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Medizin

23. Oktober 2018 Neue Perspektiven für Servier durch Übernahme des Onkologie-Geschäftes von Shire

Am 1. September 2018 übernahm das internationale, private Pharmaunternehmen Servier das Onkologie-Geschäft des irischen Biotechnologie-Unternehmens Shire. Die Transaktion beinhaltet nicht nur 2 bereits verfügbare Onkologie-/ Hämatologie-Produkte, sondern auch immuno-onkologische Forschungsprojekte. Bei einer Fachpressekonferenz im Rahmen der DGHO-Jahrestagung Ende September in Wien erläuterte Peter Lautenschläger, Business Unit Director Oncology/Hematology der Servier Deutschland GmbH, die Bedeutung dieser Portfolio-Erweiterung für Servier.

Servier beschäftigt weltweit 21.700 Mitarbeiter in rund 150 Ländern, verfügt über mehrere Forschungszentren, 16 Produktionsstandorte sowie klinische Forschungszentren und erwirtschaftet Umsatzerlöse von ca. 4,15 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/2017). Lautenschläger betonte, dass es dem Unternehmen auch in Zukunft wichtig sei, seine Unabhängigkeit zu bewahren und das Potenzial für langfristige Investitionen zu gewährleisten.
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„Mit der Übernahme des Onkologie-Geschäftes von Shire bekennt sich Servier langfristig zur Onkologie und Hämatologie“, erklärte Stephan Mandel, Senior Medical Information Project Manager Oncology von Servier Deutschland. Das bisherige Portfolio von Servier, das sich der Behandlung von Patienten mit kolorektalen Karzinomen und Non-Hodgkin-Lymphomen gewidmet hat, werde nun durch Präparate zur Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms und der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) ergänzt. Damit verfüge Servier mit Lonsurf®, Pixuvri®, Onivyde® und Oncaspar® über 4 zugelassene Präparate in der Onkologie und Hämatologie.

Darüber hinaus weise Servier eine robuste Forschungs- und Entwicklungspipeline in der Onkologie und Hämatologie auf. Sie umfasst derzeit 18 neue Produktkandidaten, die sich in der klinischen Entwicklung befinden. Schwerpunkte sind dabei Forschungsansätze im Bereich des programmierten Zelltods und der Immuno-Onkologie. Zudem würden bereits zugelassene Präparate in neuen Indikationen und Therapielinien getestet, sodass – in Kooperation mit anderen akademischen und industriellen Partnern – insgesamt über 20 klinische Studien verschiedener Phasen auf dem Weg sind.

Der hohe Stellenwert, den Servier der Onkologie und Hämatologie einräumt, spiegelt sich laut Mandel auch darin wider, dass derzeit über ein Drittel aller Forschungsausgaben in diese Gebiete investiert werden. Mandel: „Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil auf 50% erhöht werden."

Zusätzlich zur Förderung des therapeutischen Fortschritts bekennt sich Servier explizit dazu, die Bedürfnisse von Patienten in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu stellen.

Anita Waldmann von der Leukämiehilfe Rhein-Main e.V. bekräftigte, dass die Sicht der Patienten verstärkt in die onkologische Therapie eingehen solle. Dies sei heute noch nicht immer der Fall. Deshalb seien Initiativen von Unternehmen, die Patientenperspektive in den Fokus zu stellen, ausdrücklich zu begrüßen. „Eine bessere Versorgung können wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten erreichen“, so die engagierte Patientenvertreterin.

Quelle: Servier


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