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Medizin

21. Juni 2018 CRISPR-Cas9: Meilenstein, aber Sicherheitsbedenken wegen p53-Triggerns

Die CRISPR-Cas9-Technik gilt als Meilenstein für die Medizin der Zukunft. Allerdings werden noch viel mehr Studien benötigt, bis man die Sicherheit dieser molekularen Gen-Schere für die Patienten garantieren kann. Eine aktuelle Studie des Karolinska Institutet und der Universität Helsinki, Finnland, sehen das Potenzial für einen Anstieg von Krebserkrankungen durch den Einsatz dieser Technik.
CRISPR-Cas9 kann programmiert werden, eine exakte Stelle des Genoms anzusteuern und dort präzise fehlerhafte DNA-Teile herauszuschneiden. Die Technik findet in Studien zur Krebsimmuntherapie bereits Anwendung.
In vitro konnte mit CRISPR-Cas9 in Humanzellen das Protein p53 aktiviert werden, das als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Zellbrüchen agiert.

Wenn aktiviert, vermindert p53 die Effektivität der CRISPR-Cas9-Anwendung. Bei Zellen ohne p53 funktioniert das Gen-Editing besser, allerdings ist das Fehlen von p53 in Zellen mit unkontrolliertem Wachstum und kanzeröser Entartung assoziiert. Wird eine solche p53-lose, mit CRISPR-Cas9 reparierte Zelle z.B. transplantiert, könnte der Patient Krebs entwickeln.
(übers. v. ab)

Quelle: Karolinska Institutet

Literatur:

Emma Haapaniemi, Sandeep Botla, Jenna Persson et al. CRISPR/Cas9-genome editing induces a p53-mediated DNA damage response”. Nature Medicine, online 11 June 2018, doi: 10.1038/s41591-018-0049-z.


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