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Medizin

14. Juni 2018 Ärzte-Umfrage bestätigt Praxis-Relevanz der Eisenchelation bei polytransfundierten Patienten

Die Therapieadhärenz ist eine zentrale Voraussetzung für den Therapieerfolg und wird mit der Deferasirox-Filmtablette einfacher und effektiver erreicht (1,2).Transfusionsbedingte Eisenüberladungen treten bei verschiedenen Patientengruppen auf (3,4). Häufig betroffen sind Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) und akuter myeloischer Leukämie (AML) (5,6).
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Fachinformation
Die Ablagerung von überschüssigem Eisen in Organen und Gewebe hat Einfluss auf die Gesamtüberlebensraten (7). Aus diesem Grund empfiehlt die Leitlinie der MDS-Foundation die Therapie mit Chelatoren wie Deferasirox (Exjade®) (8).

Eine Umfrage hat nun den Einsatz von Chelatoren in der hämatologischen und onkologischen Praxis in Deutschland untersucht. Das Fazit: Polytransfusion und Eisenchelation sind bei den Fachärzten eng – bei vielen untrennbar – miteinander verbunden.

Eisenchelation gehört zum Therapie-Standard bei polytransfundierten Patienten

An der aktuellen Umfrage zum Einsatz von Eisenchelatoren bei polytransfundierten Patienten nahmen 98 Hämatologen und Onkologen teil. 84% davon waren niedergelassene Fachärzte (1). Sie beantworteten 12 Fragen zur Chelation allgemein sowie zum Stellenwert der Deferasirox Filmtablette im Speziellen (1).

Polytransfusion und Chelation gehen in der Praxis Hand in Hand – so das Ergebnis der Umfrage. Am häufigsten kommen Chelatoren bei transfusionspflichtigen Anämien und MDS-Patienten zum Einsatz. Therapieziele sind der Erhalt von Organfunktionen, Verbesserung der Lebensqualität sowie des Outcomes – auch bei Patienten mit Stammzelltransplantation (SZT) (1). Frühere Studien konnten zeigen, dass eine persistierende Eisenüberladung unter SZT mit einer signifikant erhöhten nicht-rezidivbedingten Mortalität assoziiert ist (7). In der Umfrage sahen die Ärzte Patienten sowohl mit low- als auch mit intermediate-Risk-MDS für eine Chelator-Therapie als geeignet an (1). Einige Ärzte starteten mit der Chelator-Gabe bereits bei Serumferritin-Werten von 500 ng/ml, um Organschäden frühzeitig vorzubeugen (1).

Therapieadhärenz: Schlüsselfaktor zum Behandlungserfolg

Faktoren, die eine Chelator-Therapie für den Patienten vereinfachen und angenehmer gestalten, unterstützen die Therapietreue und damit den langfristigen Behandlungserfolg, so die Schlussfolgerung der befragten Ärzte. Der Aufklärung des Patienten hinsichtlich möglicher Folgen einer Eisenüberladung sollte daher im Vorfeld ebenso besonderes Augenmerk geschenkt werden wie einer umfassenden Beratung zur Relevanz der Chelator-Therapie – und zwar über den gesamten Behandlungs-Verlauf (1). Der Serumferritin-Wert wird dabei häufig als Parameter herangezogen, um Patienten zu motivieren bzw. mangelnde Therapie-Treue zu adressieren (1).

Deferasirox Filmtablette erleichtert Therapietreue

Im Rahmen der Erhebung wurde erfasst, dass die befragten Ärzte insgesamt 760 Patienten auf die Deferasirox Filmtablette ein- oder umgestellt hatten (1). Gegenüber der Suspensionstablette sahen die Ärzte mehrheitlich Vorteile: Zum einen biete die Filmtablette einen angenehmeren Geschmack und sei leichter einzunehmen und somit besser in den Alltag der Patienten zu integrieren (1). Gleichzeitig wurde eine bessere Verträglichkeit – insbesondere bei gastrointestinalen Beschwerden – berichtet (1). Das Resultat: Eine deutliche Steigerung der Therapietreue bei Patienten, die eine Behandlung mit der Deferasirox Filmtablette erhalten. Damit einhergehend kommt es zu einer Verbesserung des Therapie-Verlaufs (1).

Die Umfrage verdeutlicht die hohe Relevanz der Eisenchelation bei polytransfundierten Patienten im klinischen Alltag und unterstreicht, dass der Einsatz der Deferasirox-Filmtablette einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Therapie der Eisenüberladung leisten kann.

Die behandelnden Fachärzte erkennen frühzeitig die Notwendigkeit, eine Chelator-Therapie einzuleiten, um eine lebensbedrohliche Eisenüberladung zu vermeiden.

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Novartis Data on File.
(2) Taher A, Origa R, Perrotta S et al. Mediation by Patient-Reported Outcomes on the Association Between Film- Coated Tablet versus Dispersible Formulation of Deferasirox and Serum Ferritin Reduction: A Post Hoc Analysis of the ELCLIPSE-Trial. 22nd Congress of the European Hematology Association (EHA), Madrid, Spain, June 22-25, 2017; Abstract P286.
(3) Siegmund-Schultze N Transfusionsbedingte Eisenüberladung: Chelatgabe senkt Mortalität. Dtsch Arztebl 2012; 109(27-28): A-1447.
(4) Cario H. Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien. Klin Pädiat 2010; 222:399-406.
(5) Hofmann WK, Platzbecker U, Götze K et al. DGHO Leitlinie Myelodysplastische Syndrome (MDS). Online verfügbar unter: https://www. onkopedia.com/ de/ onkopedia/guidelines /myelodysplastische- syndrome -mds/ @@view/ html/ index.html Stand: März 2016. Letzter Zugriff am 5. Juni 2018.
(6) Dawson A, Avery S, McQuilten ZK et al. Blood transfusion requirements for patients undergoing chemotherapy for aml. How much is enough? Hematologica 2007; 92(7):996-997.
(7) Wermke M, Eckhard J, Goetze S et al. Enhanced labile plasma iron and outcome in acute myeloid leukaemia and myelodysplastic syndrome after allogeneic haemopoietic cell transplantation (ALLIVE): a prospective, multicentre, observational trial, Published online April 5, 2018 http://dx.doi.org/10.1016/S2352-3026(18)30036
(8) Bennett JM: Consensus statement on iron overload in myelodysplastic syndromes. Am J Hematol 2008; 83(11):858-861.


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