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Medizin

07. Oktober 2016 Behandlungsbegleitende Sporttherapie für krebskranke Kinder

Mit einer behandlungsbegleitenden Sporttherapie für krebskranke Kinder bietet das Universitätsklinikum Leipzig seit Juli 2015 ein beispielgebendes Projekt an. Der Therapieansatz stellt Bewegung als elementaren Bestandteil der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Mit der IKK classic konnte kürzlich ein weiterer Partner auf Seiten der Krankenkassen gewonnen werden. Auch sie übernehmen nun die Kosten für ihre Versicherten.
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Mit gutem Grund, davon ist Sven Hutt, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Sachsen, überzeugt: "Einfach mal den Berg hochrennen, Seilspringen oder Fußball spielen - für Kinder selbstverständlich. Krebskranke Kinder können all das aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen während der Behandlung nicht." Mit dem Konzept der begleitenden Sporttherapie, so Hutt, bekämen diese Kinder die Möglichkeit, "körperlich aktiv zu sein. Das ist nicht nur für ihre Entwicklung wichtig, sondern stärkt auch Körper und Seele im Kampf gegen die Krankheit."

Nach der TK und der DAK ist die IKK classic jetzt die dritte Krankenkasse, die das Projekt finanziell fördert. Eine Entscheidung, über die sich Markus Wulftange, Sporttherapeut an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, sehr freut. Er hat das Projekt mit entwickelt und betreut es seit vielen Jahren: "Die Bereitschaft der Krankenkassen, die Sporttherapie für ihre Mitglieder zu finanzieren, bildet die Basis, dieses Angebot hier am UKL dauerhaft zu etablieren", bedankt sich Wulftange bei seinen alten und neuen Partnern.

Aktuell sind etwa 20 an Krebs erkrankte Kinder zwischen ein und 18 Jahren in individueller Therapie. "Wir schauen, welche Aktivitäten ihnen Spaß und Freude machen, denn wir wollen sie schließlich motivieren", berichtet der Therapeut. Die motorische Entwicklung der kleinen Krebspatienten, so Wulftange, solle nicht stehenbleiben, genau wie bei gesunden Altersgenossen. "Kinder begreifen ihre Umwelt hauptsächlich über Bewegung", erklärt er. Daher seien es vor allem alltagstypische Bewegungen, wie schaukeln, klettern oder balancieren, die in der Klinik bei den Kleinen gefördert würden. Für die größeren Patienten würden ausgewählte Übungen aus den Bereichen Koordinations-, Kraft- und Ausdauertraining angeboten.

Markus Wulftange hofft nun, dass sich zukünftig noch weitere Krankenkassen entschließen könnten, diese für die Genesung von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen nachweislich hilfreiche Therapie zu unterstützen.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


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