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Medizin

18. März 2019 Bleibt die Arzneimittelversorgung in der Onkologie bezahlbar?

Die Lebenserwartung der Deutschen nimmt stetig zu. Wie in anderen westlichen Industrienationen wächst auch hierzulande der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung. Damit steigt ebenfalls die Zahl der Krebserkrankungen, weil Krebs vor allem altersbedingt ist. Kann sich unsere Gesellschaft die Entwicklung der notwendigen innovativen Therapien dann überhaupt noch leisten? Das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) liefert Fakten und damit eine Antwort auf diese Fragestellung – jetzt auch verständlich erzählt im Video „Bleiben Medikamente gegen Krebs bezahlbar?“
 
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Fachinformation
Bleibt die Arzneimittelversorgung in der Onkologie vor dem Hintergrund neuer Therapien, Kombinationstherapien und einer immer älter werdenden Gesellschaft bezahlbar? Eine Publikation des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) betrachtet das Thema Kosten von onkologischen Arzneimitteln aus verschiedenen Blickwinkeln: Sie befasst sich mit der Kostenstruktur und Ausgabenentwicklung der Onkologika, mit den Auswirkungen auf die Patientenversorgung sowie mit dem für die Entwicklung neuer Medikamente notwendigen Aufwand. Die umfangreiche Übersicht empirischer Daten soll helfen, die Debatte im Wissen um die unterschiedlichen Perspektiven heraus fundiert zu führen.

Folgende Punkte werden vorangestellt:

- Das AMNOG wirkt preissenkend und aus Sicht der Kostenträger damit ausgabendämpfend. Das gilt auch für Onkologika und onkologische Kombinationstherapien
- Der deutsche Staat profitiert über die Umsatzsteuer von der Arzneimittelversorgung. In Deutschland gilt im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern keine reduzierte Umsatzsteuer auf Arzneimittel.
- Durch eine Reduzierung des Umsatzsteuersatzes könnten die Krankenkassen bei den Ausgaben für Arzneimittel signifikant entlastet werden.
- Angesichts des Ziels, die Sozialversicherungsträger und Versicherten zu entlasten und im Hinblick auf die reduzierten Umsatzsteuersätze für Arzneimittel in den meisten EU-Ländern besteht hier für Deutschland ein Hebel, mit dem die Arzneimittelausgaben deutlich gesenkt werden könnten.

Das Fazit der Autoren lautet: Es kommt nicht zu einer sprunghaften, sondern vielmehr zu einer langsam zunehmenden Ausgabenentwicklung, Sie gehen zudem davon aus, dass sich – wie bereits für die Ausgaben in anderen Indikationsgebieten evident – die Kosten für Onkologika langfristig stabilisieren werden. (PDF-Download auf www.ifg-muenchen.com)

Hier geht´s zum Video
 

Quelle: Institut für Gesundheitsökonomik (http://ifg-muenchen.com)/BMS


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