Sonntag, 5. Juli 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

28. Mai 2020 Brustrekonstruktion: Patient Reported Outcome im Fokus

Die implantatbasierte Brustrekonstruktion ist eine etablierte Operationsmethode nach einer Mastektomie aufgrund von Brustkrebs oder aus prophylaktischen Gründen. Dabei sind vor allem auch die Lebensqualität der Patientinnen und das kosmetische Ergebnis nach der Operation wichtige Zielkriterien. Die Ergebnisse aus der TiLOOP® Bra-Studie (PRO-BRA), die von Prof. Dr. Marc Thill et al. aktuell im European Journal of Surgical Oncology veröffentlicht werden (1), zeigen auf, welche Faktoren die Lebensqualität der Patientinnen beeinflussen können. Sie unterstützen dabei, die bestmögliche Therapie für Patientinnen zu finden, die sich für eine implantatbasierte netzgestützte Brustrekonstruktion entscheiden.
Anzeige:
Patient Reported Outcome im Fokus

Im Rahmen einer prospektiven, einarmigen, multizentrischen Studie wurde die Lebensqualität und das kosmetische Ergebnis nach der Brustrekonstruktion mit einem titanisierten Netzimplantat (TiLOOP® Bra) untersucht. Insgesamt wurden 269 Patientinnen an 8 deutschen Kliniken in die Studie eingeschlossen. Bei den Patientinnen wurde eine hautsparende (SSM), eine nippelsparende (NSM) oder eine modifiziert radikale Mastektomie mit anschließender primärer oder sekundärer Brustrekonstruktion mit Hilfe eines titanisierten Netzimplantates durchgeführt. Das primäre Studienziel war die Messung der Lebensqualität (Patient Reported Outcome, PRO) der Patientinnen 12 Monate nach der Brustrekonstruktion mittels des standardisierten BREAST-Q Fragebogens. Zudem wurde das kosmetische Ergebnis von den Patientinnen selbst, sowie von 2 unabhängigen Experten bewertet. Von den insgesamt 269 eingeschlossenen Patientinnen liegen hierzu von 210 Patientinnen vollständige Daten vor.

Höhere Patientinnenzufriedenheit durch verbesserten Therapiefindungsprozess

Die Nachbeobachtung der 210 Patientinnen über einen Zeitraum von 12 Monaten zeigt, dass Faktoren wie Bestrahlung, vorangegangene Therapien und das Alter der Patientin die Patientinnenzufriedenheit nach implantatbasierter netzgestützter Brustrekonstruktion beeinflussen. So waren beispielsweise in Bezug auf das „sexuelle Wohlbefinden“ Patientinnen, bei denen keine unerwünschten Ereignisse auftraten, signifikant zufriedener (p=0,001), als Patientinnen bei denen unerwünschte Ereignisse auftraten. Das „psychosoziale Wohlbefinden“ wurde durch vorangegangene Therapien negativ beeinflusst (p<0,01). Jüngere Patientinnen waren nach der Operation signifikant zufriedener mit den Brüsten (p<0,01) als ältere Patientinnen.
Die Ergebnisse belegen, dass die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Patientinnen von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, die entweder demographisch (z.B. Alter) oder therapiebezogen (z.B. Bestrahlung, vorherige Therapien) sein können. Die Ergebnisse dieser großen, prospektiven, multizentrischen Studie können damit den ärztlichen Entscheidungsweg zur bestmöglichen Therapieauswahl für die Patientin, die vor einer implantatbasierten Brustrekonstruktion steht, verbessern und damit die Zufriedenheit der Patientinnen erhöhen.

Geringes Entzündungsrisiko

Mit dem Ziel die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern, stellt pfm medical als verantwortungsbewusster Hersteller hohe Ansprüche an seine Produkte: Verlässlichkeit, hohe Qualität und nachweislicher Nutzen. Das titanisierte Netzimplantat TiLOOP® Bra für die implantatbasierte Brustrekonstruktion ist bereits seit mehr als 10 Jahren weltweit unverändert im Einsatz und wurde seitdem rund 40.000 Mal implantiert. Die Titanisierung des Polypropylennetzes erfolgt in einem speziellen Plasmabeschichtungsverfahren, das pfm medical als einziger Hersteller weltweit für Netzimplantate anwendet. Die Vorteile der Titanisierung sind durch Studien belegt. Die hydrophile, titanisierte Oberfläche weist im Vergleich zu einfachem Polypropylen ein geringeres Entzündungsrisiko auf (2) – und damit eine geringere Neigung zur Narbenbildung (3). Die titanisierte Oberfläche, kombiniert mit minimalem Gewicht und großen Poren (1,0 mm), bietet beste Voraussetzungen sowohl für ein dauerhaftes, stabiles Ergebnis als auch für ein sehr gutes Einwachsverhalten sowie eine vaskularisierte, dehnbare und somit optimale Kapselqualität.

Quelle: pfm medical

Literatur:

(1) Thill M. et al., Patient reported outcome and cosmetic evaluation following implant-based breast-reconstruction with a titanized polypropylene mesh (TiLOOP® Bra): A prospective clinical study in 269 patients, European Journal of Surgical Oncology (2020), doi: 10.1016/j.ejso.2020.04.009. (Epub ahead of print).
(2) Scheidbach et al. In vivo studies comparing the biocompatibility of various polypropylene meshes and their handling properties during endoscopic total extraperitoneal (TEP) patchplasty. Surg Endosc (2004) 18: 211-220.
(3) Scheidbach et al. Influence of Titanium Coating on the Biocompatibility of a Heavyweight Polypropylene Mesh. Eur Surg Res (2004) 36: 313-317.


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Eine Welt ohne Krebs schaffen

Eine Welt ohne Krebs schaffen
© transurfer - stock.adobe.com

Am 4. Februar fand zum 20. Mal der Welt-Krebstag statt. Das Motto der Union for International Cancer Control /UICC) ist “Create a future without cancer. The time to act is now.”: Eine Welt ohne Krebs schaffen – jetzt handeln. An diesem Tag stehen Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Der Berufsverband der Frauenärzte greift das Motto auf und informiert über hochwirksame Strategien, die jede Frau persönlich im Rahmen von...

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Studien belegen: Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs profitieren von  guter Gesundheitsinformation und Aufklärung. Ängste und Sorgen nehmen ab, die Lebensqualität steigt. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige seit 30 Jahren rund um das Thema Krebs. Bei 50 Prozent aller Anfragen zu Tumorlokalisationen steht das Thema Brustkrebs im Vordergrund.

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

Brustkrebs: Was leisten Prognosetests? Unnötige Chemotherapien vermeiden

Durch die Möglichkeit, Tumore genetisch zu analysieren, hat sich die Krebstherapie gewandelt. Während früher alle Patienten quasi die gleiche Behandlung wie nach dem „Gießkannenprinzip“ erhielten, steht nun zunehmend der einzelne Patient mit seinen individuellen Tumoreigenschaften im Fokus. Bei Frauen mit Brustkrebs hat diese Entwicklung zu sogenannten Prognosetests geführt, die eine Vorhersage über den Nutzen einer Chemotherapie erlauben,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Brustrekonstruktion: Patient Reported Outcome im Fokus "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA25 virtuell
  • Sichelzellerkrankung: Verbesserung der Lebensqualität ist wichtigstes Therapieziel aus Sicht der Patienten – neue Behandlungsoptionen erwünscht
  • PV: Ruxolitinib senkt Hämatokrit und erhöht Phlebotomie-Unabhängigkeit im Real-world-Setting
  • Neuer BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei bisher unzureichend therapierten CML-Patienten in Phase-I-Studie wirksam
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin in Kombination mit Chemotherapie für jüngere und ältere Patienten vergleichbar sicher
  • Real-world-Daten zeigen: Eltrombopag auch bei sekundärer ITP wirksam
  • CML: Hohe Rate an tiefem molekularen Ansprechen nach 24-monatiger Therapie mit Nilotinib in der Zweitlinie
  • Systemische Mastozytose: neuer Prädiktor für das OS entdeckt
  • MF: Real-world-Daten bestätigen relevante Reduktion des Mortalitätsrisikos unter dem Einfluss von Ruxolitinib
  • CML: Initialer Abfall an BRC-ABL1-Transkripten sagt Wahrscheinlichkeit für späteres Erreichen einer TFR voraus
  • Management der ITP: Lebensqualität der Patienten im Fokus

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden