Montag, 27. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

05. Juli 2018 AML zielgerichtet behandeln/Neue Therapie bei fortgeschrittener systemischer Mastozytose

Erstmals kann mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Midostaurin in Kombination mit einer Chemotherapie das Gesamtüberleben bei FLT3-mutierter akuter myeloischer Leukämie (AML) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie verlängert werden. Die FLT3-Mutation betrifft etwa 30% der AML-Fälle, berichtet Prof. Dr. Lars Bullinger. Seit Ende des letzten Jahres ist mit Midostaurin nun eine Therapie für die Behandlung der fortgeschrittenen Mastozytose verfügbar, die sich gegen die KIT D 816 v-Mutation richtet. Dr. Jawhar erläutert im zweiten Video, wie dies die Behandlung der seltenen Erkrankung verändert hat.
AML zielgerichtet behandeln

Die erfolgreiche, zielgerichtete Therapie ist bei der AML ein Novum. Erstmals kann mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Midostaurin in Kombination mit einer Chemotherapie das Gesamtüberleben bei FLT3-mutierter AML im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie verlängert werden. Die FLT3-Mutation betrifft etwa 30% der AML-Fälle, berichtet Prof. Dr. Lars Bullinger, Charité Berlin, im Video-Interview vom EHA-Kongress. Er betont daher: Die Mutation und das Ausmaß der FLT3-internal-Tandem-Dublikationen sollte bereits bei Diagnosestellung erfasst werden, damit die Chemotherapie schon im ersten Zyklus mit Midostaurin kombiniert werden kann. Prof. Bullinger ist Direktor der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
 

Neue Therapie bei fortgeschrittener systemischer Mastozytose (advSM)

Bis vor kurzem gab es für Patienten mit fortgeschrittener Mastozytose praktisch keine zugelassene Therapiemodalität, schildert Dr. Mohamad Jawhar, Universitätsklinikum Mannheim, im Video-Special aus Stockholm. Seit Ende des letzten Jahres ist mit Midostaurin nun eine Therapie verfügbar, die sich gegen die KIT D 816 v-Mutation richtet. Dr. Jawhar erläutert, wie dies die Behandlung der seltenen Erkrankung verändert hat. Dr. Jawhar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der III. Medizinischen Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Mannheim.
 

Quelle: MT


Das könnte Sie auch interessieren

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Die Bauchspeicheldrüse, das unbekannte Organ

Die Bauchspeicheldrüse (griech.: Pankreas) ist eine der größten Drüsen des Menschen. Dennoch ist nur wenigen bekannt, wo sie sich befindet und welche Funktionen sie übernimmt. Die Bauchspeicheldrüse ist ein keilförmiges Organ, ungefähr so groß wie eine Hand: ein bis zwei Zentimeter dick und etwa 15 Zentimeter lang. Sie liegt mitten im Oberbauch hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule. Mit ihrem sich verjüngenden Ende – dem...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen verantwortlich. Ein Hamburger Forscherteam macht sich nun...

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu
© Expensive / fotolia.com

Eine Krebserkrankung hinterlässt Spuren, körperliche und seelische. Für Patientinnen ist es manchmal schwer, über ihre Empfindungen und Ängste zu sprechen. Umso belastender kann es sein, die mit der Krankheit häufig einhergehende Beeinträchtigung der Sexualität in Worte zu fassen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet Unterstützung an – auch bei Fragen, die viele als heikel empfinden.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"AML zielgerichtet behandeln/Neue Therapie bei fortgeschrittener systemischer Mastozytose"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.