Montag, 22. Juli 2019
Navigation öffnen

Medizin

18. März 2019 Bleibt die Arzneimittelversorgung in der Onkologie bezahlbar?

Die Lebenserwartung der Deutschen nimmt stetig zu. Wie in anderen westlichen Industrienationen wächst auch hierzulande der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung. Damit steigt ebenfalls die Zahl der Krebserkrankungen, weil Krebs vor allem altersbedingt ist. Kann sich unsere Gesellschaft die Entwicklung der notwendigen innovativen Therapien dann überhaupt noch leisten? Das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) liefert Fakten und damit eine Antwort auf diese Fragestellung – jetzt auch verständlich erzählt im Video „Bleiben Medikamente gegen Krebs bezahlbar?“
 
Anzeige:
Bleibt die Arzneimittelversorgung in der Onkologie vor dem Hintergrund neuer Therapien, Kombinationstherapien und einer immer älter werdenden Gesellschaft bezahlbar? Eine Publikation des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) betrachtet das Thema Kosten von onkologischen Arzneimitteln aus verschiedenen Blickwinkeln: Sie befasst sich mit der Kostenstruktur und Ausgabenentwicklung der Onkologika, mit den Auswirkungen auf die Patientenversorgung sowie mit dem für die Entwicklung neuer Medikamente notwendigen Aufwand. Die umfangreiche Übersicht empirischer Daten soll helfen, die Debatte im Wissen um die unterschiedlichen Perspektiven heraus fundiert zu führen.

Folgende Punkte werden vorangestellt:

- Das AMNOG wirkt preissenkend und aus Sicht der Kostenträger damit ausgabendämpfend. Das gilt auch für Onkologika und onkologische Kombinationstherapien
- Der deutsche Staat profitiert über die Umsatzsteuer von der Arzneimittelversorgung. In Deutschland gilt im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern keine reduzierte Umsatzsteuer auf Arzneimittel.
- Durch eine Reduzierung des Umsatzsteuersatzes könnten die Krankenkassen bei den Ausgaben für Arzneimittel signifikant entlastet werden.
- Angesichts des Ziels, die Sozialversicherungsträger und Versicherten zu entlasten und im Hinblick auf die reduzierten Umsatzsteuersätze für Arzneimittel in den meisten EU-Ländern besteht hier für Deutschland ein Hebel, mit dem die Arzneimittelausgaben deutlich gesenkt werden könnten.

Das Fazit der Autoren lautet: Es kommt nicht zu einer sprunghaften, sondern vielmehr zu einer langsam zunehmenden Ausgabenentwicklung, Sie gehen zudem davon aus, dass sich – wie bereits für die Ausgaben in anderen Indikationsgebieten evident – die Kosten für Onkologika langfristig stabilisieren werden. (PDF-Download auf www.ifg-muenchen.com)

Hier geht´s zum Video
 

Quelle: Institut für Gesundheitsökonomik (http://ifg-muenchen.com)/BMS


Das könnte Sie auch interessieren

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen verantwortlich. Ein Hamburger Forscherteam macht sich nun...

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Der Krebsaktionstag findet alle zwei Jahre am letzten Kongresstag des Deutschen Krebskongresses in Berlin statt und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Berliner Krebsgesellschaft e. V. organisiert. Krebsexperten treffen, Wissen erweitern, Selbsthilfegruppen kennenlernen: Der 8. Krebsaktionstag bietet Ihnen aktuellste Informationen rund um das Thema Krebs. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der...

Sonnensünden kommen erst nach Jahrzehnten ans Tageslicht

Sonnensünden kommen erst nach Jahrzehnten ans Tageslicht
© NCT/UCC/Philip Benjamin

Die moderne Krebsmedizin hat bei der Behandlung von Tumorerkrankungen in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielt. Das gilt insbesondere auch für Hautkrebs, der durch ein Übermaß an UV-Strahlung ausgelöst wird. Die Hautkrebszahlen steigen. Auch das Dresdner Hauttumorzentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) verzeichnet kontinuierlich mehr Hautkrebspatienten – darunter viele Patienten mit fortgeschrittenen Hauttumoren. Bereits...

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren die Diagnose Krebs erhalten.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Bleibt die Arzneimittelversorgung in der Onkologie bezahlbar?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren