Sonntag, 26. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

12. November 2018 Immunonkologie als 4. Säule in der Krebstherapie: Weitere Klinische Studien zu HNSCC laufen

Fast jeder zweite Deutsche wird im Laufe seines Lebens an Krebs erkranken. Ziel der Forschung ist es, dass im Jahre 2050 niemand unter 80 Jahren mehr an einer Krebserkrankung sterben soll. Die WHO geht davon aus, dass viele Krebserkrankungen vermeidbar wären. Daher spielt Prävention eine Schlüsselrolle. Die Immunonkologie kann das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den Krebs mobilisieren. James P. Allison und Tasuku Honja haben für ihre Erkenntnisse in der bremsenden Wirkung von Molekülen jüngst den Nobelpreis für Medizin erhalten. Sie bringen das Immunsystem dazu, Krebszellen zu attackieren und haben damit vollkommen neue Möglichkeiten in der Krebstherapie eröffnet.
Anzeige:
MSD arbeitet als forschendes Arzneimittelunternehmen intensiv am Fortschritt und der Weiterentwicklung der Immuntherapie. Mit dem Forum Immunonkologie in Berlin möchte MSD dem Bedarf nach interdisziplinärem Austausch nachkommen und den Dialog unterschiedlicher Professionen und Fachrichtungen anregen.

Pembrolizumab als Monotherapie in der Secondline-Therapie

Kürzlich hat der PD-1(Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) die Zulassung zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder metastasierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (Head and Neck Squamous Cell Carcinoma, HNSCC) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 50%) und fortschreitender Krebserkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie zur Monotherapie erhalten.

Prof. Dr. Andreas Dietz, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Universitätsmedizin Leipzig, gibt auf dem Forum Immunonkologie ein Kongressupdate zu HNSCC: „Bisher gibt es in der Secondline keinen Standard bei den HNSCC“, betont er. Die Studie Keynote-040 (Pembrolizumab gegen die vom Arzt gewählte Standard-of-Care Chemotherapie) war aufgrund ihres sehr ambitionierten Endpunktes negativ. Aber am Schluss habe es einen drastischen Unterschied gegeben. Insbesondere der TPS-50-Score hat zur Zulassung geführt. Er habe gezeigt, dass Pembrolizumab im Kopf-Hals-Bereich als Secondline definitiv wirksam ist, erläutert Dietz.
 
Pembrolizumab in der Firstline

MSD verfügt über eines der größten klinischen Forschungsprogramme im Bereich der Immunonkologie. Weitere Studien zu Pembrolizumab als Firstline-Therapie laufen derzeit. Dietz berichtet von ersten Ergebnissen der Keynote-048-Studie, die auf dem ESMO-Kongress 2018 in München vorgestellt worden sind. „Wir hoffen, dass zukünftig auch weniger vorbelastete Patienten eine Therapie mit Pembrolizumab bekommen können. In der Keynote-048-Studie konnte beeindruckend gezeigt werden, dass es gegenüber dem bisherigen Chemotherapie-Schema sehr robust und beeindruckend ist, wenn ein Patient auf Pembrolizumab anspricht“, meint Dietz. Weitere Daten seien abzuwarten. Er gehe jedoch davon aus, dass es in Teilaspekten den Standard verändern werde.  

Ulrike Tietze

Quelle: Forum Immunonkologie „Fakten. Impulse. Orientierung", 26.10.2018, Berlin; Veranstalter: MSD


Das könnte Sie auch interessieren

Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen

Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen
© Jochen Schönfeld / Fotolia.com

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die ärztlichen Praxen versendet werden und darüber...

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In Deutschland erkranken jährlich circa 9000 Menschen an Leberkrebs – und die Häufigkeit der Erkrankung nimmt deutlich zu. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Ein gängiges Verfahren zur Diagnose dieser Erkrankung ist die Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der modernen Sonografie lässt sich gutartiges Gewebe sehr exakt von bösartigem unterscheiden. Wenn die Ultraschalldiagnostik mit speziellen Bluttests kombiniert wird,...

Was verstehen Ärzte unter „Therapielinien“?

Die Behandlung von Krebs richtet sich nach Art und Stadium der Erkrankung sowie dem individuellen Befinden des Patienten. Neben der Operation und der Strahlentherapie ist die medikamentöse Therapie eine wichtige Option. Wann welche Maßnahmen zum Einsatz kommen sollten, wird in ärztlichen Leitlinien festgehalten. Welche Medikamente zu welchem Zeitpunkt am wirksamsten und verträglichsten sind, wird zuvor in klinischen Studien untersucht. Basierend auf den Ergebnissen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Immunonkologie als 4. Säule in der Krebstherapie: Weitere Klinische Studien zu HNSCC laufen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.