Donnerstag, 29. Oktober 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Revlimid
Revlimid
 

Medizin

11. Dezember 2017 ACE-LY-004-Studie: Acalabrutinib mono erzielt hohe Gesamtansprechrate bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem Mantelzelllymphom

Das Mantelzelllymphom (MCL) ist ein aggressives B-Zell non-Hodgkin Lymphom mit einer schlechten Prognose. Patienten mit rezidiviertem/refraktärem MCL (r/rMCL) zeigen geringe Gesamtansprechraten (ORR) und kurze Remissionen. Die Bruton-Tyrosinkinase (BTK) ist ein klinisch validiertes Target bei MCL. Acalabrutinib (ACP-196) ist ein hoch selektiver, kovalenter Inhibitor der BTK. Die Phase-II-Studie ACE-LY-004 untersuchte Wirksamkeit und Sicherheit der Acalabrutinib-Monotherapie bei Patienten mit r/rMCL.
Anzeige:
Kyprolis
Die ORR (Prüfarztbewertung) betrug 81% (95%-KI: 73%-87%), wobei 40% (95%-KI: 31%-49%) ein komplettes Ansprechen (CR) erreichten, 9% (95%-KI: 5%-15%) eine stabile Erkrankung (SD) und 8% (95%-KI: 4%-14%) einen Progressiv (PD) aufwiesen. Zwischen der Prüfarztbewertung der ORR bzw. CR und der Beurteilung durch ein independent review committee bestand eine hohe Konkordanz (91% bzw. 94%). ORR und CR waren in allen vordefinierten Subgruppen (Alter, Tumormasse ≥ 10 cm, Anzahl/Art der Vortherapien) konsistent. Der mediane Zeitraum bis zum Ansprechen (TTR) betrug 1,9 Monate (Range: 1,5-4,4). Die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) wurde nicht erreicht; die 12-Monats-DOR lag bei 72% (95%-KI: 62%-80%). Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) wurden nicht erreicht. Das 12-Monats-PFS bzw. -OS betrug 67% (95%-KI: 58%-75%) bzw. 87% (95%-KI: 79%-92%).

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (AEs, ≥20%) waren vorwiegend vom Grad 1/2 und beinhalteten Kopfschmerzen (38%), Diarrhö (31%), Fatigue (27%) und Myalgie (21%). Grade 3/4 AEs (≥ 5%) waren Neutropenie (10%), Anämie (9%) und Pneumonie (5%). In einem Fall kam Grad 3 Hypertension (1%) vor. Vorhofflimmern trat nicht auf. Die häufigsten Blutungsereignisse waren Kontusion (13%) und Petechien (9%). Alle Blutungsereignisse waren vom Grad 1/2, außer bei einem Patienten mit einer GI-Ulkus-Vorgeschichte, bei ihm trat eine Grad 3 gastrointestinale Hämorrhagie auf. Ein Tumorlyse-Syndrom (Grade ≥3) wurde in 3 Patienten (2%) berichtet und trat in allen Fällen nach Behandlungsabbruch wegen Krankheitsprogression auf. Bei 8 Patienten (6%) trat ein Zweitmalignom auf, wobei es sich bei 4 Fällen um Hauttumoren handelte. 1 Grad 5 AE wurde bei einem Patienten mit Aortenstenose berichtet, der daran verstarb. Die mediane relative Dosisintensität (Verhältnis der tatsächlichen zur geplanten kumulativen Dosis während der Medikamentenexpositionszeit) betrug 99% (Range: 27%-100%). Zum Therapieabbruch kam es vorwiegend wegen des Fortschreitens der Erkrankung (31%) und aufgrund von unerwünschten Wirkungen (6%). Zum Zeitpunkt des Cutoffs waren noch 56% der Patienten in Behandlung.
 
Bei Patienten mit r/rMCL führte die Monotherapie mit Acalabrutinib zu dauerhaften und klinisch bedeutenden hohen Gesamt- (ORR) und kompletten (CR) Ansprechraten bei günstigem Sicherheitsprofil, mit geringer Frequenz und Schweregrad der unerwünschten Wirkungen (AE) und wenigen AE-bedingten Therapieabbrüchen. Wegen des günstigen Nutzen-Risiko-Profils stellt Acalabrutinib eine vielversprechende Behandlungsoption bei r/rMCL dar.
 
(übers. von um)

Wang M, Rule S, Zinzani PL et al. Efficacy and Safety of Acalabrutinib Monotherapy in Patients with Relapsed/Refractory Mantle Cell Lymphoma in the Phase 2 ACE-LY-004 Study. Session 623. Mantle Cell, Follicular, and Other Indolent B-Cell Lymphoma – Clinical Studies: Mantle Cell Lymphoma, New Therapies, presented at ASH 2017, Abstract 155.
 
 

Quelle: ASH 2017


Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ACE-LY-004-Studie: Acalabrutinib mono erzielt hohe Gesamtansprechrate bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem Mantelzelllymphom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab