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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. November 2018

Atezolizumab in der Erstlinientherapie des SCLC und NSCLC

Immuntherapien verändern die Therapie von Lungenkrebs derzeit grundlegend. Das ist eine gute Nachricht für Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom (SCLC), denn die Überlebenszeiten dieser Krebserkrankung hatten sich in den letzten 20 Jahren kaum verbessert. Auch beim Nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) gibt es Fortschritte. Das zeigen aktuelle Studiendaten, die anlässlich des ESMO 2018 in München vorgestellt wurden.
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Prof. Dr. Martin Reck, Chefarzt der Abteilung für Onkologie der LungenClinic Grosshandsdorf, moderierte eine Podiumsdiskussion zur Immuntherapie bei Lungenkrebs. In der Diskussion wurde deutlich, dass es nach 20 Jahren Stillstand endlich Fortschritte beim SCLC gibt. Bei Patienten mit zuvor unbehandeltem lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem SCLC hat eine Vergleichsstudie Verbesserungen bei der Überlebenszeit gezeigt (1, 2). In der Verum-Gruppe war die Erstlinientherapie eine Chemotherapie mit Carboplatin und Etoposid und dem Inhibitor des Programmed Cell-Death-Liganden (PD-L1) Atezolizumab (Tecentriq®), einem humanisierten monoklonalen IgG1-Antikörper. Die Vergleichsgruppe bekam die Chemotherapie + Placebo.

Die mediane Gesamtüberlebenszeit (mOS) war in der Atezolizumab-Gruppe 30% länger (12,3 vs. 10,3 Monate). Nach einem Jahr lebten noch 51,7% der Patienten. Von den mit Chemotherapie + Placebo behandelten Patienten waren es 28,2%. (HR=0,70; 95%-KI:0,54-0,91; p=0,069). Die mediane progressionsfreie Überlebenszeit (mPFS) betrug bei der Therapie mit Atezolizumab 5,2 Monate vs. 4,3 Monate in der Vergleichsgruppe, die nur die Chemotherapie bekam (HR=0,77; 95%-KI:0,62-0,96; p=0,017). Der Anteil der progressionsfreien Patienten nach einem Jahr war unter Atezolizumab mehr als doppelt so hoch wie unter Chemotherapie + Placebo. Die Rate an unerwünschten Ereignissen (AEs) vom Grad 3 oder 4 wurde durch die Ergänzung von Atezolizumab zur Chemotherapie nur geringfügig und nicht klinisch relevant erhöht (67,2 % vs. 63,08%).

NSCLC: auch Risikogruppen profitieren

In einer offenen Phase-III-Studie mit unbehandelten Patienten mit NSCLC, deren Tumor nicht vom Plattenepithel ausging, wurde Atezolizumab in Kombination mit dem VEGF-Inhibitor Bevacizumab (Avastin®) und einer Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel eingesetzt. Patienten, die keine Veränderungen in den Genen des EGF-Rezeptors oder der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) aufwiesen und zusätzlich Atezolizumab bekamen, lebten median 4,5 Monate länger als Patienten unter Bevacizumab und Chemotherapie (HR=0,78; 95%-KI:0,64-0,96 p=0,02) (2).
 
Die Risikogruppe mit Lebermetastasen profitierte mit einem medianen OS-Vorteil von 4,1 Monaten besonders stark (HR=0,54; 95%-KI:0,33-0,88). Das mediane OS der Patienten, die Veränderungen in den Genen des EGF-Rezeptors oder der ALK aufwiesen, konnte noch nicht ausgewertet werden, weil es zum geplanten Zeitpunkt der Datenauswertung noch nicht erreicht wurde.

Dr. rer. nat. Maren Mundt
Quelle: Symposium „How immunotherapy is revolutionising first-line lung-cancer care", ESMO, 22.10.2018, München; Veranstalter: Roche
Literatur:
(1) Liu S, et al. World Conference on Lung Cancer 2018, Abstract PL02.7
(2) Horn L et al. N Engl J Med 2018; Epub ahead of print.
 
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