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Medizin

26. April 2018 „Chocolate“ als wertvoller Beitrag für die Aufklärungsarbeit von Eierstockkrebs

Anlässlich des Welteierstockkrebstages plant die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs neben dem am 13. Mai in Berlin stattfindenden großen Aktions- und Informationstag noch ein ganz besonderes Highlight: Das emotional bewegende Video „Chocolate“ wird am 8. Mai viral in den sozialen Netzwerken um die Welt gehen.
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Das junge Fotomodel Nancy Dietze, die Protagonistin des Films, wollte mit ihrem Kunstwerk nicht nur auf die immer noch tabuisierte Diagnose Eierstockkrebs aufmerksam machen, sondern der Welt auch zeigen, dass man trotz lebensbedrohlicher Erkrankung leben und lieben kann. Sie selbst erhielt die schockierende Prognose mit Mitte 20, ließ sich aber auch in der schwersten Zeit nicht ihren Lebensmut nehmen. Schließlich verlor sie Anfang dieses Jahres ihren großen Kampf, hinterlässt aber der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs mit ihrem Film „Chocolate“ ein sehr kostbares Geschenk, das der Aufklärungsarbeit über diese tückische Krankheit helfen wird.

Etwa 7.500 Frauen erkranken jährlich an Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs. Der Eierstockkrebs gehört aufgrund seiner komplexen Anforderungen an die Behandlung zu den echten Problemerkrankungen in Deutschland. Dies liegt zum einen daran, dass bisher keine sichere Vorsorge und Früherkennung existiert und zum anderen die Qualität der Behandlung in Deutschland nicht flächendeckend gegeben ist und leider viele ungenügende und nicht-Leitlinien-entsprechende Behandlungen bei Frauen mit Eierstockkrebs, Bauchfell- und Eileiterkrebs durchgeführt werden, die erhebliche negative Einflüsse auf die Erfolgsraten und Prognose haben.

Nancy Dietze war an einem low-grade Eierstockkrebs erkrankt und hatte keine familiäre genetische Belastung. Sie erhielt insgesamt 5 verschiedene Chemotherapien und wurde 3x operiert. Der Film entstand nach einer ausgedehnten Krebsoperation. Die junge Patientin wollte der Krankheit zeigen, dass sie nicht kampflos aufgeben wird und sie wollte den betroffenen Frauen ihre persönliche Botschaft hinterlassen. Nancys Ehemann Ronald Flieth über die Motivation seiner Frau: „Nancy wollte den Menschen schon immer zeigen, was man mit eigener Kraft und Energie erreichen kann. Sie wollte sie an ihren Gemütszuständen und Phasen an Hand dieses Videos teilhaben lassen und somit ausdrücken, dass aus Angst auch Mut werden kann. Dass Schönheit in jedem Menschen steckt und diese nicht in der Hand dieser Krankheit liegen darf.“ So entstand ein 240 Sekunden langes emotionales Statement, welches durch den renommierten Videokünstler Daniel Hetzel und dem bekannten Filmkomponisten Mathias Fritsche filmisch realisiert wurde.

Mitbegründer der Stiftung und Direktor der Klinik für Gynäkologie der Charité Professor Jalid Sehouli war tief beeindruckt über das wertvolle Geschenk und versteht die Botschaft seiner ehemaligen Patientin als solche: „Wir Ärzte müssen alles tun, unsere Patientinnen dabei zu unterstützen, die besten Behandlungsoptionen wahrnehmen zu können. Wir sollten noch mehr die Kräfte und die Kreativität der Patientinnen für ihre Gesundheit fördern, das können völlig unterschiedliche Dinge sein, wie Kunsttherapien, kreatives Schreiben oder Bewegung. Und wir dürfen nicht aufhören nach besseren Therapieoptionen in der Wissenschaft zu suchen. Wir haben aufgrund von Studien in den letzten Jahren schon sehr viel erreicht, wir müssen aber die Forschungsaktivitäten weiter intensivieren, denn noch zu viele Patientinnen erleiden ein Rückfall der Erkrankung und versterben. Daher der Aufruf die Forschung für Frauen mit Eierstock-, Eileiter und Bauchfellkrebs zu unterstützen.“

Mit der erstmaligen Veröffentlichung des Films „Chocolate“ in mehr als 17 Sprachen am 8. Mai anlässlich des Welt-Eierstockkrebstages möchte die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs an Nancy Dietze erinnern und dieses Kunstwerk dafür nutzen um auf diese so tückische gynäkologische Krebserkrankung aufmerksam zu machen.

Quelle: Deutsche Stiftung Eierstockkrebs


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