Dienstag, 21. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

27. November 2018 Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Melanoms: Kombinationstherapie mit Checkpoint-Inhibitoren ist bei Überlebenszeit klar im Vorteil

Laut Einschätzung der Experten haben die Immun-Checkpoint-Inhibitoren (CIs) die therapeutischen Optionen, die Patienten mit onkologischen Erkrankungen angeboten werden können, klar bereichert. Beim fortgeschrittenen Melanom bringt die Kombination dieser Substanzen in der Erstlinientherapie einen anhaltenden 4-Jahres-Überlebensvorteil.
Anzeige:
Den Beweis dafür lieferte die randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie CheckMate-067. Teilnehmer waren 945 Patienten, deren progredientes Melanom noch nicht behandelt worden war. Davon bekamen 314 als Erstlinienbehandlung die Kombination aus den CI Nivolumab (Opdivo®) + Ipilimumab (Yervoy®). Bei 316 weiteren Patienten wurde eine Monotherapie mit Nivolumab oder Ipilimumab, jeweils in Kombination mit Placebo, vorgenommen. Alle Studienteilnehmer erhielten die Erstlinientherapie so lange, bis sich eine Progression oder eine nicht mehr vertretbare Toxizität einstellte, berichtete Dr. F. Stephen Hodi, Harvard, Massachusetts.

Das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS) waren als gemeinsame primäre Endpunkte angesetzt. Zu den sekundären Endpunkten zählten die objektive Ansprechrate, die Wirksamkeit, die mittels der Höhe der Tumor-PD-L1-Expression bestimmt wurde, und ferner die Sicherheit. Die OS-Raten nach 4-jährigem Follow-up erreichten 53% unter der Nivolumab/Ipilimumab-Kombination, 46% unter der Monotherapie mit Nivolumab und 30% unter der Monotherapie mit Ipilimumab. Darüber hinaus nahm während der 4-jährigen Beobachtungszeit der Prozentsatz der Patienten mit komplettem Ansprechen kontinuierlich zu. Er erreichte 21% unter der Kombination, 18% unter Nivolumab-Monotherapie und 5% unter Ipilimumab-Monotherapie.

Darüber hinaus zeigte sich bei den Patienten, die zum Zeitpunkt der 4-Jahres-Analyse noch am Leben waren, dass ein nicht unerheblicher Anteil therapiefrei war. Das bedeutet, dass weder eine Studientherapie noch eine anschließende systemische Behandlung appliziert wurden, sagte Hodi mit gebotenem Nachdruck. Der Anteil dieser Patienten betrug 71% in der Gruppe mit der Kombination, 50% unter Nivolumab-Monotherapie und 39% unter Ipilimumab-Monotherapie. Das Sicherheitsprofil beider CIs stimmte nach 4 Jahren mit den Resultaten früherer Studien überein. Es fanden sich keine Warnsignale, was die Sicherheit anbelangt, und auch keine zusätzlichen therapiebedingten Todesfälle. Hodis Resümee: „Soweit wir wissen, wurde bei keiner verfügbaren Therapie nach einem 4-jährigen Follow-up in einem randomisierten Setting eine OS-Rate von 53% gesehen."

Karl B. Filip

Quelle: Satellitensymposium Dermatologie „From Early to Advanced Melanoma: An Oncologist`s View of Systematic Treatment Opportunities", ESMO, 22.10.2018, München; Veranstalter: Bristol-Myers Squibb


Das könnte Sie auch interessieren

Ein Zebra erobert die sozialen Medien

Ein Zebra erobert die sozialen Medien
© #zebrasNETfinden

Mehr Aufmerksamkeit für Neuroendokrine Tumoren (NET) und die Förderung der Früherkennung – das war Ziel der Awareness-Aktion #zebrasNETfinden, die im Rahmen des internationalen NET Cancer Days am 10. November stattfand. Mit Infoständen in sieben deutschen Städten und einer Foto-Aktion in den sozialen Medien konnte die Kampagne eine Vielzahl von Menschen auf Symptome und Therapiemöglichkeiten dieser seltenen Krebserkrankung aufmerksam machen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Melanoms: Kombinationstherapie mit Checkpoint-Inhibitoren ist bei Überlebenszeit klar im Vorteil"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.