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Medizin

19. Februar 2014 Ärztliche Leitlinien zur Hautkrebsprävention: Empfehlungen zur Patientenaufklärung

Hautkrebs gehört zu den weltweit häufigsten Tumorarten. Doch kaum eine andere Krebsart lässt sich besser durch Prävention vermeiden. Nun ist erstmals eine Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs erschienen, die Ärzte bei der Patientenaufklärung unterstützen soll. "Eine Leitlinie, die sich auf höchstem wissenschaftlichem Niveau mit der Prävention, sowohl der Ursachenvermeidung als auch der Früherkennung bei einer bestimmten Krebsart auseinandersetzt, ist völlig neu", erklärt Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und Koordinator der Leitliniengruppe  Hautkrebsprävention. Eine Bürgerinformation auf der Grundlage der Leitlinie Hautkrebsprävention sei ebenfalls geplant. "Ziel ist es, Ärzten und Bürgern wissenschaftlich begründete, praktikable Präventionsempfehlungen an die Hand zu geben, die zu einer Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität beitragen. Generelle Empfehlungen zur Aufklärung der Öffentlichkeit über Hautkrebsrisiken sind ebenfalls enthalten."

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In Deutschland erkranken jährlich rund 234.000 Menschen an Hautkrebs, davon etwa 28.000 am Malignen Melanom, dem bösartigen Schwarzen Hautkrebs, 136.000 an ei­nem Basalzellkarzinom und 69.500 an einem Plattenepithelkarzinom, dem weißen Hautkrebs (Quelle: Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.). Hauptursache für einen Hauttumor ist übermäßige UV-Strahlung - ein Risiko, dass sich vermeiden lässt. "Leitlinien sind ein wesentliches Instrument zur Steigerung der Qualität der medizinischen Versorgung. Sie tragen dazu bei, Informationen und ärztliche Entscheidungen auf höchstmöglichem Niveau, also nach aktuellsten medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnissen, weitgehend zu standardisieren", betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäfts­führer der Deutschen Krebshilfe. "Die Leitlinie Hautkrebsprävention schließt eine wichti­ge Lücke im Gesundheitssystem." Die Deutsche Krebshilfe hat die Erstellung der Leitlinie im Rahmen ihres Leitlinienprogrammes Onkologie mit 355.000 Euro gefördert.
 
Die Leitlinie Hautkrebsprävention ist eine so genannte S3-Leitlinie. Sie entspricht den höchsten, international einheitlich definierten Ansprüchen an eine Leitlinie. Erstmals wurden hierbei die Methoden, mit denen sonst der aktuelle Wissensstand hinsichtlich Diagnostik und Therapie einer Erkrankung bewertet wird, auf die Krebsprävention über­tragen. Dort, wo die Studienlage keine eindeutige Bewertung zuließ, enthält die Leitlinie Empfehlungen auf der Basis eines Expertengremiums aus Fachärzten und Patientenver­tretern. "Wir erhoffen uns von diesem systematischen Vorgehen  eine Qualitätsverbes­serung im Bereich der Hautkrebsprävention", kommentiert Dr. Johannes Bruns, General­sekretär der Deutschen Krebsgesellschaft das Erscheinen der Leitlinie.

Das Leitlinienprogramm Onkologie

Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Leistungserbringer und Patienten zur angemessenen Vorgehensweise bei speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument zur Förderung von Qualität und Transparenz medizi­nischer Versorgung dar. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und die Deutsche Krebshilfe e.V. haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten Leitlinienprogramm On­kologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft


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