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Medizin

29. August 2018 Asklepios Klinikum Harburg startet neue Studie zu Tumormarkern beim Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das interdisziplinäre Pankreaszentrum am Asklepios Klinikum Harburg – Mitglied im Asklepios Tumorzentrum Hamburg - nimmt seit kurzem an einer Tumormarker-Studie zur Früherkennung des Pankreaskarzinoms (Bauchspeicheldrüsenkrebs) teil. Die deutschlandweite Studie mit dem Namen „META-PAC“ untersucht die Wertigkeit des neuen Tumormarkers „MxP®PancreasScores“, der in Voruntersuchungen vielversprechende Ergebnisse zeigte. Die Studie wird vom Gesundheitsministerium gefördert (BMBF). Dazu werden noch Patienten gesucht.
Warum ist diese Studie so wichtig?

Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 17.000 Menschen an einem Pankreaskarzinom. Diese Krebserkrankung zählt zu den bösartigsten überhaupt. Nur jeder zehnte bis zwölfte Patient überlebt die Zeitspanne von 5 Jahren nach Diagnosestellung. Das Problem ist, dass die Erkrankung oft zu spät erkannt wird. Bei über der Hälfte der Patienten wird der Krebs erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Trotz moderner Therapien ist in solch einem Stadium meistens keine Heilung mehr möglich. Würde man das Pankreaskarzinom viel früher entdecken, könnte man die Heilungschancen für alle Patienten wesentlich verbessern.


Wie funktioniert der neue Tumormarker?

Der neue Tumormarker „MxP®PancreasScore“ kann in einer gewöhnlichen Blutprobe bestimmt werden. Der Tumormarker basiert auf speziellen Stoffwechselprodukten im Blut, die bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom in einer anderen Zusammensetzung auftreten als bei Patienten ohne diese Erkrankung. In den bisherigen Studien lieferte dieser Tumormarker vielversprechende Ergebnisse. Insbesondere konnte eine Unterscheidung zwischen Pankreaskarzinom und chronischer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) vorgenommen werden, wozu die bisherigen Tumormarker nicht in der Lage waren.


Wer kann an der Studie teilnehmen?

Teilnehmen können Patienten, bei denen der Verdacht auf einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse besteht. Dabei ist es egal, ob es sich um einen bösartigen Tumor (Pankreaskarzinom), einen gutartigen Tumor, eine Zyste oder eine chronische Entzündung handelt. Im Rahmen der Pankreassprechstunde erfolgt in der Studienambulanz durch Chefarzt PD Dr. Chromik die Aufnahme der Patienten in die Studie. Neben der Blutabnahme für die Studie wird hier eine genaue Anamnese, körperliche Untersuchung und Sichtung der bisherigen Befunde im Hinblick auf die mögliche Bauchspeicheldrüsenerkrankung vorgenommen. Wenn erforderlich, werden weitere Untersuchungen zur Vervollständigung veranlasst. Das Studienprotokoll sieht vor, dass dieses Vorgehen nach 3, 6, 12, 18, 24 und 36 Monaten wiederholt wird. Das bedeutet, dass der Patient über diesen Zeitraum kontinuierlich über die Studienambulanz bzw. Pankreassprechstunde angebunden bleibt.


Was habe ich als Patient davon?

Die Ergebnisse der Blutuntersuchung bleiben sowohl dem Studienarzt als auch dem Patienten verborgen, dies entspricht dem wissenschaftlichen Prinzip der sog. „Verblindung“, die bei derartigen Studien Anwendung findet, um Ergebnisse und Studienablauf nicht zu beeinflussen. Das bedeutet, der Patient zieht aus der Blutabnahme im Hinblick auf den neuen Tumormarker keinen direkten Nutzen. Allerdings sichert die langfristige Anbindung mit wiederholten ambulanten Vorstellungen über 36 Monate eine kontinuierliche hoch qualitative Betreuung und ggf. Behandlung.


Wo kann ich mich melden?

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf einen Bauchspeicheldrüsentumor (bösartig, gutartig, zystisch oder entzündlich), können Sie über unsere Pankreassprechstunde kurzfristig einen Vorstellungstermin bei PD Dr. Chromik unter der Nummer: 040/181886-2534 vereinbaren. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.pankreaszentrum-harburg.de


Kontakt für Rückfragen:

Asklepios Klinikum Harburg
Kommunikation & Marketing - Stefanie Pohl
Eißendorfer Pferdeweg 52
21075 Hamburg
Tel.: (0 40) 18 18-86 21 36
st.pohl@asklepios.com

Quelle: Asklepios Kliniken Hamburg GmbH


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