Mittwoch, 19. Juni 2019
Navigation öffnen

Medizin

28. Januar 2019 CRC-Prävention: Zahl der zirkulierenden Tumorzellen entscheidend

Bei bis zu 25% der Patienten entwickelt sich aus Adenomen ein Kolorektalkarzinom (CRC). Eine prospektive Studie mit 627 Patienten fand, dass die Zahl der im Blut zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) signifikant mit der Krankheitslast korreliert. Dieser Bluttest kann zukünftig als nicht-invasive Methode zur Adenom-Erkennung und der Prävention von Darmkrebs dienen.
Anzeige:
Werden Adenome früh erkannt, können sie mit einem diagnostischen Koloskopieverfahren entfernt werden, um Krebs zu verhindern. Die invasive Koloskopie ist die einzige Screening-Methode, mit der Adenome akkurat nachgewiesen werden können, verfügt aber über eine niedrige Compliance-Rate von 38%. Die verfügbaren nicht-invasiven Tests (einschließlich Stuhlproben-basierter Tests) besitzen nur eine sehr begrenzte Empfindlichkeit gegenüber Adenomen.

Diese Studie wurde mit 627 Patienten (> 50 Jahre), denen routinemäßige ein CRC-Screening empfohlen wurde, durchgeführt. Bei 405 Patienten davon wurde durch Koloskopie und eine Tumorbiopsie ein Adenom oder CRC nachgewiesen. Unter Verwendung der CellMax-Biomimetikplattform (CMx) wurden die CTCs im Blut der Patienten gezählt.

Die Zunahme der CTC-Zahl korrelierte signifikant mit einer Zunahme der Krankheitslast (Cuzick-Test-p-Wert <0,0001). Darüber hinaus bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der CTC-Zahl und dem Stadium der Adenom-Karzinom-Progression (p-Wert <0,0001).

Diese Ergebnisse zeigen erstmalig, dass ein Bluttest im Stande ist, Adenome mit hoher Genauigkeit zu erkennen und somit einen Beitrag zur Darmkrebsvorbeugung leisten kann. Zudem kann dieser Test in der gewohnten Pflegeumgebung durchgeführt werden und sorgt für eine hohe Compliance.

(übers. v. ma)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Tsai W. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 485)


Das könnte Sie auch interessieren

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Am 16. November 2017 findet zum vierten Mal der Welt-Pankreaskrebstag statt. An diesem Tag erstrahlen weltweit zahlreiche Sehenswürdig-keiten in Lila, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages – von der Semperoper in Dresden bis zum Rickmer Rickmers Museumsschiff im Hamburger Hafen. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und den Patienten und deren Angehörigen Mut zu machen. In...

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet
© Andrey Popov / fotolia.com

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2018 wurde an die Psychologin Astrid Grossert-Leugger, Basel, verliehen. Die Preisträgerin erhielt die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema „Web-Based Stress Management for Newly Diagnosed Patients with Cancer (STREAM): A Randomized, Wait‐List Controlled Intervention Study“. Die Preisverleihung erfolgte auf der 17. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie...

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien...

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung
© Fotolia / cryonoid_media

Mit einem Pressegespräch am 19. April in Berlin nimmt EuropaColon Deutschland e. V. seine Tätigkeit als spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung von Darmkrebspatienten auf. Der neu gegründete Verein ist die deutsche Tochter der seit zwölf Jahren europaweit aktiven Patientenorganisation EuropaColon, die in 24 Ländern Europas Menschen mit Darmkrebs unterstützt und gegenüber der Gesundheitspolitik für deren Interessen eintritt. Der Verein soll Anlaufstelle...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"CRC-Prävention: Zahl der zirkulierenden Tumorzellen entscheidend"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren