Sonntag, 7. Juni 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

10. Oktober 2019 BRAF-mutiertes mCRC: Triplett aus Encorafenib + Cetuximab + Binimetinib scheint Doublette überlegen

In der Phase-III-Studie BEACON CRC waren Patienten mit BRAF V600E-mutiertem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) in 3 Arme randomisiert worden: Sie erhielten entweder Encorafenib, Binimetinib und Cetuximab (Triplett), oder eine Doublette aus Encorafenib und Cetuximab oder aber eine gängige Standardbehandlung nach Wahl des Untersuchers (Irinotecan oder FOLFIRI + Cetuximab). Der Vergleich der Triplett- mit der Doublette war ein sekundärer Endpunkt der Studie. Die Auswertungen deuten auf eine Überlegenheit des Tripletts hin.  
Anzeige:
In der Studie erhielten 224 Patienten die Triplett- und 220 Patienten die Doublette . Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 9,0 Monate (95%-KI: 8,0-11,4) für das Triplett und 8,4 Monate (95%-KI: 7,5-11,0) für die Doublette mit einer HR von 0,79 (95%-KI: 0,59-1,06). Die objektive Gesamtansprechrate (ORR) lag bei 26% (95%-KI: 18%-35%) für die Triplett- vs. 20% (95%-KI: 13%-29%) für die Doublette . Bei Patienten mit einer Vortherapie war die ORR 34% (95%-KI: 23-47) im Triplett-Arm und 22% (95%-KI: 14-33) im Doublette-Arm. Die Waterfall-Plots zeigten einen Trend zu einem tieferen Ansprechen unter Triplett-Therapie. Zu unerwünschten Nebenwirkungen (AEs) ≥ Grad 3 kam es bei 58% der Patienten im Triplett-Arm und bei 50% im Doublette-Arm. Die Raten an Therapieunterbrechungen aufgrund eines AEs waren in beiden Armen vergleichbar (Triplett: 7%, Doublet: 8%). Es gab keine Unterschiede bezüglich der Lebensqualität der Patienten.

In der Studie zeigten somit beide Therapie-Optionen eine ermutigende Wirksamkeit beim BRAF V600E-mutierten mCRC. Die Daten weisen darauf hin, dass die Dreifachkombination wirksamer ist als die Zweifachkombination – ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität. Weitere Follow-up-Analysen werden den relativen Nutzen dieser Regime noch genauer definieren.

(übers. v. sk)

Quelle: ESMO 2019

Literatur:

Tabernero J et al., ESMO 2019, Abstract LBA32


Das könnte Sie auch interessieren

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst
© pressmaster / Fotolia.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krebs. Bei Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren und Frauen ist die Angst besonders groß. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Das Engagement für die eigene Gesundheit wächst. Immer mehr Menschen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen und halten sich mit Sport und gesunder Ernährung fit.

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf
© littlebelli / Fotolia.com

Die Akute Myeloische Leukämie (AML) ist eine sehr komplexe und aggressive Erkrankung, häufig mit einer ungünstigen Prognose. Oft bleiben nach dem ersten Schock für die Patienten viele Fragen im Arzt-Patientengespräch ungestellt oder die Betroffenen können nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Auf der Patientenwebsite www.krebsratgeber.de von Janssen können Betroffene gezielt Antworten rund um das Thema AML in expertengeprüften...

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs
© Merck Serono

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs beteiligt. Diese wird zum vierten Mal von der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft (engl.: European Head and Neck Society, EHNS) initiiert und findet vom 19. bis 23. September 2016 statt. Im Rahmen der europaweiten Aktivitäten veranstalten mehrere deutsche Kliniken und Kopf-Hals-Zentren Patiententage und bieten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BRAF-mutiertes mCRC: Triplett aus Encorafenib + Cetuximab + Binimetinib scheint Doublette überlegen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO20 Virtual
  • Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch
  • mSCLC: Patienten profitieren bereits in der Erstlinie von der Ergänzung der Chemotherapie mit Pembrolizumab
  • mRCC-Erstlinientherapie: Kombination Pembrolizumab + Axitinib toppt Sunitinib auch im Langzeitverlauf
  • mRCC: Pembrolizumab + Lenvatinib zeigen vielversprechende Anti-Tumoraktivität nach Versagen einer Checkpoint-Inhibition
  • KEYNOTE-054-Studie: Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verbessert beim Melanom auch im verlängerten Follow-up das RFS
  • MSI-H CRC: Pembrolizumab verdoppelt PFS im Vergleich zur Chemotherapie
  • Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Trend zu besserem Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei höherer PD-L1-Expression
  • r/r cHL: Pembrolizumab auf dem Weg zum Therapiestandard nach autoSCT sowie für Patienten, die keine autoSCT erhalten können
  • mCRPC: Pembrolizumab in Kombination mit Enzalutamid nach Enzalutamid-Resistenz wirksam und sicher
  • r/m HNSCC: Erstlinienbehandlung mit Pembrolizumab mono und in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie verlängert PFS2

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden