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Medizin

24. Oktober 2018 Zukunft der Personalisierten Krebsmedizin: Wie Big Data die Krebstherapie smart macht

Die digitale Transformation verändert, wie wir Krankheiten diagnostizieren, behandeln und vorbeugen. Vor allem in der Onkologie spielen Daten eine immer größere Rolle: Sie können Entscheidungen für eine möglichst personalisierte Therapie richtungsweisend unterstützen – gleichzeitig bieten die Datenmengen wertvolle Informationen für die Erforschung und Entwicklung neuer Therapien. Wie die smarte Nutzung von Big Data bereits heute die Krebstherapie verbessert und welche Chancen digitale Technologien für die Personalisierte Krebsmedizin bieten, zeigte Roche im Vorfeld der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) am Forschungsstandort Penzberg bei München.
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Fachinformation
Die moderne Onkologie erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizin und Datenanalyse. Patienten mit malignen Erkrankungen werden mehr und mehr aufgrund ihrer
spezifischen genetischen Veränderungen stratifiziert und im Sinne der personalisierten Medizin behandelt. Die Basis dafür sind umfassende Daten, die eine leistungsstarke, molekulargenetische Diagnostik heute liefert. In dem 2017 eröffneten europäischen Foundation-Medicine-Labor entstehen im Kompetenzzentrum von Roche für Personalisierte Medizin in Penzberg umfassende Tumorprofile, die Onkologen bei der Auswahl einer wirksamen Behandlung für ihre Patienten unterstützen. Der Service FoundationOne®CDx analysiert mittels Next-Generation-Sequencing mehr als 300 krebsrelevante Gene auf alle vier genetischen Veränderungen: Basensubstitutionen, Insertionen/Deletionen, Genfusionen und Kopienzahlvariationen. Das Ergebnis: Ein Report, der alle gefundenen Genmutationen und dazu passende Therapieoptionen sowie klinische Studien auflistet.

„Die umfassende genetische Analyse hunderter krebsrelevanter Gene und die Integration dieser Ergebnisse mit weiteren Patienten- und Studiendaten ist ohne digitale Technologien nicht möglich“, so Laborleiterin Dr. Vera Grossmann, Senior Director International Laboratory Operations. „Die Digitalisierung ist für uns der Schlüssel, um Personalisierte Medizin in die Praxis zu bringen.“

Genetische Tumorprofile – Unentbehrlich für die Onkologie

„In der klinischen Praxis ist eine umfassende und qualitativ hochwertige Tumorgenomanalyse bereits heute für das therapeutische Management von Patienten mit seltenen, fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren ausgesprochen hilfreich. Gerade bei diesen Patienten ist die Auswahl einer geeigneten Therapie oft eine besondere Herausforderung und kann durch eine Tumorgenomanalyse entscheiden unterstützt werden“, so Dr. Benedikt Westphalen, Koordinator Molekulare Onkologie, Comprehensive Cancer Center München. Dr. Martin H. Hager, Head of Personalized Healthcare in Medical Affairs, Roche Pharma AG, ergänzt: „Besonders bei Patienten mit „Cancers of Unknown Primary“, kurz ‚CUP‘, also Tumoren bei denen die Primärlokalisation unklar ist, ist eine umfassende, molekulargenetische Diagnostik meist die einzige Option, um eine fundierte Entscheidung bei der Wahl der Therapie zu treffen. Mit Hilfe digitaler Technologien können wir aus den genetischen Daten die personalisierten Therapien ableiten, die den Patienten in seinem individuellen Kampf gegen die Krebserkrankung am besten unterstützen.“

Um immer neue Meilensteine in der Personalisierten Krebsmedizin zu erreichen, setzt Roche auf wertvolle Partnerschaften und die gezielte Integration von Health-IT ins Unternehmen. Neben der Kooperation mit Foundation Medicine Inc. übernahm der Biotechnologie-Konzern im Frühjahr 2018 Flatiron Health. Das US-amerikanische Unternehmen bietet innovative Softwarelösungen im Bereich elektronischer Gesundheitsakten und Daten aus der klinischen Routine, sogenannte Real World Evidence, an. „Flatiron führt zusammen, was früher oft ungenutzt und unvernetzt blieb: umfassende, behandlungsrelevante Daten von Krebspatienten. Diese Daten werden von Flatirons Technologienplattformen verwaltet, vernetzt, analysiert und können so in unserer Forschung genutzt werden“, so Franziska Mech, Senior Data Scientist bei Roche Dianostics GmbH. „Wir sind überzeugt, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin ist – ein Schritt, der den entscheidenden Unterschied in der Krebsforschung machen kann.“

Quelle: Roche


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