen dauerhaft in klinischen Einrichtungen implementiert werden.

Quelle: Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH


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