Donnerstag, 22. August 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

26. April 2018 „Chocolate“ als wertvoller Beitrag für die Aufklärungsarbeit von Eierstockkrebs

Anlässlich des Welteierstockkrebstages plant die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs neben dem am 13. Mai in Berlin stattfindenden großen Aktions- und Informationstag noch ein ganz besonderes Highlight: Das emotional bewegende Video „Chocolate“ wird am 8. Mai viral in den sozialen Netzwerken um die Welt gehen.
Anzeige:
Fachinformation
Das junge Fotomodel Nancy Dietze, die Protagonistin des Films, wollte mit ihrem Kunstwerk nicht nur auf die immer noch tabuisierte Diagnose Eierstockkrebs aufmerksam machen, sondern der Welt auch zeigen, dass man trotz lebensbedrohlicher Erkrankung leben und lieben kann. Sie selbst erhielt die schockierende Prognose mit Mitte 20, ließ sich aber auch in der schwersten Zeit nicht ihren Lebensmut nehmen. Schließlich verlor sie Anfang dieses Jahres ihren großen Kampf, hinterlässt aber der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs mit ihrem Film „Chocolate“ ein sehr kostbares Geschenk, das der Aufklärungsarbeit über diese tückische Krankheit helfen wird.

Etwa 7.500 Frauen erkranken jährlich an Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs. Der Eierstockkrebs gehört aufgrund seiner komplexen Anforderungen an die Behandlung zu den echten Problemerkrankungen in Deutschland. Dies liegt zum einen daran, dass bisher keine sichere Vorsorge und Früherkennung existiert und zum anderen die Qualität der Behandlung in Deutschland nicht flächendeckend gegeben ist und leider viele ungenügende und nicht-Leitlinien-entsprechende Behandlungen bei Frauen mit Eierstockkrebs, Bauchfell- und Eileiterkrebs durchgeführt werden, die erhebliche negative Einflüsse auf die Erfolgsraten und Prognose haben.

Nancy Dietze war an einem low-grade Eierstockkrebs erkrankt und hatte keine familiäre genetische Belastung. Sie erhielt insgesamt 5 verschiedene Chemotherapien und wurde 3x operiert. Der Film entstand nach einer ausgedehnten Krebsoperation. Die junge Patientin wollte der Krankheit zeigen, dass sie nicht kampflos aufgeben wird und sie wollte den betroffenen Frauen ihre persönliche Botschaft hinterlassen. Nancys Ehemann Ronald Flieth über die Motivation seiner Frau: „Nancy wollte den Menschen schon immer zeigen, was man mit eigener Kraft und Energie erreichen kann. Sie wollte sie an ihren Gemütszuständen und Phasen an Hand dieses Videos teilhaben lassen und somit ausdrücken, dass aus Angst auch Mut werden kann. Dass Schönheit in jedem Menschen steckt und diese nicht in der Hand dieser Krankheit liegen darf.“ So entstand ein 240 Sekunden langes emotionales Statement, welches durch den renommierten Videokünstler Daniel Hetzel und dem bekannten Filmkomponisten Mathias Fritsche filmisch realisiert wurde.

Mitbegründer der Stiftung und Direktor der Klinik für Gynäkologie der Charité Professor Jalid Sehouli war tief beeindruckt über das wertvolle Geschenk und versteht die Botschaft seiner ehemaligen Patientin als solche: „Wir Ärzte müssen alles tun, unsere Patientinnen dabei zu unterstützen, die besten Behandlungsoptionen wahrnehmen zu können. Wir sollten noch mehr die Kräfte und die Kreativität der Patientinnen für ihre Gesundheit fördern, das können völlig unterschiedliche Dinge sein, wie Kunsttherapien, kreatives Schreiben oder Bewegung. Und wir dürfen nicht aufhören nach besseren Therapieoptionen in der Wissenschaft zu suchen. Wir haben aufgrund von Studien in den letzten Jahren schon sehr viel erreicht, wir müssen aber die Forschungsaktivitäten weiter intensivieren, denn noch zu viele Patientinnen erleiden ein Rückfall der Erkrankung und versterben. Daher der Aufruf die Forschung für Frauen mit Eierstock-, Eileiter und Bauchfellkrebs zu unterstützen.“

Mit der erstmaligen Veröffentlichung des Films „Chocolate“ in mehr als 17 Sprachen am 8. Mai anlässlich des Welt-Eierstockkrebstages möchte die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs an Nancy Dietze erinnern und dieses Kunstwerk dafür nutzen um auf diese so tückische gynäkologische Krebserkrankung aufmerksam zu machen.

Quelle: Deutsche Stiftung Eierstockkrebs


Das könnte Sie auch interessieren

Heller Hautkrebs: Signalweg entschlüsselt

Beim Hautkrebs gibt es verschiedene Krankheitsformen: Mit Abstand am häufigsten ist dabei das so genannte Basalzellkarzinom, eine Form von hellem Hautkrebs, bei der sich der Tumor von seinem Entstehungsort in der Haut langsam aber stetig ausbreitet. Zwar bildet das Basalzellkarzinom im Allgemeinen keine Tochtergeschwülste (Metastasen), der Tumor sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, da er ansonsten das umgebende Gewebe zerstören und sogar Muskeln...

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung
© Alexander Raths / fotolia.com

Hautkrebs ist mit 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich um ein sogenanntes malignes Melanom, den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Allein in Rheinland-Pfalz waren im Jahr 2017 9.907 gesetzlich Krankenversicherte vom schwarzen Hautkrebs betroffen. Die häufigsten Erkrankungsfälle wurden in Hessen, Niedersachsen und Thüringen registriert. Das zeigt der aktuelle Hautkrebsreport der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"„Chocolate“ als wertvoller Beitrag für die Aufklärungsarbeit von Eierstockkrebs"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren