Sonntag, 7. Juni 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

25. April 2012 2. Internationaler Postgraduiertenkurs Kindliche Kraniopharyngeome

80 Teilnehmer aus 23 Ländern besuchten vom 19. bis 22. April 2012 den zweiten Internationalen Postgraduierten Kurs zu kindlichen Kraniopharyngeomen in Bad Zwischenahn. Zwanzig renommierte Referenten gaben den 60 jungen Kollegen aus Europa, Nord- und Südamerika und Australien einen Überblick über Diagnostik, Behandlung und Nachsorge des seltenen Hirntumors Kraniopharyngeom. Der Fortbildungskurs, veranstaltet von der Deutschen Kinderkrebsstiftung, verlief unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Hermann Müller, Kraniopharyngeom-Studienzentrale Oldenburg, sehr erfolgreich.
Neue Aspekte zur endokrinologischen Therapie der hypothalamisch verursachten Adipositas betroffener Kraniopharyngeompatienten wurden von Prof. Erfurth, Lund, Schweden, Prof. Weiss, Jerusalem, Israel, Prof. Brämswig, Münster und Prof. Müller, Oldenburg referiert. Die Option bariatrischer Operationen (Eingriffe am Magen-Darm-Trakt) wurde hinsichtlich der eher enttäuschenden Langzeitfeffekte kritisch diskutiert. Prof. Dr. Pietsch, Bonn, gab einen Überblick zur Histologie und molekulargenetischen Befunden bei Kraniopharyngeom im Kindes- und Jugendalter.

Der zweite Tag des Kurses stand im Zeichen der neurochirurgischen Vorgehensweisen (Prof. Malucci, Liverpool, UK; Prof. Trippel, Freiburg; PD Dr. Flitsch, Hamburg; Prof. Mokry, Graz, Österreich und Prof. Pujet, Paris, Frankreich). Von einem radikalen neurochirurgischen Vorgehen wurde bei Vorliegen einer Hypothalamusbeteiligung des Kraniopharyngeoms abgeraten. Prof. Kortmann, Leipzig, Prof. Merchant, St. Jude, Memphis, USA und Prof. Alapetite, Paris, Frankreich erläuterten strahlentherapeutische Aspekte. Prof. Stokland illustrierte die skandinavischen Erfahrungen in der Behandlungen von Kraniopharyngeompatienten. Frau Prof. Warmuth-Metz, Würzburg, präsentierte Daten zur neuroradiologischen Differentialdiagnose sellärer Raumforderungen. Frau Prof. Bartels, Toronto, berichtete über erste ermutigende Erfahrungen der kanadischen Arbeitsgruppe mit der intracystischen Instillation von alpha-Interferon.

Der dritte Tag des Kurses war Fallpräsentationen und einer Diskussion zu multidisziplinären Therapiestrategien vorbehalten. Als Resumee der Diskussion bleibt festzuhalten, dass die Behandlung von Kraniopharyngeompatienten in Zentren mit ausreichender multidisziplinärer Erfahrung unter besonderer Berücksichtigung der besonderen Risiken von Patienten mit Hypothalamusbeteiligung erfolgen sollte.

Die Teilnehmer waren begeistert vom fachlichen Niveau und der gastlichen, sommerlichen Atmosphäre der Veranstaltung am Zwischenahner Meer.

Quelle: Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Oldenburg gGmbH


Anzeige:

Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Der Krebsaktionstag findet alle zwei Jahre am letzten Kongresstag des Deutschen Krebskongresses in Berlin statt und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Berliner Krebsgesellschaft e. V. organisiert. Krebsexperten treffen, Wissen erweitern, Selbsthilfegruppen kennenlernen: Der 8. Krebsaktionstag bietet Ihnen aktuellste Informationen rund um das Thema Krebs. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der...

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Patienten...

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Studien belegen: Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs profitieren von  guter Gesundheitsinformation und Aufklärung. Ängste und Sorgen nehmen ab, die Lebensqualität steigt. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige seit 30 Jahren rund um das Thema Krebs. Bei 50 Prozent aller Anfragen zu Tumorlokalisationen steht das Thema Brustkrebs im Vordergrund.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"2. Internationaler Postgraduiertenkurs Kindliche Kraniopharyngeome"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO20 Virtual
  • Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch
  • mSCLC: Patienten profitieren bereits in der Erstlinie von der Ergänzung der Chemotherapie mit Pembrolizumab
  • mRCC-Erstlinientherapie: Kombination Pembrolizumab + Axitinib toppt Sunitinib auch im Langzeitverlauf
  • mRCC: Pembrolizumab + Lenvatinib zeigen vielversprechende Anti-Tumoraktivität nach Versagen einer Checkpoint-Inhibition
  • KEYNOTE-054-Studie: Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verbessert beim Melanom auch im verlängerten Follow-up das RFS
  • MSI-H CRC: Pembrolizumab verdoppelt PFS im Vergleich zur Chemotherapie
  • Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Trend zu besserem Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei höherer PD-L1-Expression
  • r/r cHL: Pembrolizumab auf dem Weg zum Therapiestandard nach autoSCT sowie für Patienten, die keine autoSCT erhalten können
  • mCRPC: Pembrolizumab in Kombination mit Enzalutamid nach Enzalutamid-Resistenz wirksam und sicher
  • r/m HNSCC: Erstlinienbehandlung mit Pembrolizumab mono und in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie verlängert PFS2

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden